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Erste große Reise mit 4 Kindern-Teil 2

Da kamen wir also in der Toskana an und purzelten veschwitzt und verstrubbelt aus dem Auto. Zwei, drei leere Flaschen, eine  Brotdose und ein Kinderschuh fielen beim Öffnen der Tür auch noch hinterher. Ein gepflegter älterer Italiener empfing uns freundlich in einem Mischmasch aus Englisch und Italienisch, zeigte uns alles und signalisierte Kinderfreundlichkeit. Er hatte selbst zwei Enkelkinder. Zwei Flaschen Wein und kaltes Wasser standen auch für uns zur Begrüßung bereit. 

Das Grundstück war riesig mit Olivenhainen, einer Fußballwiese, einem Spielhäusschen mit Rutsche, kleinem Trampolin und Tischtennisplatte. Ein großer gepflegter Pool mit ausreichend Liegen war von einem kleinen Zaun und Türchen gesichert, so dass Kleinkinder nicht völlig ungebremst zum Wasser laufen können. 

Insgesamt war das Gelände viel größer, als gedacht. Perfekt, wenn man mit Kindern anreist. In unserem Fall kamen zu unseren vieren noch die drei Kinder unserer ebenfalls anreisenden Freunde dazu.

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Erste große Urlaubsreise mit 4 Kindern- Teil 1

Seit wir Kinder haben, sind wir nur selten und nicht weit verreist.

Die erste weite Reise mit dem Auto nach Südfrankreich (da waren es erst zwei Kinder) war uns eine Lehre. Die Kinder schliefen nicht im Auto, sondern schrien zumeist. Das taten sie übrigens meistens bei allen Autofahrten, die 15 Minuten überschritten.

Also blieb der Radius in den ganzen Jahren schon allein deswegen und noch anderen Gründen eher klein. (Das mit dem Schreien im Auto hatte sich zum Glück mit dem Heranwachsen der Kinder weitestgehend verflüchtigt.)

Die Pandemie bremste uns schließlich auch noch.

Und so entschieden wir im letzten Winter, dass es dringend Zeit ist, den Kindern mal ein bisschen etwas von der Welt außerhalb der heimischen Gefilde zu zeigen. Und den Mann und mich zog es nach über 9 Jahren auch endlich mal wieder in den Süden. Wir buchten wild entschlossen für die Osterferien ein Ferienhaus in der Toskana. Einmal so richtig „die Kuh fliegen lassen“. Und obendrein konnten sich Freunde spontan entscheiden auch mit zufahren. (Wer mir auf Instagram folgt, konnte schon sehen mit wem wir unterwegs waren. ) Die Vorfreude war gewaltig.

Da sich die Coronasituation dann leider nicht beruhigte wie gedacht, blieb es bis zu letzt ein reiner Krimi, ob wir fahren könnten. Die Vorfreude ebbte die Wochen vor den Osterferien bei mir ziemlich ab. Ich hoffte dringend auf diese mögliche Auszeit, war sie nach dem letzten Winter dringender nötig, als je zuvor. Gleichzeitig wollte ich uns aber vor einer zu großen Enttäuschung bewahren und thematisierte die Reise kaum. Die Kinder schwächelten dann zwei Wochen vor der Reise reih um mit diffusen Symptomen. Ich verbriet Unmengen an Schnelltests. Immer waren alle negativ.

Und so kam der Tag der Abreise immer näher. Zum Glück hatte ich schon fast die komplette Wäsche gewaschen. Denn unsere Waschmaschine verabschiedete sich kurz vorher noch ins Nirvana.

Zudem galt es die nun richtig in Gang kommende Baustelle zu koordinieren und jemand müsste zudem unsere Katzen und Fische versorgen, als auch bei Baustellenfragen vor Ort sein und den Handwerkern Wasser und Strom zur Verfügung stellen. Es war noch richtig richtig viel zu bedenken. Und die Kinder waren unfassbar aufgeregt. Ein Kind konnte gar tagelang vorher nicht richtig schlafen.

Und dann kam wirklich der Tag der Reise. Ganz untypisch für uns, brachen wir ziemlich harmonisch auf. Während der Mann und ich sonst schon vor Wochenendreisen komplett heiß laufen und uns anmotzen, lief es diesmal sehr geschmeidig. Wir wurden fröhlich verabschiedet von unseren wirklich tollen Handwerkern und meinem Papa.

