Um eins vorweg zu schicken:
Ich bin gesellig und mag es, wenn um mich herum Leben ist. Ich habe noch nie alleine gewohnt. Das wäre mir zu still. Ein Radio kann das nicht ausgleichen. Ich mag auch Zivilisationsgeräusche und das Stadtleben oder wenigstens eine Stadt ganz in meiner Nähe.
Ich mag auch wenn meine Kinder durchs Haus tollen.
Aber ganz manchmal, möchte ich Ruhe haben und einfach nichts mehr sprechen müssen! Das will dann was heißen.
Gestern war so ein Tag. Wochenlang wird das Knöpfchen schon von Wutausbrüchen gebeutelt. Mal mehr, mal weniger schlimm. So langsam haben wir beide raus, wie wir mit der Trotzphase klar kommen. Ich bewege mich dennoch die ganze Zeit auf einem Tretminenfeld.
Auch seit Wochen läuft ständig ein Hörspiel nebenbei. Ich werde also dauerbeschallt. Es ist zu allem Überfluss immer das gleiche und der Sohn kann es schon auswendig rezitieren.
Das Knöpfchen macht auch nur noch an Vollmond und ungeraden Tagen Mittagsschläfchen. Das bedeutet für mich keine wirkliche Pause über den Tag.
Dann waren die Mädels ein bisschen malad und fieberten. Geheule im Chor. Gestern waren sie definitiv wieder fit und erwachten zu neuem Leben. Als hätten sie wochenlang im Ruhemodus gelegen. Sie rannten mit ausgepackten Tampons (unbenutzt versteht sich) als Armbänder und Ohrringe durchs Haus. „Mama, guck mal, wir haben Perioden!“ schallte es fröhlich dazu. 🙁 😀
