Langes Wochenende, Sommerfeeling und entschleunigter Familienalltag

Wir machen uns eigentlich nichts aus Vatertag und Muttertag.

Aber wir hatten ein schönes langes Wochenende und haben, wie alle, das traumhafte Wetter genossen.

Vatertag fing zwar bei uns nicht so gut an, aber nach einem Kaltstart der Ähnlichkeit mit dem HIER beschriebene Moment hatte, wurde es Stückchenweise besser.
Nach einem turbulenten Frühstück packten wir die wahnsinnige Brut ins Auto und fuhren zu den Großeltern zu einem kleinen Familientreffen.
Das war dann entspannt. Die Kinder turnten durch den Garten, es gab Speis und Trank. Wir konnten einfach ganz viel nur so da sitzen und uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.

Einfach nur im Garten sitzen war an diesem Wochenende auch genau das Richtige.
Blauer Himmel, eine stete Brise. Sitzen im lichten Schatten eines Baumes. Pollen tanzen durch die Luft. Gelegentlich schneit es Blütenblätter von Bäumen. Die Vögel zwitschern. Alles ist irgendwie so ruhig. Ich genieße diese sommerliche Stimmung bevor die schwüle Gluthitze des rheinischen Sommers wieder über uns hereinbrechen wird. Letztes Jahr im Juli las ich auf dem Thermometer der Terrasse 58° ab. Windgeschützt und pralle Sonne versteht sich. Das war einfach zuuuuu heiß!

Die friedlichen Nachmittage wurden Samstag Abend noch abgerundet. Zwei von drei Kindern ließen sich nach dem Baden bereitwillig abtrocknen und eincremen und genossen es sogar. Und das Knöpfchen hatte einen Zuneigungsanfall und warf sich immer wieder in meine Arme mit den Worten: „Liiiiba Mammmmaaa!“ Alle Eltern von Zweijährigen wissen, wie niedlich das in der frisch erworbenen Sprache klingt.

Liebe Mama Blog beatrice-confuss
Am Ende kuschelten wir alle.
Dann versuchten wir dem wilden Sirenchen noch gerecht zu werden. Sie verlangt gerade wieder vermehrt nach Aufmerksamkeit und vor allem sportlich muss sie gefordert werden, damit sie ausgeglichen ist. Allerdings gibt es da auch kein Rezept. An Tagen, an denen es nicht möglich ist mehr für sie anzubieten, explodiert sie vor Energie und an Tagen, wo es möglich ist und wir extra FÜR SIE etwas überlegen, ist es nicht gewünscht.
Zweimal steuerten wir ihr zu liebe einen Spielplatz an, denn danach fragt sie ständig.

Gestern steuerten wir mit den Fahrrädern einen Spielplatz unter großen schattigen Bäumen an. Nach 10 Minuten brachen wir auf Wunsch der Kinder wieder auf und fuhren eine Waldstrecke zu einem kleinen Gewässer mit Bootsverleih und Eis.
Nach dem Eis war die Luft raus. Das Sirenchen, welches auch STÄNDIG danach verlangt mit dem Fahrrad zu fahren, wollte nicht mehr fahren. Ich sah sie vor meinem geistigen Auge jedoch am Abend schon wieder unausgelastet die Schlafenszeit hinauszögern. Ich bestand darauf, das sie noch ein Stück weiter führe. Sie fuhr sodann. Immer ein gutes Stückchen voraus. Ich durfte nicht VOR ihr aber auch nicht NEBEN ihr fahren. Sie wollte stets, dass ich hinter ihr führe. So war es denn. Aber sie heulte und kreischte in einer Tour in leidendem Ton: „MAAAAAMAAAAAA! MAAAAMIIIIIIII! Ich kann nicht mehr fahren.!“

Radtour Blog beatrice-confuss

 

Sie hielt aber auch nicht an. Sie fuhr und fuhr und schien Gefallen an ihrem eigenen „Gesang“ zu haben. Wir kamen an einer Familie mit Picknickdecke vorbei. Die Frau sah etwas irritiert dem vorweg radelnden Sirenchen nach und sah dann uns fragend an. Ich rief ihr zu: „ICH BIN DA! DIE GANZE ZEIT!“ und zuckte lachend mit den Schultern. Die Frau lachte nun auch und rief zurück: „Das kennen wir! Da hilft nix!“
Ich freute mich über die kurze Verbundenheit.
Kurz darauf sprang die Fahradrette vom Sirenchen ab. Sie war damit erlöst und nahm dankbar im Lastenrad neben dem Knöpfchen platz.
Angenehm war, an dem Abend schliefen alle drei Kinder sofort und wie Steine, bis die Astronomiestunde kam.

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