Der Muttertag….ein Tag wie jeder andere. Seien wir ehrlich. Und das wozu er einst gedacht war, ist längst zu Kommerz verkommen. Die Blumenhändler reiben sich die Hände und wer sonst noch so alles auf den Zug aufgesprungen ist auch.
Ich freue mich zwar, wenn die Kinder mir ein Bild gemalt oder mir etwas gebastelt haben. Aber das machen sie auch sonst immer mal wieder, so ganz aus freien Stücken, aus eigenem Antrieb und nach eigener Idee! Ich freue mich dann auch mehr, weil sie sich so freuen und aufgeregt ihre Mühe präsentieren.
Ich habe mich heute natürlich über Gemaltes gefreut, aber noch mehr über einen schönen Kaffee mit perfektem Milchschaum.
Auch brauche ich keinen Muttertag um zu fühlen, dass ich wichtig für meine Kinder bin. Das zeigen sie mir jeden Tag. So soll es auch bleiben. Ich möchte keine terminlich abgespulte und womöglich in Konsumgegenständen ausgedrückte „Liebe“.
Ich erwarte am Muttertag also nichts! Keine Blumen, keine Geschenke, keine ungewohnte Fürsorge. Keine Dankbarkeit. Letzteres erwarte ich von meinen Kindern ohnehin nicht. ICH bin dankbar, dass ich sie ein gutes Stück ihres Lebens begleiten darf. Es ist eine Freude und mein großes Glück.
Allerdings muss ich gestehen, nutzte ich den Muttertag heute um mir eine Sache zu ersparen. Die Familie wollte schwimmen gehen. Ich allerdings mag schwimmen nicht sonderlich gerne. Jedenfalls nicht, wenn man dazu ein schwüles und überfülltes Hallenbad aufsuchen muss. Ich war dann mit dem Argument Muttertag raus aus der Nummer! Danke!
Aufräumen, saugen, Papierkram sortieren, das Babybett mal aus dem Keller holen und die zukünftige Schlafecke nett herrichten. Ich könnte ein paar Sachen flicken, mal in den Sekondhandladen fahren und irgendwas niedliches fürs baldige Baby besorgen, eine Himbeere im Garten einpflanzen, eine zweite Schwangerschaftsleggings kaufen, Wäsche waschen, ein Nähprojekt beginnen, die neuen Kinderzimmer zu ende dekorieren, duschen, Haare waschen, einen richtigen großen Wocheneinkauf machen, die Esszimmerbank neu beziehen, die Spülmaschine einschalten. Es gäbe auch ein paar Aufgaben rund um den Blog.
Außerdem gibt es ein paar mir wichtige Menschen, deren Wohlbefinden mich interessiert und ein paar noch ausstehende Treffen, bisher ohne Termin.
Aber ich will nicht.
Also, ok, ganz so kann man das auch nicht sagen. Ich will ja eigentlich schon. Aber ich fühle mich gerade, als hätte ich einen Marathon gelaufen. Nachts hab ich regelmäßig einen Wadenkrampf und müüüüüde bin ich. Morgens komm ich nicht aus den Federn und überhaupt nur schwer in den Quark. Ich möchte mich kräftig strecken und recken und dann bekomme ich auch nen Wadenkrampf. Das nervt. (Und ja, ich nehm schon Magnesium.)
Abends komm ich nicht ins Bett. Aus einer Mischung aus Trägheit und einem sehr wachen, aber unruhigen Kopf. Und immer diese Kackträume, in denen wirres Zeug passiert, und ich mich im Traum schon frage, was der Mist soll. Die machen mich irre.
Die letzte Nacht träumte ich von Aufzügen, die mich nicht ans Ziel brachten, sondern vom Ziel fern hielten. (Immerhin weiß ich genau, wo da der Hund begraben liegt.)
Und obwohl ich so grummelig bin, habe ich auch Freude in mir. Ich bin bloß geradezu erschöpft, sie zu zeigen.
Ach, seufze ich da. Denke mal kurz nach und zitiere eine Postkarte unbekannten Ursprungs, auf der geschrieben stand: „´Nen Scheiß muss ich!“
Das zweite Schwangerschaftstrimester neigt sich dem Ende.Zeit, um zu Berichten, wie es mir nach dem ersten Trimester erging.
13. SSW
Die Übelkeit kommt weiterhin am Tag. Aber ich bekam den Tipp Akkupressurarmbänder zu tragen, was mir tatsächlich hilft. Vielen, vielen Dank überhaupt für alle Tipps, die ich auf Instagram so bekam!