Wir hatten die Hinfahrt in drei Etappen eingeteilt und auch extra eine, ich sag mal so, asynchrone Reisespanne gewählt. Die Gründe waren folgende: 

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Es geht weiter

Pünktlich zum ersten April will ich wieder starten. Und es soll kein Scherz sein, wenn ich sage, dass auch der April auf dieser Plattform weiter eher ruhig begangen wird. Wir haben Pläne geschmiedet und generell viel vor, sofern uns das Universum gnädig gestimmt bleibt und uns mit Gesundheit beschenkt. 

Aber zunächst mal eine grobe Zusammenfassung der letzten Wochen.

Gegen mein allgemeines Unbehagen hinsichtlich der Nachrichtenlage und dem damit einhergehenden Gelähmtheitsgefühl halfen zwei Dinge. Ach, was sage ich. Drei Dinge.

Ich fange mal mit dem ersten Punkt an. Weniger Nachrichten lesen und wenn dann nur die wichtigsten Schlagzeilen überfliegen. (Was nicht bedeutet, dass ich nicht auf dem Laufenden bin. Aber weniger emotional aufgeladen.) 

Zweitens: Ablenkung. Die ergab sich hier bei uns allerdings von selbst.

(Wer mir auf Instagram folgt, bekommt über die Storys so einiges mit.)

Unsere Handwerker waren wieder da und haben weitere Vorbereitungen für unseren geplanten Anbau vorgenommen. Das Projekt Anbau ist an sich schon aufregend, denn es gibt viel zu koordinieren und zu planen und nicht alles läuft direkt so an, wie man sich das vorstellt. Dann wartet man auf Statikpläne (die verzögerten alles um drei Wochen) auf Material hier (verzögert wieder) und auf Minibagger da.

Es gab dann aber noch genug Arbeiten, die sich rund um den eigentlichen Anbau ergaben. So haben unsere Handwerker zwei riesen Thujabäume gefällt. Einen hinten im Garten, der einfach für den Anbau im Weg stand und die große Thuja im Vorgarten. Die Handwerker haben mir außerdem die zweite Reihe einbetonierte Rasenkantensteine aus dem Vorgarten gegraben. Alles Zeug, was mir immer ein Dorn im Auge war und mich in meiner Gartengestaltung eingeschränkt hatte. 

Das Wetter war zum Glück schön und so begann ich den Vorgarten neu anzulegen und grub und buddelte tagelang. Das hat mich sehr zufrieden gemacht! Ich habe auch ein paar Stauden, darunter die Weintraube neben dem Haus, aus dem hinteren Garten nach Vorne gerettet.

Eine Bank in der Sonne gibt es jetzt auch vorne.

Das ist ein glücklicher Zustand, denn unser Garten hinten wird diesen Sommer nicht nutzbar sein, wegen unserer Baustelle. 

Aber wir haben nicht nur hinterm Haus eine Baustelle. Sondern auf dem Nachbargrundstück haben auch die Bauarbeiten begonnen. Dort werden neue Nachbarn einziehen. Aber vorerst klafft an unserer Grundstückgrenze ein 3 Meter tiefes Loch für den zukünftigen Nachbarskeller. Ist ein Abenteuer gerade. Rund um unser Haus ist sozusagen alles in komplettem Ausnahmezustand. Staub, Dreck, Lärm….und wegen der schmalen Grundstücke auch gar nicht so einfach die großen Baumaschinen, Arbeiten und auch die benötigten Materialien und Werkzeuge zu lagern. 

Aber es geht bisher gut Hand in Hand alles. Dennoch hatte ich auch deswegen vor ein paar Tagen einen kurzen Durchhänger. Mir war das plötzlich alles zu viel Chaos. Mittlerweile habe ich mich aber wieder gefangen und sehe die daraus resultierenden positiven Entwicklungen. 

Der dritte Fakt, der gegen trübe Gedanken half, war tatsächlich die Sonne. Draußen in der Sonne arbeiten oder einfach in der Sonne auf der Bank sitzen und Wärme und Licht tanken, das tat unfassbar gut. 

