Gegessen wird was…

…auf dem Boden liegt.

Das Thema Essen ist für Eltern vor allem kleiner Kinder immer ein großes Thema. Auf mamaontherocks läuft eine Blogparade dazu.

#MissionFood4Kids – wir haben eine Mission, und wir werden sie erfüllen!

Was macht man sich nicht für eine Mühe?! Man kocht selbst und natürlich bio und regional. Und dann verschmäht der Nachwuchs das Essen und stopft sich stattdessen Katzenstreu, Flusen und alte abgenagte Apfelreste in den Mund. Dass die Apfelkitsche von jemand anderem stammt und vielleicht sogar im Sand liegt, ist dabei egal. Mir persönlich kam oft das Würgen. Dem Kind wurde aber nichtmal später schlecht davon.
Überhaupt war lange alles sehr beliebt, was unter dem Tisch lag.
Vor allem beim Sirenchen darf man NICHTS liegen lassen. Sie klaubt sich auch aus der Frischhaltedose altes Gemüse. Also richtig altes Gemüse. Was man so im Kühlschrank gefunden hat und dem Mülleimer zuführen möchte, dann aber feststellt dass die Tüte voll ist, die Dose kurz beiseite stellt um den Müllbeutel zu tauschen und zack….Das Sirenchen isst. 😖
Ich lernte auch, wie wahrscheinlich alle Eltern, dass die Lieblingsspeise von gestern, heute schon die absolute Ekelspeise sein kann. Man steckt nicht drin.

Allerdings lernte ich auch: So manches Mittagessen, welches verschmäht wurde, wurde später am Tag mit großem Appetit verschlungen. Ich lass den Kram jetzt einfach immer abgedeckt stehen. Zu 90% geht das noch weg bis zum Abend.

Kann man Essvorlieben prägen?

Die beiden Großen essen an sich  ganz gut. Da will ich nicht meckern.
Der Mann ist ja der Meinung, dass man die Ernährungsgewohnheiten auch vorlebt. Dem stimme ich bedingt zu. Allerdings esse ich, seit ich denken kann, einen bestimmten Nussnougat-Brotaufstrich in rauen Mengen und dick auf´s Brot. Gern sogar noch mit Butter drunter. Lustigerweise sehen die Kinder das jeden Morgen, verlangen aber immer nach Wurst und Käse oder gar Räucher-Lachs. Da bleibt mehr von dem „gesunden“Zeug für mich😁 und zeigt: Ob süß oder herzhaft, das liegt nicht am Vorleben. Selbst wenn ich sage, im Kindergarten sei der „Süße-Freitag“ wollen sie lieber Wurst auf´s Brot.

Die Jüngste ist derzeit am mäckeligsten. Wenn man sie ließe würde sie sich von Nudeln ohne Soße, Bananen und wieder Nudeln ernähren. Obwohl ich Gemüse viel und sehr gerne esse, muss ich ihr Gemüse mit den Nudeln unterjubeln. Tomatensoße, wenn´s nicht zu viel ist, mag sie. Da püriere ich Zucchini und weichgekochte Möhren dazu. Letztres für eine milde Süße. Das isst sie meistens.
Einfach nur gedünstete Möhren mag sie auch. Ohne was dabei.

 

Wie kommen die Vitamine ins Kind?

Wegen der Zähne wird ja gegen Fruchtsaft gewettert. Da denk ich mir, bevor mein Kind zu wenig Vitamine kriegt, weil es weder Obst noch Gemüse regelmäßig isst, da darf es doch einfach ein schönes Glas Orangensaft trinken. Das geht doch meistens. Und wenn das nicht geht, gibt es Apfelschorle. Bisher ist hier niemand übergewichtig und es hat auch keiner schlechte Zähne davon bekommen.
Und ich glaube auch, dass es in der heutigen Zeit schwierig ist, an Vitaminmangel zu leiden. Selbst in den Gläschen (die ja auch die meisten Kinder mögen) sind noch genug Vitamine enthalten.
Ich hatte lange immer einen Vorrat an Gläschen! Herrlich! Das hat oft Stress und Zeit gespart.
Und für Unterwegs, als wir noch in der Stadt wohnten und tägliche Spielplatzausflüge machten, hatte ich immer ein paar Fruchtriegel im Rucksack. Oder Hirsebällchen. Oder ein paar trockene Brötchen. Und wenn es mich mal überkommen hat, hab ich Obst klein geschnitten mitgenommen (und dann meist selbst gegessen oder an andere Kinder verteilt.) Meine Kinder essen mit Begeisterung das Zeug von anderen Müttern.

 

Ein paar Rezepte

Hier kommen ein paar „Rezepte“ die ich so anwende um gewisse Dinge an die Kinder zu bringen.

Da das Knöpfchen Milchprodukte nicht so sehr mag (nur an Vollmond und ungeraden Tagen isst sie Joghurt oder trinkt Milch) und der Sohn keine Eier, jubel ich ihnen das immer als Eierkuchen unter. DIE gehen auch immer. Was ich da reinrühre lest ihr hier.