Ich habe das Akkupressurarmband getestet. Ich habe es mit und ohne versucht. Mit den Bändern geht es mir sehr gut und die Übelkeit „schimmert“ ab und an nur ein bisschen durch. Aber das stört nicht weiter. Ich habe wieder richtig Appetit und esse mit Freude.
Die Müdigkeit hat sich tatsächlich etwas gelegt. Ich komme ohne Mittagsschläfchen und Kaffee gut durch den Tag. Kaffee mag ich gerade auch nicht wirklich. Die ein oder andere Tasse, die ich versucht habe, bekam mir nicht.
Was mich weiterhin nervt sind die Hautunreinheiten im Gesicht.Als sei ich in der Pubertät.
14. SSW
Zu Beginn der 14.Woche bekomme ich heftige Kreislaufprobleme. So heftig, dass ich mich mehrfach schnell auf den Boden lege, damit ich nicht umkippe. Ich rufe meine Eltern zur Hilfe, um den Alltag am Laufen zu halten. Ich bin nicht sicher, ob ich dezent an dem Magen-Darm-Virus knabbere, der nun den Sohn doch richtig erwischt hat. Vielleicht ist alles ein bisschen viel gewesen in den letzten Wochen mit den sich übergebenden Kindern und dem Durchfall. Ich renne nur durchs Haus und putze und wasche, in der Hoffnung es so eindämmen zu können.
Allerdings bin ich ab Ende der 14. Woche von meiner Schwangerschaftsübelkeit befreit. Ganz plötzlich brauche ich keine Akkupressurarmbänder mehr und fühle mich recht fit.
Die letzte Woche ab Ostermontag wurde turbulent und emotional nicht unanstrengend. Um es milde auszudrücken.
Es begann damit, dass wir eine der Omas an Ostermontag ins Krankenhaus einliefern lassen mussten. Noch in dem Glauben, es sei eine eher harmlose Sache, gestaltete sich das Eintreffen des Rettungsdienstes für unser Sirenchen trotzdem zu einem ziemlich aufwühlenden Moment. Sie weinte bitterlich und hatte furchtbare Angst um die Oma. Zum Glück waren es sehr nette Sanitäter und einer bat das Sirenchen ihm doch mal zu helfen. Er müsse die Trage aus dem Rettungswagen holen und jemand müsse die Tür aufhalten. Das Sirenchen folgte ihm an meiner Hand, ganz stolz eine Aufgabe zu haben und beruhigte sich etwas. Sie plapperte dann drauf los und erzählte vom Erste Hilfe Kurs in der Schule neulich. Sie blieb aber nervös und hatte dann viele Fragen an uns Eltern. Warum der Oma so ein Dings an die Finger geklemmt worden sei. Warum die Oma gezittert hätte. Was der „Fernseher“ da für Zahlen und Kurven angezeigt hätte, etc pp. Wir erklärten ihr alles so gut es geht, ohne Dinge zu beschönigen, aber doch so, dass sie keine Angst mehr um die Oma hatte. Naja. Sagen wir, fast keine Angst mehr. Es blieb ein schwelendes Thema.
Die beiden anderen Kinder gingen weniger offenkundig gestresst mit allem um. Sie hatten auch Fragen, der Sohn verstand alles etwas besser und das Knöpfchen überblickt solche Situationen noch nicht in Gänze. Immer wieder aufflammende Gespräche über Kliniken und warum Menschen krank werden, gingen meist vom Sirenchen aus. Der Sohn wollte auch oft einfach gar nichts weiter darüber hören. Es war ihm zu „unbehaglich“.
Es vergingen ein paar Tage in denen wir auf eine Diagnose warten mussten und ich das Sirenchen immer wieder beruhigen musste.
Der Park liegt wunderbar gelegen oberhalb der Weinberge und bietet zu zwei Seiten hin einen tollen Blick auf die Mosel.
Der Park besteht aus verschieden großen Ferienhäusern. Ein Teil der Häuser stammt aus den 90er Jahren und ein Teil wurde in den letzten Jahren komplett erneuert und energieneutral ausgestattet.
Wir waren in einem neuen energieneutralen 10 Personen Haus zusammen mit der Familie grossekoepfe untergebracht und konnten so das Platzangebot und den Komfort auf Herz und Nieren prüfen. Wir waren zusammen 4 Erwachse und 6 Kinder zwischen 2 und 12 Jahren.
Die Familie familiert war ebenfalls angereist und bewohnte unweit von uns ein kleineres nicht minder modernes Ferienhaus mit ihren zwei Kindern und dem Familienhund.
