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Mama Error

Als ich mich wieder einmal zur Hausfrau des Jahres qualifizierte

oder sich bewies: Multitasking geht bei mir schlecht.

Vor einiger Zeit…. Ein sonniger Freitag voller Tatendrang schickte sich an.
Wir waren in Schwung.
Der Mann hatte frei und begann am Nachmittag im Garten zu werkeln. Es wurde ein Sichtschutzaun gebaut. Natürlich selbst, versteht sich. Der Mann. Der alte Handwerker-Profi.

Es war ein schöner, aber warmer Tag. Der Mann schwitzte und ich lief zwischen Kindern und ihm hin und her. Mama dies, Beatrice das. Die Waschmaschine lief auch in einer Tour. Obgleich ich in Schwung war, kam ich mir ein bisschen vor wie Aschenbrödel.

Irgendwann am Nachmittag, nachdem ich schon 8 Stunden durch gerödelt und davon gerade mal 15 Minuten Pause gemacht hatte, räumte ich die Waschmaschine aus und wollte noch schnell schnell die Hemden vom Mann waschen. Eigentlich war ich auf der mir aufgetragenen Suche nach seinem Akkuschrauberladegerät und dem Ersatzakku, damit die Fertigstellung des begonnenen Zauns voran schritte.

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...und was es sonst noch gibt Mama Error

Familienzeit – bewusst unterwegs in der Kernfamilie

Ich bin gesellig. Ich mag Menschen.
Ich mag es unterwegs zu sein. Auch mit meinen Kindern und auch mit anderen Familien zusammen.

Doch erst am Freitag habe ich mal wieder gedacht, wie schön es für mich und die Kinder ist, auch mal „alleine“ unterwegs zu sein. Das geht mir (und ich habe das Gefühl auch den Kindern immer so), wenn wir in unbekannter Umgebung unterwegs sind. Da bin ich so beschäftigt mit der Orientierung, dem Überblicken der Situation und Beobachten.
Am Freitag besuchten wir die Oma in Aachen. Da es ein paar Dinge zu erledigen gab, blieben die Kinder und ich irgendwann an einem Spielplatz zurück, während der Mann und die Oma noch weiter zogen.
Es gab eine tolle richtig lange Rutsche in einem Park mitten in der Stadt. Ich setzte mich auf eine Bank und die Kinder erklommen unermüdlich den Berg und rutschten laut quietschend. Eine Stunde waren wir dort. Ich saß EINE Stunde auf der Bank und beobachtete die Drei. Das Sirenchen rief mir immer zu: „Mama, bist du bereit?“, drückte ein paar imaginäre Knöpfe an der Rutsche, die sie dann los katapultierten. Der Sohn nahm sich dem Köpfchen an und rutschte mit ihr gemeinsam. Alleine traute sie sich nicht. Es wurde mir nicht langweilig die Drei zu beobachten. Und sie genossen meine 100%tige Aufmerksamkeit. Wir fanden das alle 4 sehr schön.

Es gibt generell Unternehmungen, die mache ich ganz bewusst so geplant mit meinen Kindern allein. Egal ob nun mit Papa-Begleitung oder nicht. Mit Papa-Begleitung ist es natürlich am schönsten!

Man könnte meinen, es sei immer netter zu mehreren Familien unterwegs zu sein, weil man dann nicht ganz alleine auf die Kinder aufpassen muss. Oder die Kinder mit den anderen Kindern automatisch beschäftigt sind. Das stimmt auch. So generell.

Aber ein paar Beispiele gibt es, da wird es „unter-uns“ bewusster erlebt. Das sind immer besondere Dinge und vor allem, wie schon gesagt, in unbekannter Umgebung.

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Lustig

Das Kind hat Eine neben sich stehen

Das Knöpfchen sitzt  auf der Schaukel. Da hat sie sich unangekündigt alleine hinbewegt und drauf gesetzt. Ich sitze ein guuuutes Stück entfernt und habe es erstmal nicht mitbekommen. Als ich sie sehe, kann ich mir denken, dass sie mich gleich ruft. Aber sie ruft nicht. Sie SCHREIT und KREISCHT auf der Schaukel so schrill los, dass ich sie nicht verstehen kann. Man könnte meinen, es hätte sie etwas gestochen. Das macht sie neuerdings gerne mal. Ich mag das nicht. Sie kann sehr gut sprechen, sie muss nicht mehr schreien. Also reagiere ich nicht.

