Kurzurlaub mit Kindern- ein gelungenes Wochenende auf einem Reiterhof (unbezahlte Werbung)

Am letzten Wochenende waren wir tatsächlich „verreist“. 

Man könnte es Jahresurlaub nennen. Und der kam einst geplant, dann wegen -ihr wisst schon was- ungewiss und schließlich „verschob-schusselt“, erwartete unerwartet schnell. Klingt kryptisch. Fühlte sich irgendwie auch so an und ich erspare euch das ganze wirre Vorspiel. Ich komme lieber sofort zur Sache.

So ein Wochenende ist ja nicht lang und die Vorbereitungen für einen derartigen „Ausflug“ mit 4 Kindern sind ja nicht ganz ohne. Zumal der Wetterbericht andeutete, es könne regnen und für 2 von 4 Kindern noch Gummistiefel fehlten. Ich beglückwünsche mich im Rückblick jedoch selbst zu einer überaus gelungenen Logistik. Ich hatte NICHTS vergessen und feiere mich mal selbst.

Und so fanden wir uns auf einem Reiterhof ein, der so besonders war, dass das Wochenende reichte, um uns knapp drei Tage komplett in eine andere Realität zu beamen.

Beim Betreten unserer Ferienwohnung auf dem alten Gutshof fühlte ich mich prompt falsch gekleidet. Obwohl…farblich passte es. 🤓

Ein Zeitloch hatte uns verschluckt und uns irgendwo zwischen 1900 und 1940 ausgespuckt. Die Tapeten….!😍

Knaller! Die Einrichtung…!

 

Knaller! Ich mochte es sehr.

Kurz hatte ich Sorge, die Kinder könnten sich ob der Andersartigkeit nachts gruseln, vor allem im dunklen Flur…

… aber dem war überhaupt nicht so. Im Gegenteil. Das alte Gemäuer ist ein freundliches Gemäuer, selbst in dunklen Ecken „spukt“ es nicht. Einzig mit dicken Spinnen muss man leben. Bauernhof halt. Und die Jahreszeit. Ich habe Nachts einfach kein Licht angemacht, damit ich nicht sehe, was da alles auf 8 Beinen herum spaziert. 😜 Am Abreisetag entschwand sodann noch flink eines der „putzigen“ Tierchen in Handtellergröße ins Dunkel des Flures, als ich meine Reisetasche verschob. 😱

Wir hatten eine Wohnung im ersten Stockwerk mit Blick zu beiden Seiten des Hofes und konnten das komplette Hofgeschehen beobachten.

Morgens krähte der Hahn auf dem Mist, die Hennen scharrten munter im Streu und die Pferde wieherten fröhlich. Gänse schnatterten, Ziegen streunten ab und an über den Hof…

… große Kaninchen mümmelten gemeinsam mit einer Henne und ihren Küken in einem extra Gehege und für Hund und Katz war auch noch Platz. Alle Tiere des Hofes waren überaus freundlich, liefen frei herum und selbst unsere Jüngste konnte gefahrlos zwischen den Tieren herum laufen.

 

Einzig bei den Pferden hielt ich sie auf, sie wäre sonst zwischen den Beinen herum spaziert.

Wenn ich unser Hummelchen aber auf dem Arm hielt, wurde sie von allen Pferden neugierig und freundlich begrüßt. Die rund 20 Schulpferde des Hofes sind alle ganz zauberhaft. Die Kinder bekamen Reitstunden und nahmen an Ausritten teil. 

Vor allem das wilde Mädchen war im siebten Himmel. Ich mochte die Gegenwart der Pferde aber auch und meine alte Pferdeleidenschaft aus Teenagertagen flammte wieder auf. Einmal hielt das wilde Mädchen unsere Hummel fest und ich putzte eines der Ponys für einen Ausritt. Wenn ich schon nicht selbst reiten konnte, weil die Hummel mich zu 100% band…. reiten kann ich ohnehin nicht wirklich gut, aber Pferde putzen….das kann ich. Als junge Teenagerin habe ich viele Pferde geputzt.

Aber nicht nur die Tiere waren entspannt und freundlich. Alle Menschen auf dem Hof, egal ob Besitzer, Mitarbeiter, Einsteller oder Gäste, wir fühlten uns von allen willkommen geheißen und die Kinder durften überall zuschauen und zum Teil mithelfen. Auch Fragen wurden geduldig beantwortet. Es war ein sehr schönes Miteinander!

Da sich das Leben auf einem solchen Hof an der frischen Luft abspielte und zudem der Internetempfang äußerst launisch war, war auch die Corona Sache fast komplett vergessen. Keine Nachrichten, kein Masken…Urlaub für den Kopf.

Während die Kinder den ganzen Tag über den Hof sprangen, beaufsichtigte ich also unser Hummelchen. Das Hofgelände bot viel zu entdecken, aber nicht alles ist für eine Einjährige unbewacht geeignet. Also begleitete ich sie in die Stallungen, bewachte ihre Übungen zum Treppensteigen und hielt sie auf, wenn sie übermütig den Pferden entgegen stapfte. Wirklich viel gesessen habe ich nicht. Aber auch das war egal, denn die Umgebung war so schön….es steht sich einfach in schöner Umgebung besser in der Gegend rum, als immer auf dem gleichen Spielplatz zu Hause.

Wir waren in jedem Fall so angetan, dass wir gerne nochmal hinreisen wollen!

Der Hof hat zwar noch einige Baustellen (Es entsteht ein zweiter Offenstall und ein Reitplatz. Und peu a peu wird an den Wohnungen renoviert und optimiert. 

Das könnte Menschen mit einem Hang zur Perfektion stören. 

Ich sah hingegen sehr viel Herz und Liebe zu Mensch und Tier. Für die entscheidenden Dinge war sehr gut gesorgt. Das ist mir viel lieber als ein Hochglanzambiente. 

Und so schwelge ich nicht allein noch in Gedanken an das Wochenende und teile euch gerne mit, wo wir waren.

https://www.hungerburg.de

 

 

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