Kategorien
Erziehung und Realität Es könnte so einfach sein seufz

Zwei von drei Kindern sind krank…und der Trotz hält uns in Atem

Kaum aus dem Kurzurlaub zurück, fieberte das Knöpfchen. Eine wunderbare Kombination so ein Infekt mit derzeit neu aufloderndem Autonomiegefühl.

Gestern nachmittag fand ich dann auch noch ein kreidebleiches und tendenziell warmes Sirenchen im Kindergarten vor. Einmal anfassen reicht als Mama ja schon, dann weiß man, welch Stündlein einem geschlagen hat. Der Sohn jedoch war und ist noch fit.

Ich fuhr das nölige Knöpfchen, den fidelen Sohn und das bibbernde und heulende Sirenchen nach Hause. Das Sirenchen wehklagte über Kopfschmerzen und Kältegefühl. Das Knöpfchen stieg alsbald ein in das Wehklagen. Ich versuchte die Kinder zu beruhigen und zu trösten. Draußen strahlte das schönste Herbstwetter. Eigentlich wären wir auf einem Spielplatz verabredet gewesen. So saßen wir da. Vor allem der Sohn tat mir leid. Er langweilte sich. Das sind die Momente, die ich furchtbar finde. Drei Kinder, drei Bedürfnisse (meines steht dann sowieso hinten an) und ich mit ihnen alleine.

Kategorien
...und was es sonst noch gibt Ausflüge und Unternehmungen im Rheinland

Wochenendtrip in die Eifel

Wir waren mal wieder unterwegs. Pünktlich zum Wetterumschwung. Von 30 Grad Plus, gerade dran gewöhnt, ins kühle Herbstwetter in die Eifel.

Letzten Freitag bis Sonntag trafen wir uns zu 5 Familien (9 Erwachsene (eine Mama fehlte leider) und 12 Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren) auf einem Bauernhof in der Eifel. Der Ferienhof Jansen war zum zweiten Mal unser Ziel.
Eine Kindertruppe, die sich besser nicht verstehen könnte. Streit gibt es wirklich nie. Wir sind davon angenehm überrascht jedes Mal. Gute Vorraussetzungen also um gemeinsam zu verreisen.

Der Ferienhof Jansen hat eine große Gemeinschaftswohnung in der 17 Betten in 4 Räumen zur Verfügung stehen. Eine Familie nahm sich noch eine separate kleine Wohnung.

Die Wohnungen sind neu renoviert und eingerichtet, sehr sauber und mit allem Nötigen ausgestattet.

Dennoch reist man natürlich mit allerlei Zeug an. Ich packte den ganzen Freitag Vormittag. Eigentlich wollten wir die Kinder um 12 am Kindergarten abholen und direkt weiter fahren. Jedoch sah ich um 11:50 einen Berg Taschen und Krempel im Flur stehen und entschied, die Kinder mit dem Fahrrad abzuholen und dann in Ruhe das Auto zu beladen. Das alles ins Auto zu packen und noch pünktlich zu kommen, hätten wir selbst zu zweit nicht geschafft. Ich kenne uns nämlich. Unter Stress streiten wir bei jeder Abreise. Und es war in Köln noch ziemlich schwül und warm.

Die Autofahrt in die Eifel überraschte mich mit Reiseübelkeit. Ich hatte es ganz vergessen. Während man mich früher noch im Kopfstand und Rückwärts auf jede Achterbahn hätte stecken können, kann ich als Beifahrer seit ein paar Jahren Berg-Auf -und -Ab-Fahrten mit vielen Kurven garnicht mehr haben. Auf dem Bauernhof angekommen musste ich mich erstmal sammeln. Die vergleichsweise kalte Eifelluft verlangte sogar nach einer Jacke, half haben gegen die Übelkeit.

Kategorien
Erziehung und Realität

Die Sache mit dem Naschwerk

Muss es denn eigentlich immer Süßigkeiten geben? Überall? Immer?

Ich würde mich nicht dogmatisch nennen. Meine Kinder dürfen ein süßes Frühstück essen. Allerdings wollen sie meistens viel lieber Wurst!
Ich mache auch gerne Pfannkuchen mit Honig oder Milchreis. Ich gebe zu nicht ganz uneigennützig.😁

