Hört das denn nie auf?

Jetzt doktorn wir hier seit kurz vor Weihnachten mit Magen-Darm-Infekten herum. Es ist zum verrückt werden. Angefangen hatten die Mädchen. Dann schien kurz alles wieder in geordneten Bahnen zu laufen. Dann fing das Knöpfchen wieder an. Eine ganze Woche war sie zu Hause und zu letzt sehr unleidig, wegen der von mir verordneten Schonkost. Mal davon abgesehen, dass sie ansonsten fit war und gerne in die KiTa gegangen wäre.

Kaum atmete ich auf, da es nun überstanden schien, klagte der Sohn am Samstag nachmittag über Bauchschmerzen. Ich hoffte inständig, es möge nur Luft im Bauch sein. Aber leider nein. 

Er übergab sich mehrfach und krümmte sich die halbe Nacht vor Bauchweh. Sehr unschön.

Am Sonntag erwachte das Kinderzimmer ungewohnt früh, alle fühlten sich trotz unruhiger Nacht erfreulich fit.

Nach dem Frühstück entfloh ich für eine gute Stunde den 4 Wänden. Wenn ich zu viele Wochen nicht wirklich aus dem Haus komme, dann dreh ich fast durch. Ich nutzte das schöne Wetter, überließ dem Mann das Kommando und machte eine Runde um den Weiher. Ich hatte keine Lust die gesunden Familienmitglieder langatmig und stundenlang zu überreden doch auch eine Runde mit raus zu kommen. Meine Runde machte ich ein bisschen lahm. Die Mutterbänder zwackten, ich bin weiterhin kurzatmig und Seitenstechen bekam ich auch. 😀 Ansonsten war es aber sehr wohltuend.

Da es dem Sohn im Laufe des Sonntages gut ging und keine weiteren Auffälligkeiten auftraten, wagte ich zu hoffen, dass Montags doch alles seinen ganz gewöhnlichen Gang gehen könnte. Es sollte zudem heute vormittag im Kindergarten einen Mama-Kind-Termin in der KiTaturnhalle geben. Da hatten das Knöpfchen und ich uns schon drauf gefreut.

Naja. Es kam dann anders.

Pünktlich zum Beginn der Mondfinsternis weckte mich das Knöpfchen mit den Worten: „Mama, ich muss kotzen!“ und rannte schon ins Bad, um sich versiert über die Toilette zu beugen und zu spucken. Es kam allerdings wirklich nur ein bisschen Galle und ansonsten Magensäure. Das Abendbrot war definitiv komplett verdaut.

Sie setzte sich dann auf den Boden an die Badewanne gelehnt und spuckte nochmal in einen Eimer. Dabei hatte sie fürchterlichen Schüttelfrost. Ich hielt sie kurz und als es vorbei war, brachte ich sie wieder ins Bett. Zur Sicherheit ein Handtuch aufs Kopfkissen und den Eimer neben das Bett. Sie fühlte sich ok. Ich sah mir dann einfach die Mondfinsternis an. Wo ich schon mal wach war.

Die Geschwister wurden wach, als sich das Knöpfchen ein weiteres Mal geräuschvoll in den Eimer übergab. Wieder war es “nur“ Magensäure. 

Das Köpfchen rollte sich wieder in ihr Bett und meinte, es ginge ihr gut. 

Der Sohn meinte, er hätte wieder etwas Bauchweh. Aber alle waren wach. Die Kinder konnten so auch noch ein bisschen Mondfinsternis bestaunen.

Ich entschied also beide Kinder zu Hause zu behalten und nochmal zu beobachten. Das Sirenchen schickte ich mit dem Auftrag zur Schule, der Lehrerin vom Sohn Bescheid zu geben.

Ich sorgte mich zunächst ums Knöpfchen. Allerdings sprang sie munter auf und wollte dringend frühstücken. Der Sohn, als auch das Knöpfchen vertilgten mit großem Appetit mehrere Zwiebacke mit Honig und tranken Tee. Beide fühlen sich bisher ok. Das Mittagessen vertrugen sie auch. Wobei es extra fettarm zubereiteter Kartoffelbrei war.

mmmmh

Wegen des Knöpfchens überlegte ich heute morgen, ob ich den Kinderarzt anrufe.

Da sie allerdings sehr munter ist und riesen Appetit hat, würde ich sagen, ihr Magen ist etwas durcheinander auf Grund der einwöchigen Schonkost. Und gestern Abend aß sie das erste mal zwei dicke Fleischwurstbrote. Das fällt definitiv aus der Schonkost heraus und sehr wahrscheinlich führte das ungewohnt fettige Essen zu einer größeren Menge Magensäure. Das erinnert mich an das acetonämische Erbrechen, welches das Sirenchen einst ereilte. 

 Ich beobachte nochmal. 

Immerhin scheint die Sonne. Wenn auch unter eisigen Voraussetzungen. 🙂 Die beiden „Kranken“ und ihre Schwester erforschen nun die „Wintersteine“ im Garten. Damit ist Eis gemeint, welches sich in diversen Eimerchen und Schüsseln im Garten finden lässt. Besonderer Anreiz ist das dicke Eis in der Zinkwanne zu brechen. Ein Hammer wurde schon zerstört dabei. 😀

 

Und mir fällt ein, dass die Frühschwangerschaften (bis auf die erste) immer unter extra Belastungsproben standen. Beim Sirenchen hatte ich selbst heftig Magen-Darm. Und als ich mit dem Knöpfchen schwanger war, gab es auch Umstände, die man dann eigentlich nicht braucht. Hab ich HIER mal aufgeschrieben.

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