Windbeutel-Erinnerungen

Gestern lachten mich unerwartet in der Theke einer Backstube Windbeutel an. Windebeutel! Oh, wie liebe ich Windbeutel! Den letzten aß ich wohl in Teenagertagen. Meine Großtante vermochte diese Backwerke meisterhaft zu machen.

Ich habe mich vor ein paar Jahren mal selbst an Brandteig gewagt, muss mir aber ein mangelhaftes Talent eingestehen.

So gab es gestern Windbeutel aus professioneller Hand und das erste Mal käuflich erworben. Sie waren sehr gut, wenn gleich mir auch die Kirschfüllung daran fehlte. Aber man kann nicht alles haben.

Da fiel mir jedoch schmerzlich wieder eine Anekdote aus dem letzen Winter ein. Aus der Mutter-Kind-Kur auf Borkum. 

Dort, so hatte ich diversen Reisblogs entnommen, gibt es eine Art Oma Café, in dem wunderbare Windbeutel gereicht werden. Auf altmodischen Salonmöbeln nimmt man Platz und kann eine köstliche Trinkschokolade dazu bestellen. Da meine Kinder meine Leidenschaft für solche Köstlichkeiten teilen, wollten wir dem Café auf JEDEN FALL einen Besuch abstatten. Was gibt es auch gemütlicheres als im Winter, nach einem stürmischen Spaziergang an der See, so vollendet einzukehren. Continue reading…

Kopfläuse- jetzt haben wir die auch noch!

Kopfläuse sind eine wirklich überflüssige Erfindung. Der Sohn fragte auch schon nach dem Nutzen der Tierchen in der Natur. 

Nun, da Läuse nicht auf dem gängigen menschlichen Speiseplan stehen, wie bei unsere Vorfahren der Affen, weiß ich keine Antwort darauf.

Sie sind schlicht weg überflüssig.

Tatsächlich kam ich bislang mit Läusen nur als Zuschauer in Kontakt. Oder als Fahnder. Brach in der Schule eine nicht enden wollenden Läuseepedemie aus, kontrollierten wir Lehrer die Köpfe der Kinder. Ich fand schon Läuse und Nissen und weiß, wie das alles aussieht.

Immer wenn eine Läuseepedemie ausbrach, juckte es mich sofort und am ganzen Körper, was schon ein sicheres Zeichen dafür war, dass ich IM Kopf Läuse hatte, aber sehr wahrscheinlich keine AUF dem Kopf. Das bewahrheitete sich dann auch jedes Mal.

Ich las mir diverse Informationen über Kopfläuse an, um mich generell zu entspannen und weiß, dass man nicht in übertrieben Putz-und Waschzwänge verfallen muss. Nach spätestens drei Tagen sind Läuse, sollten sich sich einmal versehentlich abseits eines Kopfes verirren, hinüber.

Meine Kinder und ich blieben freundlicherweise bisher von jeglicher Läuseplage verschont. Selbst bei hartnäckigen Epidemien in der Kita. Letztes Jahr war es einmal so arg, dass ich mir zur Sicherheit einen Läusekamm besorgte und alle Köpfe gründlich durcharbeitete. Aber es war nie etwas. Einzig ein dezentes Schütteln, weil ich es schon fies finde, wenn kleine Krabbeltiere über Köpfe laufen und sich dort heimlich ausbreiten.

 

Und da erwischte es uns doch

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Geburtstagswochenende- WIB 2./3. Februar 2019

Ich habe an diesem Wochenende nur wenige Bilder gemacht. Denn entweder war jegliches Gerät zwecks Bildererstellung außer Reichweite oder ich war damit beschäftigt meinen kulinarischen Schwangerschaftsgelüsten zu frönen.

 

So begann der 2. Februar morgens mit dem Wortwechsel:

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag mein Sohn!“

„Mama, eigentlich muss ich DIR ja auch gratulieren! Du hast mich ja geboren!“

❤️

Nach diesem rührseligen Teil stürmte er prompt ins Esszimmer, um sein Geschenk zu holen. So schnell kommst te mit der Kamera nicht hinterher. Geschweige denn, ich wäre dazu gekommen den Tisch noch ein bisschen hübsch zu machen. 😀  Continue reading…

Nervige Ausnahmezeiten mit positiven Erkenntnissen

Ich schrieb ja hier und hier schon darüber, was hier krankheitsmäßig so los ist.