Nach kurzer Zeit hört sie dann auf zu Krakelen. Ich gehe hin.
„Na, Knöpfchen, was ist los?“

„Du sollst mis AN-SCHAU-KELN!“ ( Sie hat die niedliche Angewohnheit einzelne Silben und kurze Wörter abgehackt zu sprechen.)

„Das habe ich eben gar nicht richtig verstanden, weil du so wütend gekreischt hast!“ sage ich.

Da mischt sich ein nur wenig älterer uns bisher unbekannter Junge auf der Nebenschaukel ein.
„Ja, man muss das normal sprechen. Dann verstehen Mamas das besser!“

„Ja, genau“, sage ich nickend: „ So ist das!“ und muss mir ein herzliches Lachen verkneifen.

Das Knöpfchen blickt den Jungen und mich abwechselnd etwas misstrauisch an und sagt dann:

„Is ha-be ab-ba ganist gesrie-hän! Das war das annere Mädchen! Meine Freundin! Die haißt Luzie!“

„Deine Freundin Luzie hat so gekreischt?“ (Ich schmunzel in mich hinein. Ich sehe niemanden, der so heißen könnte.) 😀

„Ja-a! Is srei ja nist! Is ruf dich nur! So: Maamaaa, kannst duuu miiiis aaaan-saukeln?“ (erklingt es lieblich.)

 

Luzie.

Soso.

😉

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Garten

Sommer im März- Der Garten startet durch

Wer schon von Anfang an bei mir mit liest, der weiß, dass ich was für Gärten übrig habe. Ich bin gerne draußen und buddel in der Erde. In den Studentenjahren musste ich ohne Garten und meist nur mit spärlich besonnten Balkonen Vorlieb nehmen. Deshalb freute ich mich um so mehr auf einen Garten, der auch volle Sonne hat, um in einem blühenden Farbenmeer zu sitzen.

Tja, das mit dem Farbenmeer lässt sich weniger schnell und leicht umsetzen, als ich dachte. Da ich nämlich auch auf möglichst naturnahe Gärten und/oder Bauerngärten stehe, habe ich mit Wiederständen zu kämpfen. Ich begann im ersten Jahr bei Null und legte den Garten neu an. Dabei lernte ich „Unkraut“ der gemeinsten Sorte kennen. Quecke und Giersch und Zaunwinden. Ein paar sehr giftige Kandidaten waren auch darunter (Tollkirsche.)

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Erziehung und Realität Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)

Wieder auf Kurs

Unser Wirbelwind (das Sirenchen) bereitete mir in den letzten Wochen etwas Kopfzerbrechen.

Schon eine Weile meinte sie, sie wolle nicht in den Kindergarten. Allerdings ohne Nachdruck. Und da ich stets ein fröhliches Kind abholte, schenkte ich dem Gesagten keine größere Bedeutung. Dann wurde sie krank. Sie war ziemlich erkältet und hatte eine dicke Ohrenentzündung. Sie blieb zwei Wochen zu Hause, um wirklich wieder fit zu sein. Es war eine schöne Zeit. Wir hatten viel und vor allem eine friedliche Zeit miteinander. Etwas, was ihr sehr gut tat und sich mit meinem Gefühl deckte, dass sie Zeit und Nähe mit mir braucht. Jedoch brauchte sie auch VIIIIIEL Zeit. Man wird sozusagen inhalliert und muss sich seine Zeit „erkämpfen“.

Ich habe HIER neulich darüber geschrieben, was sich in der letzten Zeit außerdem noch dazu gesellte. Es hängt alles irgendwie miteinander zusammen. Der Sohn hatte geäußert, dass niemand mit dem Sirenchen spielt und sie hatte das auch schon ein paar mal angedeutet.

Nun hat mich der Gedanke, dass niemand mit dem Sirenchen spielen möchte, beschäftigt. Es tat mir so leid. Gleichzeitig wollte ich darauf vermehrt achten. Ich bekam Zweifel an der 100% Korrektheit dieser Aussagen, denn wenn die anderen Kinder das Sirenchen beim Abholen sahen, riefen sie alle nach ihr und winkten.

Ich nahm mir das Sirenchen mal zu Seite und befragte sie dazu.