Die Kinder werden groß-aber wir bleiben Anker

Gerade jetzt fällt es mir wieder stark auf, wie sehr sich ihre Gestalt verändert. Sie sind gewachsen und brauchen neue Sommerkleidung und Schuhe.

Der Sohn und das wilde Mädchen haben nun meine Schuhgröße. Ok, das wilde Mädchen hat noch eine Nummer kleiner als ich. Aber das ist spätestens nächsten Sommer anders und schon jetzt muss ich meine Lieblingsschuhe vor ihr verstecken.

Ich finde es übrigens auch nicht so einfach „Kindersandalen“ in Herrengröße für den Sohn zu finden. Zumal der Sohn auch einen eigenen Geschmack entwickelt hat und nicht mehr alles anzieht, was Mama so vorschlägt. Und viele Sandalen, die es in der passenden Größe so gibt, sind dann eher feine Ledersandalen, Treckingsandalen, die anmuten wie Raumschiffe, ganz billo Plastikteile oder eben so teuer, dass ich erstmal noch wo anders suche. Obwohl Kinderschuhe generell ja teuer sind, wenn man zusätzlich bedenkt, dass sie ein Jahr maximal getragen werden und dann von meinen Kindern meist auch völlig zerlegt wurden. Wem sage ich das….

Zu dem Schuhproblem kommt dann auch noch das Klamottenproblem. Explizit beim wilden Mädchen ist es schwierig. Viele Sachen sind ihr weiterhin zu unbequem. Zwackende Bündchen, zu hoch geschnittene Hosen, zu eng, zu stramm, zu weite Ärmel, zu enge Ärmel, zu kratzige Kragen……Und manche Schnitte sehen einfach nicht mehr richtig an ihr aus. bzw einiges was ihr passen würde, ist eher etwas für Teenagerinnen und wirkt an einer Achtjährigen völlig deplaziert. Es ist nicht einfach da eine passende Auswahl zu finden.

Noch komplizierter wird es mit dem Bedürfnissen. Continue reading…

Osterferienstart 2021-mütend

Jetzt, wo ich für meine altersweitsichtigen Augen,( jaja, es geht bergab mit Ü40 ) endlich passende neue Brillen habe (eine Gleitsichtbrille und eine Lesebrille und ich liiiiibe sie beide, vor allem weil jetzt wieder alles richtig gut sehen kann), wollte ich eigentlich wieder mehr malen, lesen, nähen etc. und mal etwas auf den Weg bringen, was ich schon immer mal versuchen wollte. Stattdessen bin ich so müüüüüde! Die neue Empfindung mütend (müde und wütend zusammen) hat auch bei mir Einzug gehalten. Gerade kann ich kein Ende dieser Pandemie-Situation erkennen. Im Gegenteil. Aber vielleicht werde ich langsam auch pessimistisch? Und der Frühling wirbelt mir die Pollen in meinen allergischen Organismus. Das macht mich auch müde. Lange Rede kurzer Sinn. Es gibt kein gemaltes Beitragsbild. Das spannende Buch, welches ich schon vor zwei Wochen begonnen habe, muss auch warten.

Der Mann und ich stellten jüngst fest, dass unser Elterndasein recht entspannt wäre, jedenfalls nach dem Erleben des letzten Jahres, wären die drei Grundschüler:innen jeden Morgen in der Schule, müssten dann nur mit Mittagessen und noch ein bisschen Hausaufgabenbetreuung versorgt werden, um dann nahezu selbstständig am Nachmittag verabredet zu sein. Was wäre das ein Leben! Eines, wie es vorher schon oft war und jetzt halt noch mehr wäre. Ohne Pandemie. 

Der Wechselunterricht sorgte für uns unerwartet für eine deutliche Entspannung unserer Situation. Ich dachte zunächst, ich würde den Überblick über die unterschiedlichen Unterrichtstage verlieren, aber tatsächlich funktionierte es wunderbar und selbst e i n Kind weniger im Distanzlernen schaffte Ruhe.

Alle drei Kinder hatten gestern nochmal gleichzeitig einen Präsenztag in der Schule vor den Osterferien. Einerseits freute ich mich für sie. Für uns. Denn vielleicht war das der letzte Tag für die nächste Zeit, an dem die Kinder mal alle drei aus dem Haus waren. Weiß der Kuckuck, was nach den Osterferien für ein Szenario auf uns wartet. Continue reading…

Hummelchen-Update/ März 2021

So Kleinkinder sind ja schon ein ulkiges Völkchen. Unsere Hummel entzückt uns jeden Tag mit lustigen Dingen.

Sie ist weiterhin sehr klar in allem was sie tut und will. Ich bin nicht sicher, ob es allein ihr Wesen ist oder ob wir als Eltern beim 4. Kind einfach so viel Erfahrung haben, dass wir die Bedürfnisse quasi im Schlaf verstehen. Vielleicht ist es auch eine Kombination aus beidem.

Den, durch die Pandemie, immer wieder etwas wechselhaften Ablauf nimmt unsere Hummel gelassen hin. 

Ich finde es tatsächlich auch entlastend und für unsere Struktur förderlich, dass die Kinder im Wechselmodell wieder zur Schule gehen. 

Die Erstklässlerin und das wilde Mädchen haben immer an den gleichen Tagen Schule. Der Sohn an anderen. An einem Tag in der Woche sind alle drei gleichzeitig in der Schule (Paaaaaaarty!) und an einem Tag alle drei zu Hause. Seit die Schule wieder „läuft“, haben wir uns auch wieder ein wenig geöffnet im sozialen Kontext. Bei schönem Wetter sind die Kinder draußen mit ein bis zwei anderen Kindern unterwegs. Das entspannt einfach alles.