Als das Sirenchen dann letzten Samstag auch nochmal in das Szenario einstieg, gerade als ich glaubte der Sohn hätte es nun überstanden und wir wären durch damit, verzweifelte ich kurz. 

Ich brach in wiederholt hektisches Putzen, Waschen und Desinfizieren aus und hätte diesem Magen-Darm-Troll gerne gehörig in den Hintern getreten. Wenn man wochenlang quasi ohne wirklich Pause mit dem beseitigen infektiöser Körperausscheidungen zu tun hat, wird man neurotisch. Ich jedenfalls. 

Ich habe die Nachtlager der Kinder (normalerweise ein großes zusammenhängendes Matratzenlager) separiert und zwischen den Matratzen steht immer noch ein Eimer. Sicher ist sicher. Ich trau dem Braten nicht. Das war mindestens einmal zu oft in den letzten Wochen, dass ich Nachts aus dem Schlaf geschreckt bin.

Ich lausche weiter hektisch auf alle verdächtigen Geräusche und Äußerungen, die die Kinder machen. (Ich habe ein kleines Trauma, glaub ich. :-D) 

Mir wurden trotz dieser wirklich ätzenden Krankenphasen aber ein paar positive Dinge bewusst.

 

Um Hilfe fragen und sie annehmen, ist gar nicht so schlimm.

Zum einen erfasste mich, zum Glück nur kurz, auch ein heftiges Kreislaufproblem, welches mich mehrfach dazu zwang alles stehen zu lassen und mich auf den Boden zu legen, bevor mir die Lampen komplett ausgingen und ich unkontrolliert umfiele. Ich denke im Nachhinein, es war eine Kombination aus: Die Bazillen wagten einen Angriff auf mich (erstmal abgeschmettert) und eine dezente Überforderung alleine den Alltag mit seinen Wegen und Terminen zu managen, wenn immer ein Kind zu Hause ist, das defintiv in unmittelbarere Badezimmernähe bleiben muss und ständig gestörtem Nachtschlaf. Und schwanger. Das darf ich ja auch nicht vergessen.

Ich gestand mir ein, ich müsse mir mal ein bisschen Hilfe organisieren. Und so fand ich Unterstützung von meinem Eltern und von einer Freundin. Kinder wurden in Vertretung abgeholt und gebracht. Einen Termin sagte ich komplett ab, aber dafür fand sich ein mehr als würdiger Ersatz und den Elternsprechtagtermin vom Sohn verschob ich ebenfalls in Absprache mit der Lehrerin. Continue reading…

Auch Mütter sind mal übellaunig und bockig.

Am Mittwoch war der erste Tag, an dem (für einen Tag jedenfalls, der Sohn ist schon wieder krank zu Hause) ein normaler Alltag stattfinden konnte. Eigentlich hätte ich mich freuen können. Stattdessen bekam ich recht schnell schlechte Laune. Der Mann hatte frei und hatte was zu motzen. Wegen unserer immer währenden Kinderzimmer-Baustelle gab es ein paar Dinge…..Und ich sah nur einen Berg Haushalt vor mir, der in den letzten 1,5 Wochen wegen der kranken Kinder zu einigen Teilen liegen geblieben war.

Dann ließ ich mich überreden eine Besorgung erst am Nachmittag und mit allen zusammen zu machen. Im Endeffekt zerschoss es mir meinen eigentlich gedachten Tagesablauf. 

Außerdem hatte ich dezente Kreislaufprobleme. Der Wechsel kühle frische Luft und warme geheizte Räume bekommt mir schwanger noch weniger, als sonst schon.

Alle zusammen fuhren wir schließlich vor der KiTa vor. Ich ging schnell rein, um das Knöpfchen einzusammeln. Dieses sprang mir zuerst fröhlich entgegen und plapperte sofort etwas von Rodeln gehen. Sie war so entusiastisch. Davon hatte sie schon am Morgen gesprochen, während sie singend zur Kita durch den Schnee gesprungen war.

Jetzt wusste ich wieder, warum ich meine Erledigung vormittags machen wollte. Continue reading…