Hummelchen-Update

17 Monate

Es hüpft und lacht. Das Kind. Und läuft rückwärts. Und dreht sich im Kreis. Probiert Schuhe und Mützen an. (Zwei Dinge, die die Hummel eine ganze Weile überhaupt nicht tragen wollte. Jetzt dafür um so lieber.)

Rucksäcke findet sie auch super. Und die Jacken der großen Geschwister. Wird alles anprobiert. Dann werden Puppenwagen leer oder besetzt herumgefahren. Leichte Gefährte wurden auch schon unbemerkt Trepp auf, Trepp ab transportiert. 🙈

Neben den bereits vorhandenen vorderen 4 Schneidezähnen kommen derzeit 4 Backenzähne gleichzeitig. Die Eckzähne fehlen. Ich weiß gar nicht mehr, wie das bei den Geschwistern war. Und ob die Eckzähne später als die Backenzähne kommen. Egal. Der „Schnulli“ ist wegen dieser Zahnsache wahrscheinlich gerade so sehr beliebt. Ich mag ja das ständige Schnuller-im-Mund nicht sonderlich. Aber gerade habe ich Verständnis. 

Da das Kind mit dem weiteren Ausbau der Motorik beschäftigt ist, bleibt die Sprache etwas auf der Strecke. Jedenfalls im Vergleich zu den Geschwistern. Die plapperten in dem Alter schon die ersten, auch für Außenstehende, erkennbaren Wörter. 

Unsere Hummel arbeitet lieber mit Lautmalerei. Wobei, ich will gar nicht sagen, dass sie keine erkennbaren Fortschritte macht. Sie versteht alles. Und kann auch alles mögliche schon zeigen. Beim Vorlesen klopft sie genannte Körperteile bei sich selbst ab. Und wir können sie auch auch schicken irgendetwas zu holen oder weg zu bringen. Handtücher um Pfützen weg zu wischen (macht sie gerne extra) oder Windeln in den Müll werfen. Oder so. 

Ruft sie die Geschwister, kommt etwas was ähnlich klingt wie Hääää-hööööööö, Häää-hööööö, Häääää-höööö. Der Tonfall ist dabei das Entscheidende. Sie ruft auch dreimal Für jedes Geschwister einmal. 😀

Wenn sie jemandem winken und Hallo zurufen möchte, drehte sie das kleine Händchen und macht Heeehoooo.

Hundegebell, Katzenlaute und Vogelgezwitscher macht sie differenzierter. wauwau, ii-auuuu und pab-pab

Ihr liebstes richtiges Wort ist Papa.

Bei Verärgerung macht sie: Eeeeh-meee-meee-meeee-meeeee.

Mama, k a n n sie auch, wenn sie will. Ich fand heraus, dass Meeemeee auch Mama heißen soll. Das gibt dem Eeeeh-meee-meee-mee-mee natürlich nochmal eine zusätzliche Bedeutung.

Wenn sie sich freut, ruft sie: Au-jiaaaaa

und  Au-iii au-iiii au-iiiii.

Und ein Ja ist ein geflüstertes Ja mit ganz rauer Stimme und mit heftigem Kopfnicken dazu. 

Ein nein ist ein mmmmhmmmmh im Tonfall wie nein-nein und dazu schüttelt sie mit geschlossenen Augen und gehobenen Augenbrauen den Kopf.

Wenn sie etwas wissen will oder uns etwas zeigen, dann macht sie mmmmmh-mmmmh und zeigt drauf oder macht eine greifende Handbewegung. 

Musik liebt sie. Sofort beginnt sie an zu tanzen. Immer. Das ist herzerwärmend und unglaublich schnuckelig. 

Beim Schlafen gibt es erbauliche Neuerungen. Die monatelange Einschlafbegleiterei, welche ja lange Zeit sogar soweit ging, dass ich mit schlafen gehen musste, ist völlig vorbei. Ich brauche mich meistens gar nicht mehr richtig mit hinlegen.

Ich bringe die Hummel ins Bett, kuschel sie ein, sie drückt mich nochmal, dreht sich dann um und dann kann ich gehen. Einfach so. Erst gestern winkte sie mir und „sagte“ mit ihrer mmmmh-mmmmh Art, am Tonfall zu erkennen, Gute Nacht. (Ich sah zu, dass ich schleunigst das Feld räumte. Alleine einschlafwütige Kinder soll man nicht aufhalten.)

