Die Armbruchgeschichte gibt es HIER zu lesen.
Als der Kindergarten versuchte mich zu erreichen, hatte ich ausgerechnet in diesem Moment das Handy in der Tasche im Haus einer Freundin und saß mit eben dieser und zwei Kindern im Garten. Wie das so ist. Ich hab´s nicht gehört. Einmal das Gerät nicht am Leib. Und genau in den 30 Minuten ist Not am Mann.
Egal. Der Herr Papa wurde schließlich erreicht. Der sammelte den Sohn ein und kam aber erstmal nach Hause. Wir wollten den Arm mal beobachten.
Der nächste Morgen kam. Meine Telefonate um alles zu regeln machte ich unter dem Gemaule des Sohnes und Geheule vom Sirenchen.
Da hier ein Monsun-artiges Wetter ausgebrochen war, wollte ich das Auto nehmen. Weder das Fahrrad noch die Bahn hätten uns halbwegs trocken ans Ziel gebracht. Da das Knöpfchen noch schlief und der Herr Papa auch irgendwie malad war, ließ ich die beiden zu Hause zurück.
Ich schloss das Auto auf. Sirenchen, Sohn und Tasche rein. Da fiel mir ein: Telefon vergessen. Wieder ins Haus, Telefon holen, wieder zum Auto. Wo war der Autoschlüssel denn jetzt? Der hatte doch auf dem Sitz gelegen. WO IST DER AUTOSCHLÜSSEL?? fragte ich mich laut und schon etwas gereizt.
Ich stürmte wieder ins Haus. Vielleicht hatte ich ihn da abgelegt, wo das Telefon lag. Nein. Nochmal zum Auto. Die Tasche auf links gedreht. Fluchend. Kein Schlüssel. Ich war zur Hälfte nass geregnet. Das konnte doch nicht sein! Ich wollte wieder ins Haus rennen, da sah ich das Sirenchen grinsen und der Sohn sagte trocken: „Das Sirenchen hat den Schlüssel.“ Schimpfend nahm ich den Schlüssel entgegen und bestieg das Auto.