Das Problem, dass die Wurst auch gern und oft ohne das dazugehörende Brot gegessen wird umgehe ich, in dem ich mundgerechte Häppchen schneide. (Ich habe da keine große Leidenschaft und finde das ziemlich nervig für drei Kinder die Brote in klitze kleine Häppchen zu säbeln, aber was macht man nicht alles. Ich liebte diese Häppchen als Kind auch.)

Was meine Kinder auch sehr gerne essen, sind Kräuter aus dem Garten. Vieles kann man auch auf einem sonnigen Fensterbrett gut ziehen. Oder auf dem Balkon. Jedenfalls futtern die mir regelmäßig meinen Schnittlauch runter und haben eine Zwiebelfahne bis Dorthinaus. Lustigerweise mögen sie Schnittlauch nicht gehackt über´s Essen gestreut.

Auch empfehlen kann ich Walderdbeeren. Bei uns wuchern die ehrlich wie Unkraut und ab April spätestens Mai hängen da kleine knallrote und zuckersüße Erdbeerchen dran. Bis in den Oktober! Da gehen die Kinder super gerne naschen.
Die sauren Johannisbeeren vernichten sie auch direkt vom Strauch. Mach ich die hingegen in ein Schüsselchen ist nix zu machen. Auch nicht in Pudding-Begleitung oder mit Zucker bestreut. Vom Strauch muss es direkt in den Mund wandern.

 

Ein gesundes Eis-Rezept

Ach, und im Sommer da mache ich „Eis“ aus Joghurt (pur) oder Quark und Früchten.
Da ist Obst und Milch direkt mal abgehakt für den Tag.
Das „Eis“ geht schnell und zwar so:

Tiefkühlbeerenmischung (selbst hergestellt oder gekauft ist egal.) leicht antauen und dann mit dem Pürierstab bearbeiten. Das allein mit etwas Rohrzucker, Agavendicksaft oder Honig abschmecken. Es braucht nicht viel.
Ich fülle das dann in ein kleines Trinkglas. Zuerst kommt etwas Honig auf den Grund, oder Krokant, dann den Quark oder Joghurt rein, obendrauf das „Eis“. Sieht sehr schön aus und schmeckt sehr erfrischend. Man kann auch zum dem Obstgemisch noch Quark oder Joghurt dazu rühren und hat dann halt nicht die 3 Schichten im Glas. Schmeckt auch lecker.

Wenn die Kinder es nicht mögen sollten, darauf spekuliere ich immer vergebens, dann isst man es selbst. Das hält sich auch im Kühlschrank noch eine ganze Weile als „Eis“.

Ich denke, jede Mama hat so ihre Tricks und Kniffe, wie sie das ein oder andere nicht so beliebte Nahrungsmittel verabreicht. Es wird schon keiner an Vitaminmangel leiden in unseren Breitengraden.

Dennoch: Ideen sind auch bei mir immer herzlich willkommen.

Eine super Idee hatte auch Anni vom Marmeladenschuh. Da gab´s Pizza mit Blumenkohlboden. Seht selbst.

  8Comments

  1. Avatar Anni   •  

    Oh du Liebe! Vielen Dank für die Verlinkung! Ich mag dein Blog total gerne ❤

    • Avatar Beatrice   •  

      Bitte gerne! Ich mag deinen Blog ja auch. 😊

  2. Avatar MamaOTR   •  

    Vielen Dank fürs Teilnehmenan der Blogparade. Habe Deinen Beitrag sehr gerne gelesen – und auch geschmunzelt dabei. Das Rezept für das Eis werde ich ausprobieren!
    LG
    Séverine

    • Avatar Beatrice   •  

      Ich hab gern mitgemacht! 🙂

  3. Avatar Nätty   •  

    Ein paar sehr gute Ideen. Das mit dem Eis werde ich wenn es wärmer wird auf jeden Fall ausprobieren 🙂
    Oh, und das mit dem vom Boden essen kenne ich nur zu gut … Also, ich glaube würde ich dem Bilderbuchmädchen ihr essen auf dem Boden servieren, würde sie es ohne zu zögern essen – inklusive der Wollmäuse, die sich daran geklemmt hätten 😉

  4. Avatar Anke   •  

    Kinder sind auch so unlogisch beim Essen, mal abgesehen vom „heute mag ich, morgen nicht“. Meine Kleine hat letztens einen Knaller gebracht: ich wollte Apfelmus machen und habe dafür Äpfel geschält. Meine liebe Tochter wollte daraufhin auch einen Apfel, und zwar bitte ohne Schale.
    Die Schalen, die ich abgeschält habe, habe ich gegessen, weil ich die am leckersten vom Apfel finde. Woraufhin meine Kleine, als sie das sah, mir die Apfelschalen stibitzte und aß. …

    • Avatar Beatrice   •  

      Ich sag dir, diese kleinen Menschlein machen das alles nur um uns zu lehren: Der Spruch „Das haben wir schon immer so gemacht“ hat keine Gültigkeit. Nie. 😀

  5. Pingback: Auswertung der Blogparade #MissionFood4Kids: Kinder holen sich, was sie brauchen – Mama on the rocks

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