Ankunft und 1. Tag
Bei der Anreise meldet man sich zunächst an der Rezeption, die zentral im Park gelegen ist. Dort findet man auch ein Bistro, einen kleinen Shop, der alltägliche Dinge verkauft, eine tolle Vinothek mit feinen Moselweinen, einen attraktiven Spielplatz mit Sonnenterasse und toller Aussicht über das Moseltal sowie den Bollo-Club für Kinder und ein kleines Gehege mit Ziegen und eine Voliere mit Sittichen. Ach, und eine kleine aber feine Schwimmhalle.
Der Spielplatz
Sowohl das Wetter, als auch der Park hießen uns von der besten Seite willkommen. Freundlich und geduldig wurden wir begrüßt und uns alle ersten Informationen gegeben.
Wir konnten die Familie grossenkoepfe direkt in unserem Haus begrüßen. Sie waren vor uns eingetroffen, trotz deutlich weiterer Anreise.
Klickt gern auf den folgenden Link, da findet ihr Bilder unserer Unterkunft ohne Gepäck.
Zusätzlich gab es 3 Bäder, eines davon mit Sauna, und 2 Gästetoiletten.
Die Zimmeraufteilung war schnell erledigt. Die gleichaltrigen Jungs unserer beider Familien verstanden sich auf Anhieb ohne viele Worte und wollten sich ein Zimmer teilen. Unsere Befürchtung, sie könnten abends aufdrehen und nicht zur Ruhe finden, war völlig unbegründet. Besonders ulkig war, dass sie 3 Tage lang immer ihre gegenseitigen Namen vergaßen. 😀 „Namen sind halt Schall und Rauch“ und echte Kerle kommen auch so klar. ;-D Schade, dass uns so viele Kilometer im Alltag trennen.
Der großzügige Wohn- und Essbereich verschaffte genug Raum zum Essen, Spielen und auf dem Sofa entspannen. Es kam uns keine einzige Minute beengt vor.
Nachdem wir uns grob eingerichtet hatten, fuhr der Mann zum Einkaufen und der Rest der Mannschaft steuerte den zentralen Spielplatz an. Dort konnten wir Erwachsenen in der Sonne sitzen und die Kinder probierten alle Spielgeräte aus, beschnupperten sich weiter und knüpften darüber hinaus auch Kontakt zu anderen Kindern.
Abends aßen wir gemeinsam am großen Esstisch. Die Küche bietet alles was man zum Kochen für viele Leute braucht. Lediglich etwas mehr Stauraum für Lebensmittel wäre angenehm gewesen. Aber wir kamen zurecht. Etwas später als üblich, brachten wir die Kinder zu Bett.
Alle schliefen sehr gut. Die Betten waren wirklich sehr bequem!
2. Tag
Am nächsten Morgen trafen wir uns mit der Familie familiert zum Frühstück im sonnigen und schön gestalteten Bistro.
Die Kinder hatten kaum Zeit zum Essen, da draußen der Spielplatz lockte. Da man den Spielplatz aus dem Bistro im Blick hatte, konnten wir Eltern mehr oder weniger in Ruhe weiter frühstücken.
Den Vormittag verbrachten wir gemütlich und mittags gingen die Männer mit den Jungs und dem Sirenchen schwimmen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erkundeten wir die nähere Umgebung des Parks. Wir spazierten zur Ruine der alten Festung des Mont Royal und genossen einen tollen Blick ins Moseltal.
Ausblick auf eine ander Burg
Auf dem Weg zu kleinen Abenteuern.Ob es hier spukt????
Nicht weit von der Ruine entdeckten wir dann einen Hochseilgarten, den das Sirenchen, als auch einevonachzigmillionen unbedingt und sehr nachvollziehbar ausprobieren wollten. Das planten wir aber für einen anderen Tag.
Später am Nachmittag trafen wir Bloggermamas uns mit dem Park Manager Herrn Jorczyk.
Er führte uns durch den Park und erzählte uns von verschiedenen anstehenden Modernisierungsplänen in nächster Zeit. So wird der kleine Sportplatz hinter der Schwimmhalle umgestaltet und der Minigolfplatz neben der Rezeption soll auf ein größeres Terrain im Park verteilt werden. Das Haus des Landal Maskottchens Bollo, wird auch noch umziehen.
Wir erfuhren außerdem, dass man in der Vinothek nicht nur tolle Weine kaufen und verköstigen kann, sondern sie auch für schöne Weinabende mit leckerem Essen in geschlossener Runde buchen kann. Ein Winzer stellt dazu die Weine vor. Dieses Angebot gilt übrigens auch für nicht Parkgäste.
Die Vinothek
Im Bistro selbst kann man sowohl als Parkgast, als auch von außerhalb kommend Kindergeburtstage buchen.
