Mit drei Kindern allein im Schwimmbad- Es haben alle überlebt

Ich hab’s getan. Ich war mit meinen drei Kindern alleine schwimmen. Und wir haben überlebt! Alle! 😀 

Lange lange laaaange Zeit habe ich das nicht gewagt, weil es mir alleine mit drei Kleinkindern zu heikel war. Und lange laaange waren wir auch als Familie nicht schwimmen, weil immer eines der Kleinkinder einen Infekt hatte oder es einfach bequemer war im Planschbecken im Garten zu sein.

Es ist einfach eine heikle Sache mit dem Wasser. Und deshalb sind meine Kinder wohl auch spät dran mit dem Schwimmen. Einen Schwimmkurs im heimischen Hallenbad wollen sie nicht besuchen. Es ist ihnen zu trubelig. Und ich kann sie sehr gut verstehen.

Glücklicherweise machten die Großen im Winter in der Mutter-Kind-Kur in einer kleinen überschaubaren Gruppe ihr Seepferdchen. Dennoch sind sie dadurch keine 100% zuverlässigen Schwimmer. Sie können sich halt über Wasser halten und sich „retten“ wenn sie unerwartet ins Wasser fallen oder mal unter gehen. 

Nun blicken wir aber auf eine paar gesammelte Schwimmbad-Erfahrungen zurück und sowohl die Kinder, als auch ich können die Situationen mittleweile ganz gut einschätzen. Jedenfalls im bekannten Hallenbad.

Unsere persönlichen Baderegeln zur Sicherheit aller Beteiligten lauten stets: 

Keiner geht alleine irgendwo hin und sagt Bescheid, wenn er in ein anderes Becken möchte.

Absolutes Gehorsam, wenn wir Eltern etwas sagen.

Was die Duschsitutation hinterher angeht habe ich aufgegeben. Meine drei Kinder duschen im Schwimmbad nicht richtig oder schreien dabei oder sind hinterher eh wieder angeknüsselt vom Kabinenboden.

Sprich: Geduscht wird später zu Hause.

Da es aber richtig heiß ist aktuell, wollte ich auch gerne eine Abkühlung, die Kinder wollten schon seit Tagen schwimmen gehen und ein bisschen Abwechslung in der Nachmittagsgestaltung bringt Ausgeglichenheit. Damit war die Sache klar.

Meine zusätzlichen Baderegeln für unseren Ausflug lauteten: 

Wir bleiben immer alle zusammen. 

Das Knöpfchen muss die Schwimmflügel dringend anbehalten. (Die will sie nämlich immer ausziehen.)

Die große Wasserrutsche ist Tabu. (Die endet nämlich in recht tiefem Wasser und man muss die Kinder auffangen oder wenigstens beaufsichtigen, dass sie wieder auftauchen oder muss sogar selbst mit rutschen. 3 Kinder und eine Mama….schwierig. Denn meine Kinder wollen ohnehin immer MIT mir rutschen.)

Die Kinder waren mit allen Regeln einverstanden und so steuerten wir unser Schwimmbad „um die Ecke“ an.  Es ist zwar hauptsächlich ein Hallenbad, aber ein sehr Familienfreundliches und da kennen wir uns gut aus. Da war sozusagen auch ein weiterer Stressfaktor ausgeschaltet, nämlich der Sonnenbrand.   Echt, so viel kann man ja gar nicht Nachcremen bei drei Kindern, die nicht aus dem Wasser raus wollen. 

Außerdem war es in der Schwimmhalle auch weniger voll (aber weit davon entfernt leer zu sein), als im Außenbecken. 

Der Sohn schwamm emsig, das Sirenchen übte tauchen. Beide schätzten ihre Kräfte gut ein und hielten sich zwischen Beckenrand und mir auf. Wir gehen gerne in das „Vergnügungsbadbecken“. Da kann ich stehen, die Kinder aber nicht. Das Knöpfchen paddelte neben mir her oder turnte an der breiten Treppe am Beckenrand herum. Es rief ständig eines der Kinder: „Mama, Mama, guck mal!“ Dabei tat ich nichts anderes.

Später wollten sie dann ins Nichtschwimmerbecken, welches tatsächlich ziemlich voll und wegen eines Schwimmkurses auch noch unterteilt war. Ich setzte mich an den Beckenrand und beobachtete die Kinder. 

Netterweise tauchte noch eine bekannte Mama mit ihrer Tochter auf. Wir beobachteten zusammen unsere Kinder und sie verschaffte mir einen stressfreien Toilettengang mit dem Knöpfchen. Sie warf ein Auge auf meine beiden Großen. Bei den Beiden bin ich im Nichtschwimmerbecken zwar mittlerweile recht sorglos. Aber ohne Aufsicht geht es dann doch nicht. Vor allem nicht, wenn es o furchtbar voll ist.

Nach fast zwei Stunden Dauerschwimmen waren alle müde und hungrig und ließen sich ohne Tamtam zum Abmarsch bewegen. Das Sirenchen war dann ein bisschen zickig. Da lag eindeutig eine übergroße Erschöpfung vor und ich beeilte mich alle nach Hause zu schaffen., wo sie mir die Haare vom Kopf futterten. 😀

Die Kinder fanden den Nachmittag toll. Aber ich bin nach sowas so dermaßen müde….

Das Meer belebt mich. Aber ein Schwimmbad saugt mir, trotz Erfrischung, jede Energie ab. 

Sicherlich werden wir das nochmal machen mit einem gewissen Zeitabstand und vielleicht lieber nochmal, wenn es nicht ganz so gut besucht ist.

Die nächsten Tage stehen erst mal andere Vergnügen an.

  2Comments

  1. sabrina barbara   •  

    Wahnsinn, ich habe nur 2 kleine Jungs und kämpfe schon immer hart mit mir, wenn es ans Schwimmbad geht, Freibad finde ich allerdings auch heftiger als ein kleines überschaubares Hallenbad… wie immer, du beeindruckst mich 🙂

    • Beatrice Beatrice   •     Author

      😊 Oh vielen Dank! Man wächst ja ein bisschen mit der Aufgabe. Und ich mache sowas auch nur, wenn ich mir sicher bin, dass die Unternehmung kontrollierbar ist. Je älter die Kinder werden, je besser geht das ja. 🙂
      LG 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.