(Wäre keine Pandemie, wären die Großen noch viel mehr und so unbeschwert selbstständig „im Dorf“ unterwegs. Ein bisschen schade, dass diese Selbstständigkeit gerade ein wenig ausgebremst wird.)

Ich hoffe weiterhin, dass wir weiterhin gesund durch kommen.

Da meine Kinder ohne Uhr unterwegs sind, haben wir übrigens eine akustische Zeit ausgemacht. Hier im Quartier gibt es ein paar Räuberspatzenbanden, die jeden Tag am späten Nachmittag zur gleichen ein wildes Konzert starten. Das hört man recht weit. Unsere Losung ist, wenn das Vogelkonzert startet, sollen die Kinder nach Hause kommen. Das funktioniert erstaunlich gut. 

Zurück zur Hummel.

Morgens isst sie zumeist die Butter vom Brot und ein bisschen Brot. Rinden lässt sie grundsätzlich liegen. Auch Brötchen höhlt sie lediglich aus. Dabei hat sie mittlerweile genug Zähne, um alles zu essen. Als Ergänzung zum „Butterbrot“, isst sie sehr gerne eine Banane und trinkt einen Becher Wasser.  Continue reading…

Unser Garten-mein Lehrmeister

Garten und Natur war schon immer auch eines von vielen Themen, die mich interessieren. 

Auf Instagram zeigte ich kürzlich in den Storys freudig die ein oder anderen frischen Pflänzlein, die zaghaft ihre Blättchen aus der Erde strecken. Ich dachte noch, dass müsse für die Zuschauer:innen sehr langweilig sein. Aber tatsächlich interessierte das ganze Gartenzeug sehr.

Alles was mir in meinem konfusen Gemüt dazu einfällt, teile ich auf Instagram (unter gleichem Namen) nun in den Highlights. Aber auch hier auf dem Blog will ich nun ein paar Worte dazu schreiben.

Ich wuchs in einem Haus mit Garten auf, musste dann über 20 Jahre in Wohnungen mit schattigen Balkonen wohnen und wartete sehnsüchtig auf den Tag, an dem ich einen eigenen Garten hätte. Dieser Garten sollte üppig blühen, zu jeder Jahreszeit. Mit großblumigen Gewächsen aller Art. 

Der erste eigene Garten kam, ich stöberte nach Pflanzen, machte eine Liste von allem was ich gerne pflanzen würde. Ob etwas heimisch oder insektenfreundlich war, beachtete ich (noch) nicht.

Der Garten lehrte mich schließlich, meine Ideen einmal gründlich zu überdenken.

Zum einen hatte ich mit drei kleinen Kindern ziemlich viel zu tun und nur begrenzt Zeit und der Garten brachte schon ein Eigenleben mit. 

Die Vorbesitzer hatten den Garten vor vielen Jahren angelegt und da waren schon zu Beginn einige größere Handgriffe nötig, um ihn für unsere Bedürfnis etwas anzupassen. Zum Beispiel flogen einige der leider sehr oft gepflanzten und völlig unnützen Thuja-Bäume raus. Übrig blieb immer noch genug, was ich gerne anders angelegt hätte, was aber erstmal so bleiben musste. Anderes, wie der alte Mirabellenbaum, sollte unbedingt bleiben.

Da, wo ich Beete anlegen wollte, musste ich zunächst Quecke Schubkarrenweise aus der Erde ziehen. Quecke würde ich tatsächlich als Unkraut bezeichnen. Es ist ein Süßgras und äußerst hartnäckig. Kleinste Wurzelstückchen treiben wieder neu aus. Ich konnte nicht alles bergen, habe aber die Queckenplage gut im Griff, auch ohne viel Unkrautzupferei. Hat sich gelohnt am Anfang gründlich zu sein.

Im Zuge der Queckenbergung fand ich noch viele andere Pflanzen und auch interessante Bodenlebewesen. Ich begann zu recherchieren, mich mehr und mehr für Wildkräuter und Insekten zu interessieren und wollte den Garten naturnah gestalten. Continue reading…

Erste Schulwoche 2021-ein wackliges Unterfangen

Wie lief nun die erste Woche?

Sehr gemischt, würde ich sagen. 

Das Eine ist die extrem wohltuende Situation, wenn mal ein paar Kinder weniger zu Hause lernen müssen, das Andere ist die tägliche neue Situation.

An 3 Tagen waren die beiden großen Mädels aus dem Haus, was extrem entspannt für den Vormittag hier war. Am Montag war ich glatt völlig irritiert und wusste gar nicht womit ich anfangen soll bei so viel Zeit. Die Hummel war dank des schönen Wetters nämlich recht entspannt im Garten und der Sohn hatte sich zum „Lernen“ in sein Zimmer verkrümelt.

Die Vormittage an denen die Mädchen nicht in der Schule waren, waren extrem nervig, weil sie sich grundsätzlich laut und überflüssigerweise stritten. Aber keine von beiden wollte in ihrem Zimmer  arbeiten. Auch mein Schreibtisch konnte keine Abhilfe schaffen. Ich musste also die ganze Zeit schlichten. Jedenfalls versuchte ich es. Und wenn sie nicht stritten, verkrümelte sich die eine immer zum Spielen und arbeitete nicht weiter. Und die andere „brauchte ständig meine Hilfe.“

Erleichterung brachten dann die Nachmittage, an denen wegen des tollen Wetters alle draußen sein konnten. Die Kinder waren mit Freund:innen unterwegs. Continue reading…