Zu den Bauarbeiten und vor allem zum Garten werde ich noch gesonderte Beiträge schreiben. Den Vorgarten konnte ich nämlich Low Budget gestalten.

(Beitragsbilder werden im April übrigens überwiegend Fotos sein. Ich habe aktuell keine Muße zu zeichnen und zu malen. Ich hab sozusagen eine Zeichen- Blockade. Und gegen Blockaden hilft erfahrungsgemäß einfach Mut zur Lücke zu zeigen und dann fängt sich das von alleine wieder.)

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Unsere Hummel im Februar 2022

Unsere Hummel springt fröhlich von einer Entwicklung in die nächste. Gefühlt mit riesen Sprüngen. Es ist das erste Kind von vieren, welches ich so isoliert ohne Geschwister Gewusel im ähnlichen Alter erlebe. Im Gegenteil, ich erlebe, wie viel die Kleine von den Großen lernt. 

Mittlerweile läuft sie die Treppe freihändig im Wechselschritt hoch. Runter gleicht es auf unserer Holztreppe einem lauten Galopp. Da hält sie sich aber zum Glück fest. Den schnellen Galopp muss unsere Hummel auch drauf haben, denn sie möchte grundsätzlich die Haustüre aufmachen, wenn es klingelt. Und Besucher möchte auch s i e verabschieden. Das allerdings machten die Geschwister in dem Alter auch gerne. Nun ist es praktisch, dass hier drei große Geschwister ein und aus gehen und es deshalb täglich mindestens dreimal klingelt. Und egal wo die Hummel dann gerade ist…..es ruft dann: „Ich auf mach! Ich!“ und dann kommt es gestürmt, das Kind. Die Geschwister warten bisweilen geduldig, auch bei Regen, vor der Tür, bis die Hummel von ganz oben heran getrabt kommt und freudig mit einem „Hallo, Kinda!“ die Tür aufreißt.

„Kindaaa, kohomm, Esse gibt!“ ruft sie auch die Geschwister zusammen. Oder „Los, Kinda! Komm peel!“ (Los, Kinder, kommt spielen)

Weiterhin ist unsere Zweitklässlerin eine überaus fantasievolle Spielgefährtin und die beiden haben wirklich einen guten Draht und viel Spaß miteinander. Unser wildes Mädchen, welches bei der Hummel einen wirklich süßen Spitznamen hat, ist die Kümmererin und für alltagspraktische Dinge zuständig. Da unser wildes Mädchen gerade derzeit wieder vermehrt wild ist und innere Spannungen durch Lautstärke kompensiert, um es mal stark vereinfacht zusammen zu fassen, kommt es zu ulkigen Situationen. Unsere Hummel lässt sich nämlich nicht weiter vom wilden Gebaren irritieren. Neulich morgens fragte sie, den Schnulli lässig im Mundwinkel hängen: „(Spitzname von K2), was los mit diiiir?“ und zog gekünzelt die Augenbrauen hoch. 

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Der Zirkus- ein Lichtblick im angespannten Pandemiefamilienalltag

 

Die Grundschule meiner Mädchen hatte in der letzten Woche Zirkusprojektwoche.

Mit vorsichtiger Freude und Hoffnung ging es in die Zirkuswoche. Zu ungewiss ist täglich, ob nicht doch jemand positiv getestet wird und man deshalb mehr oder weniger als Familie komplett raus ist aus dem gesellschaftlichen Leben. Gerade bei drei Schulkindern liege ich weiterhin auf der Lauer.

Aber es blieben zu unserer aller Freude alle negativ und soweit ich das mitbekommen konnte, lief insgesamt und zum Glück die Zirkusprojektwoche sehr stabil. Nicht zuletzt durch die bravouröse Organisation des ganzen Ablaufes, der ja obendrein mitten in der Woche und völlig kurzfristig nochmal in der Testroutine seitens der Landesregierung umgestellt wurde. Ich habe keine Ahnung, wie das Lehrerinnenkollegium es geschafft hat ohne Nervenzusammenbruch diese Ausnahmewoche in der Ausnahmesituation zu managen. Respekt!

Und so kam der Freitag mit der Galavorstellung. Unsere beiden Mädchen waren beide in der ersten von drei Vorstellungen eingeteilt. Das war sehr gut für das Nervenkostüm, aber auch logistisch eine kleine Aufgabe.