Leider zogen dann Regenwolken auf und der Tag endete etwas grau, aber nicht minder entspannt, als der erste.
Abends gingen die Kinder fast zu ihren gewohnten Zeiten schlafen und wir Eltern genossen Erwachsenenzeit und aßen nochmal in Ruhe ohne Kinder und genossen ein Glas guten Moselwein.
3 Tag
Am dritten Tag trafen wir uns wieder zum Frühstück im Bistro.
Da die Kinder stets schnell auf den Spielplatz entfleuchten, verlief der Vormittag wieder gemütlich. Wir entschieden am Nachmittag das Städtchen Bernkastel-Kues zu besuchen.
Die Kinder waren weniger angetan und wollten viel lieber im Landalpark bleiben, wo sie sich mehr oder weniger frei bewegen konnten.
Aber wir konnten sie mit Eis doch zu einem Ausflug locken. 😉
Die Zeit bis zum Aufbruch geleitete ich das Knöpfchen aber noch ein Stündchen in den Bollo- Club zum Basteln und Malen. Sie wollte Bollo einen Brief schreiben, den sie später auch in seinen Briefkasten warf. Nun wartet sie gespannt auf Post von Bollo.
Der Bollo-Club. Wir waren die Ersten an diesem Tag.
Post für Bollo
Bernkastel-Kues ist ein niedliches Weinstädchen direkt an der Mosel gelegen. Wegen der etwas lauffaulen Kinderschar und einem schnell fortschreitenden Zeitfenster bewegten wir uns in kleinem Radius durch das Zentrum des hübschen Städtchens.
Das wahrscheinlich meist fotografierte Häuschen in Bernkastel- Kues.
Auf dem Rückweg steuerte wir nochmal einen Supermarkt an, um Nachschub für die hungrigen Mäuler zu besorgen und begonnen unser schnell und eingespieltes Abendprogramm. Danach befeuerten die Männer den kleinen Kamin im Wohnzimmer und es wurde sehr gemütlich.
4. Tag
Am vierten Tag verwöhnte uns wieder die Sonne. Am Vormittags wollten aber alle Kinder nochmal zusammen den Bollo-Club besuchen. In der Schminkecke wurde mit Begeisterung geschminkt.
Die kleinen Mädchen malten und die Jungs probierten sich mit Konsti von grosseköpfe zusammen durch das Angebot der Spiele, die man im übrigen auch ausleihen konnte.
Mittags beaufsichtige der Mann dann das Knöpfchen, die wegen ihres Gipsarms nicht schwimmen gehen konnte und alle anderen plantschten eine Runde durch die Schwimmhalle.
Nach einer ausgedehnten Mittagsruhe brach Alu dann mit einevonachzigmillionen und dem Sirenchen auf zum Kletterpark. Die Jungs wollten nicht klettern und die kleinen Mädchen waren einfach noch zu klein. Der Mann fuhr nochmal zum Einkaufen (das macht er echt gern) und machte auf dem Rückweg Fotos vom Hochseilgarten und den kletternden Mädels.
Alu von Grosseköpfe delegiert die Mädchen souverän durch den Hochseilgarten.
Konsti von grosseköpfe und ich geleiteten die restliche Kinderschar zum Spielplatz. Dort gab es für uns Kuchen und Getränke. Die Jungs sprangen auf dem aufblasbaren Hüpfkissen herum und die kleinen Mädchen spielten einträchtig mit Sand und Wasser.
Den letzten Abend ließen wir wieder mit einem Feuer im Kamin ausklingen.
Vor dem Haus war Platz zum gemeinsamen Spielen.
Ich muss gestehen, dass ich gern etwas mehr von der tollen Umgebung erkundet hätte. Die Familie familiert hat das tatsächlich geschafft und ich werde ihren Reisebericht hier verlinken, sobald er online ist. Aber wie das mit Kindern so ist, haben die kleinen Räuber oft einen eigenen Kopf und machen einfach anders Urlaub als Erwachsene. Die Kinder genügten sich einfach selbst. Freie Zeit und freies Spiel. Und Endeffekt war es dann auch für uns Erwachsene entspannt. Ich fühlte mich jedenfalls nach den paar Tagen aufgetankt und erholt.
Und die Kinder haben es auch sehr genossen fast komplett Autofrei draußen spielen zu können.
Wer also mit Kindern verreisen möchte, hat in einem Landal Park auf jeden Fall die passende Infrastruktur, um maximal stressfrei Urlaub zu machen.
Wer mehr lesen und sehen möchte, kann auch bei Kerstin von tagaustagein mal reinschauen. Sie war über die Karnevalstage im gleichen Park.