Kindermund

…im politischen Zeitgeschehen

Das Sirenchen stieg dröhnend die Treppe herab. Eine große dunkle Sonnenbrille bedeckte ihre tränengefüllten Augen. Den Kindergartenrucksack schwenkte sie divengleich in einer Hand und monierte geräuschvoll, dass ich die Butterbrotdose dort noch nicht hineingeräumt hätte. Ich versuchte zu erklären, dass mir das nicht möglich gewesen sei, da die Dame den Rucksack ständig mit sich führe und er mir in der Küche zwecks Beladung nicht zur Verfügung gestanden hätte. Es wurde theatralisch überhört. Die Brille wurde abgenommen und dann drehte sich die Diva weiter heulend vor dem Spiegel im Flur und besah sich dabei genau. Continue reading…

Meine Katzen, mein plötzlicher Spleen und wie sich alles fügte.

Meine Katzen und ich, wir waren immer eine Einheit. Ich liebte es abends eine schnurrende Katzen auf dem Schoß zu haben. Ich habe meine Mittagsschläfchen mit Katzen gemacht. In Winternächten wärmten sie mir die Füße. In der ersten Schwangerschaft schmiegte sich meine Kater schnurrend an den dicken Bauch. Herrrrrrlich!

Und dann kamen die Hormone.
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Familienalltag am Morgen

Neulich…

Wir betraten im Familienverband das Bad. Es wurde sich angekleidet. Dita wollte eine Strumpfhose anziehen. Das kann sie schon gut allein und sie war quasi fertig, bekam sodann aber Wut. Die Naht der Strumpfhose saß schief oder zwickte oder was auch immer. Ich versuchte ihr zu helfen, den Sitz der Strumpfhose zu korrigieren….es half leider nicht. Ich schlug vor, die Strumpfhose auszuziehen und eine Leggings zu nehmen. „Nein!“ raunzte es mit heiserer und lauter Stimme. „Ok, dann zieh doch einfach eine Jeans an! Versuch mal die hier!“ Ich reichte im Kinderzimmer eine Jeans, die sie einst gerne trug, aber länger nicht mehr anhatte. Sie passte am Bauch, jedoch hatten die Beine ein solches Hochwasser, dass die Hose leider so garnicht ging. Da hätte dann auch eine Strumpfhose drunter gemusst. Ich versuchte Dita aufzuheitern und sagte: „Mensch guck mal, du bis richtig doll gewachsen! Die Hosenbeine sind ja viel zu kurz geworden! Mann, bist du groß!“ „Neeeein!“ raunzte es wieder heiser und laut. Continue reading…

Besondere Momente im Alltag

Geschwisterliebe

Unglaublich süß ist, wenn die „großen“ Geschwister der Jüngsten morgens helfen sich anzuziehen.
Da bleibt man ganz ruhig und unauffällig und beobachtet die Szenerie mit schmelzendem Herz.

Brüllen hilft manchmal doch

Die Sache mit dem Drachen

Original so geschehen:
Es ist Abend. Die Kinder sind sehr müde. Die Sirene tut, was sie am besten kann. Sie kreischt! Irgendwas Falsches hab ich mit der Schlafanzughose gemacht. Es war nicht zu klären, das Kreischen ist ohrenbetäubend. Das Kind wird ohne weiteren Kommentar ins Bett verfrachtet. Der Sohn liegt schon. Das Knöpfchen verlangt nach einer Flasche und heult auch. Doch das Knöpfchen hört auf zu trinken, weil die Sirene immer hysterischer wird. Der Sohn heult mittlerweile auch. Ich stürme genervt ins Zimmer. Zwei komplett durchgeknallte Kinder sitzen in ihren Betten und schreien immer: „ES KOMMT KEIN DRACHE, ODER?“

Ich versuche in normaler und extra ruhiger Tonlage zu versichern, dass keine Drachen und auch sonst nix kommt. Ängste muss man Ernst nehmen. Ich versuche meine Kinder in den Arm zu nehmen. Sie sollen mich ansehen. Sie schubsen mich weg. Man will mich par tout nicht anhören und die beiden überkreischen meine Bemühungen einfach.

Weil mir der Kopf mal wieder scheppert von dem ganzen Lärm, brülle ich aus Notwehr so laut es geht:
„ES KOMMT KEIN DRACHE! DER EINZIGE DRACHE DER HIER WOHNT IST EURE MUTTER!!!!UND DIE DULDET KEINE ANDEREN DRAAAACHEEEEEN!“

Danach war sofort Ruhe und keine Minute später herrschte friedliches Schnarchen!

Das Knöpfchen kullerte sich derweil lachend in der Küche.