Insgesamt würde ich sagen, haben wir einen lockeren Umgang mit Naschwerk. Das einzige, was ich allerdings kaufe, ist tatsächlich Nussnougatcreme (hauptsächlich zu meinem eigenen Vergnügen) und Kekse (hauptsächlich zu meinem eigenen Vergnügen, heimlich in mich hinein gefuttert wenn keiner hinguckt, so zum Kaffee.) Backwaren und Speiseeis. Letzteres kann man aber auch prima zuckerfrei aus gefrorenem Obst machen. Das mögen die Kinder auch! Und zwar mit Wunsch nach Nachschlag!
Die gängigen Süßigkeiten-Regale in Supermärkten lockten mich noch nie sonderlich. Mittlerweile wird mir sogar eher schlecht bei der Menge, die da Pfeil geboten wird. Lustigerweise kann ich meisten auch mit den Kindern ohne Murren durch diese Regale laufen.
Die Riegel, Bonbons, Fruchtgummies etc finden ihren Weg von ganz alleine in unser Haus. Im Rheinland wird man ja leider an Karneval überschüttet mit „Leckerreien“. Die Menge würde für zwei Jahre täglichen Zuckergenuss reichen! Diese Kamellewerferei war mir als Kind schon zu viel. Man maß sich zwar daran, wer wieviele Tüten voll nach Hause getragen hatte, aber gegessen hat man es dann doch nicht. Man sortiert das Beste heraus und der Rest fliegt auf den Müll. Und das sind gut und gerne 80% von dem ganzen Kram. Weniger wäre mehr. Wer braucht den Mist? Man lässt es aber auch nicht auf der Straße rumliegen und platt fahren.
Das andere Zeug kommt dann an den einschlägigen Feiertagen wie Ostern, Weihnachten und Co. Da habe ich schon an alle Verwandten die Losung ausgeteilt, nicht für jedes Kind einen 5 Kilo Süßigkeitenteller zu machen UND noch eine Tüte zum Nachfüllen dazu. Sondern einen schönen Teller für alle. Reicht! Auf allen Kindergeburtstagen gibt es auch Kuchen und Süßigkeiten satt. Das ist ok. Das soll ja so sein.
Besucher bringen aber ebenfalls gerne mal etwas zum Naschen für die Kinder mit. Und liebe Besucher, seid mir nicht böse, wenn ich kann, konfisziere ich diesen Süßkram und esse das Meiste davon selbst, damit die Kinder es nicht alles essen! Manchmal schmeiße ich auch was weg. Ja, das ist die Wahrheit. Ich schmeiße ungern etwas weg, aber was zu viel ist, ist zu viel. Die Kinder bekommen genug Süßzeug. Die werden nicht knapp gehalten. Und wenn sie keinen Raffinadezucker bunt eingefärbt sehen, dann essen die sogar richtig richtig gerne OBST!

Was mir zunehmend gehörig nervig auffällt ist, dass es ja kaum noch eine Gelegenheit gibt, bei der Kinder kein Naschwerk zugesteckt bekommen.

Kategorien
...und was es sonst noch gibt Ausflüge und Unternehmungen im Rheinland

Köln- ein Stadtteilfest, gelebte Vielfalt und viele Eindrücke an einem Nachmittag

Am letzten Wochenende waren wir nicht nur im Rheinischen Industriebahnmuseum, sondern Sonntags auch auf auf der sogenannten Schäl Sick unterwegs. (So nennt man gemeinerweise in Köln die vom Dom aus gesehen andere Rheinseite. Dabei hat die sehr viel zu bieten).

Im Stadtteil Mülheim war Mülheimer Tag. Und da sich Freunde dort kulturell engagieren und tolle Sachen auf die Beine stellen, mussten wir einfach hin. An diesem Tag gab es nämlich auch explizit ein Kinderprogramm.

Mülheim liegt direkt am Rhein und ist optisch sehr städtisch, was man an sich von Köln nur von wenigen Ecken sagen kann. Dort gibt es noch viel Altbaubestand und es ist gesellschaftlich gesehen sehr durchwachsen.
In Mülheim liegt auch die Keupstraße, die wahrscheinlich den Meisten ein Begriff ist. (NSU-Anschlag)
So findet man zwischen kulturellem Mischmasch auch alle sozialen Unterschiede.

Unsere Begrüßungsszene, frisch dem Auto entklommen, ging so:
Ein noch relativ junger Mann mit lichtem kurz geschorenem Haar und tätowierten Armen, in schwarz gekleidet, sitzt rauchend auf einer Treppe. Vor ihm steht ein Kinderwagen mit einem schlafenden Baby. Ein zweiter Mann, ebenfalls schwarz gekleidet, auch rauchend, schon etwas älter, spricht zu dem bereits Sitzenden. Er hat die typisch kölsche rauhe Männerstimme. Er sagt: „Da setzt die sisch so hin! So breitbeinig!“ und miemt die Sitzposition der Dame in der Erzählung übertrieben nach. Dann spricht er, unbeeindruckt, dass wir, dass unsere Kinder genau vor ihm stehen weiter: „Da sitzt die da so und man kann voll die Ritze sehen!“ Dabei macht er eine eindeutige Handbewegung, die das Szenario unterstreicht. 😀

Alles klar. Wir sind in der Stadt.

Kategorien
Blumen für...Blogrolle mal anders

Blumen für….

Ich mach mal ne Väterunde.

Und muss gleich mal mit Olaf starten. Olaf schreibt sehr erheiternde Geschichten aus dem Vaterleben auf seinem Blog Papa quatscht... So manche kleine Alltagssituation wird in knackigen Männerhumor gewickelt und trocken präsentiert. Ihr verpasst was, wenn ihr nicht mal rüber hüpft! 

Der Olaf hat einfach den Blog eingestampft, was ich sehr bedauerlich finde. Aber es gibt ja noch andere Papas. Und so setze ich an dieser stelle: Papa Jahre  ein. Da lohnt es sich auch mal zu gucken, wie ich finde.

 

Dann finde ich den Blog Sechs Paar Schuhe noch ganz zauberhaft. Wer ihn nicht schon kennt: Eine 6 köpfige Familie ist auf Weltreise. Tolle Fotos! Tolle Reisen! Tolle Erlebnisse! Schöne Menschen erleben ein großes Abenteuer! Mich packt beim Lesen immer ein bisschen Fernweh. Und Thor schreibt sehr ehrlich, nicht nur über die schönen Seiten der Reise. Hut ab!

Und als Dritten im Bunde möchte ich den Blog Wortinfarkt anführen. Ein Mann, eine Frau, 4 Kinder… und seht selbst! Ich lache immer!