Ich glaube es ist Woche 6. Ich könnte nachsehen. Aber ist jetzt auch egal. Es zeigt ein wenig, wie die Zeit verschwimmt.
Ich selbst verschwimme auch irgendwie. In meinem Kopf drehen sich: Ich-müsste-doch-eigentlich, ich-würde-mal-gerne, ich-bräuchte-eigentlich und ich-muss-dringend-nachsehen-ob…und ist doch auch egal jetzt…
Wie geht es mir eigentlich? Ich glaube, ich bin angestrengt. Denn ich war die letzten Tage gereizt und habe öfter mal unkontrolliert einfach ein lautes AAAAAAAAAARGHRAAAAAAAAAAAAAAH heraus gebrüllt. Einfach so.
Nun sitze ich hier auf der Terasse, neben meinem Sohn, der seit heute morgen in eine endlosenichtendenwollende Mathematiksitzung nicht vertieft ist. Eine Pupsaufgabe. Echt. Minimalanforderung. Eine zu erledigen ganze Seite (von vielen) habe ich auf EINE, E-I-N-E Aufgabe mit 5 Päckchen zusammen gestrichen. Aber auch das ist ihm zu viel. Er hätte in 10 Minuten fertig sein können. Aber ich bleibe beharrlich. Muss sein. Gibt’s nix dran zu rütteln. Aber das strengt an.
Also sitze ich neben ihm und tippe. Versuche diesen Text zu tippen, denn alle paar Minuten kommen das Fuschulkind und das wilde Mädchen zum Gartentor herein. Streitend und laut. Dann vertragen sie sich wieder, poltern über die Terrasse, schnappen ihre Fahrräder und fahren wieder los. Das geht immer so weiter. Jedes Mal hoffe ich, dass das Baby, welches in einen zarten Schlaf neben mir im Kinderwagen gefunden hat, nicht direkt wieder aufwacht.