 

Ich gehe dann und bringe die Geschwister ins Bett. Die ersten paar Male geschah das alleine Einschlafen der Hummel zufällig, weil ich nochmal zu den Großen ins Bad zum Meckern musste. Die machten da Unsinn. Immer wenn ich zurück zur Hummel kam, schlief sie.

Hin und wieder kommt es vor, dass ein kleiner Nachtschreck erscheint, dann bin ich nochmal zur Stelle. Aber die meiste Zeit schläft das Hummelchen einfach durch bis morgens. Die Nachtruhe beginnt zwischen 19.30 und 20 Uhr und geht dann bis 7 Uhr. Plus minus 30 Minuten.

Am Tag schläft die Hummel weiterhin über Mittag nochmal 1 bis 2 Stündchen draußen im Kinderwagen auf der Terrasse. Bei ganz üblem Wetter kann der Kinderwagen auch schon mal im Haus stehen zum Schlafen. Lieber aber draußen.

Insgesamt ist die Hummel weiterhin überaus gut gelaunt und verschmitzt. Sie klettert zwar überall hoch und auf Tischen sitzt sie bevorzugt. Kaputt macht sie hingegen nicht viel. Eher mal aus Versehen. Sie untersucht interessiert aber nicht grob. Ein „vernünftiges“ Kleinkind sozusagen. 

Nur deshalb ist auf meinem kleinen Arbeitsplätzchen noch alles heile. Meinen kleinen Schreibtisch beklettert das Kind nämlich auch sehr gerne und dreht bevorzugt an den Stellrädern meiner neuen Nähmaschine. Aaaaaah! Der Mann sagte schon, ich bräuchte eigentlich so ne Nische in der ich ne Art Rollade runter lassen könnte, damit die Kinder nicht an alles dran gehen. Das wäre auf jeden Fall gut. Die Großen gehen ja auch immer wieder gern an meine Arbeitsmaterialien oder legen irgendeinen Krempel einfach bei mir ab.

Die Geschwister lieben die Hummel sehr. Täglich bekommt die Hummel im Chor vorgetragen, wie süüüüß sie doch sei. Ganz manchmal nervt sie aber auch. Immer dann wenn die Großen ihre Zimmer aufgeräumt haben und die Hummel da wieder irgendeine Ecke durcheinander bringt.

Bemerkenswert ist, dass nicht etwa die Großen eifersüchtig auf die Kleine reagieren. Die Kleine aber eifersüchtig ist, wenn die Großen mit uns Eltern kuscheln. 😀 Die Hummel schiebt dann an den Geschwistern eeeemeeemeeee– meckernd rum, damit sie von uns lassen. Wir machen dann immer schnell „Gruppenkuscheln“, dann geht es wieder. 

Und so vergeht die Zeit. Mit Corona. Das Kleinkind wächst zum Glück im Rudel auf. Ihr scheinen keine anderen Bezugspersonen zu fehlen. Sie weiß ja auch nicht was ihr fehlt. 

Uns Eltern, vornehmlich mir, fehlt hier und da eine Oma, die mal mit dem Hummelchen Bücher anschaut, Fingerspiele macht, Spaziergänge unternimmt oder andere lustige Sachen. Das alles fehlt uns in dieser Coronazeit. Es ist auch sehr schade für die Großeltern und die Hummel. Da konnte noch keine Bindung aufgebaut werden.

  2Comments

  1. Nadine   •  

    Hachz, was für ein anstrengendes, aber auch sehr süßes Alter <3

    Was du in deiner Nische brauchst, ist ein richtiger Sekretär, die ganz alten hatten ja so Rolläden zum Runterziehen… Alternativ und etwas moderner gibt es beim Mobelschweden so Schrank-Schreibtische. Da kann man die Tischplatte hochklappen ;o)

    • Beatrice   •     Author

      Ein etwas größerer Sekretär wäre toll. Tischplatte hochklappen geht bei mir nicht. Da steht zu viel, was da darf auch stehen/liegen muss, weil meine Arbeitsecke zu klein ist. 😅

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