Die Übergangsphase oder emotional unruhige Zeiten

Bei einer Geburt gibt es 4 Geburtstphasen. Und eine Phase ist die mit Abstand unangenehmste. Die Übergangsphase. (Für Unwissende:Diese ist die dritte Phase kurz vor der sogenannten Austreibungsphase, dem großen Finale.) 

In der Übergangsphase wurde ich immer überrollt von unsäglich intensiver Power meines Körpers. Die Wehen waren stark und ohne Pause und in mir bäumte sich Widerstand gegen diesen Zustand auf. Ich wusste zwar, es würde nicht mehr lange dauern bis ich aktiv mit machen konnte und doch wollte ich in diesem Zustand immer alles hinschmeißen. Denn das Schwierige in der Übergangsphase ist: Man kann nicht wirklich aktiv mitmachen. Es ist die Phase, in der ich innerlich fluchte und jammerte und einfach nur noch wollte, dass es ganz schnell aufhört. Ich wehrte mich stets zu Beginn dieser Phase  gegen die Übermacht der körperlichen Gewalt, egal wie gelassen und unbeschwert ich die vorangegangene Phasen gemeistert hatte. Aber ich musste begreifen (und tat das zum Glück immer schnell), dass ich mir selbst keinen Gefallen durch die Abwehr dieses Vorgangs tat. Meine einzige Möglichkeit durch diese Phase zu kommen, war dem körperlichen Prozess zuzuarbeiten. Sprich: Atmen und IN diesem Moment bleiben und vertrauen. Sonst nichts.

Ich fühlte mich in den letzten Tagen und unserem „Corona-Disztanzlernen-Winter-Alltag“ genau wie in einer Übergangsphase.

Mir gingen die Farben aus. Die Farben in Form von Erinnerungen, die ich gesammelt hatte, um durch diesen speziellen Winter mit dem bösen C zu kommen. Sie verblassten eine nach der anderen. Mich lange getragene Tagträume und Erinnerungen waren nur noch schwer anzuzapfen. Genau genommen gar nicht mehr. Alles war/ist eintönig und gleich. Gleichzeitig scheint die Zeit zu rasen. Es passiert ja auch nichts. Alle Tage sind nahezu gleich. Grau in Grau. Innen wie außen. Continue reading…

Distanzlernen-Januar 2021

Wie läuft es hier?

Unsere Schule ist digital gut aufgestellt. Die Lehrerinnen haben großartige Vorarbeit geleistet und waren für diesen zweiten Lockdown vorbereitet.

Alles ist top organisiert, finde ich. Wenn es hier und da mal stolpert im Zusammenspiel, dann nur weil wir halt alle noch nie in einer solchen Situation waren und die Technik eben auch manchmal seine Tücken hat. Manche Angebote müssen auch erstmal ausprobiert und dann gegebenenfalls nachgebessert werden. Die Schule fragte nach der ersten Woche auch bei Schüler:innen und Eltern ab, wie es gelaufen ist.

Die Kinder holen sich einmal in der Woche persönlich Arbeitsmaterialien bei ihren Lehrerinnen und geben bearbeitete Aufgaben wieder ab.

Die Kinder haben jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten zu unterschiedlichen Fächern Onlineunterricht. Bei drei Kinder überschneidet es sich öfter.

Per mail kommen jede Woche Zugänge zu Onlinepinnwänden (Padlet), auf denen für die jeweiligen Klassen Stundenpläne gepinnt sind. Alle Fächer werden abgedeckt. Deutsch, Mathe, Sachkunde, Englisch, Sport, Musik, Kunst. Es gibt Audios, selbst erstellte Videos, Links zu ergänzenden YouTube Videos, Bilder, Arbeitsblätter und Arbeitsaufträge, Knobelaufgaben, und Links zu Lernplattformen. Dazwischen immer die Uhrzeiten und die passenden Links zum Einloggen in die Onlinestunden. 

Solange die Server verlässliche arbeiten, funktioniert es wunderbar. Ich freue mich sehr zu sehen, was alles und dann auch ansprechend angeboten werden kann.

Dennoch gibt es auch noch genügend Arbeitsphasen ganz analog. Bei Fragen können die Kinder in die virtuellen Konferenzräume und die Lehrerinnen fragen.

Soweit so gut. 

Was ist jetzt meine Aufgabe? Continue reading…

Hummelchen-Update

17 Monate

Es hüpft und lacht. Das Kind. Und läuft rückwärts. Und dreht sich im Kreis. Probiert Schuhe und Mützen an. (Zwei Dinge, die die Hummel eine ganze Weile überhaupt nicht tragen wollte. Jetzt dafür um so lieber.)

Rucksäcke findet sie auch super. Und die Jacken der großen Geschwister. Wird alles anprobiert. Dann werden Puppenwagen leer oder besetzt herumgefahren. Leichte Gefährte wurden auch schon unbemerkt Trepp auf, Trepp ab transportiert. 🙈

Neben den bereits vorhandenen vorderen 4 Schneidezähnen kommen derzeit 4 Backenzähne gleichzeitig. Die Eckzähne fehlen. Ich weiß gar nicht mehr, wie das bei den Geschwistern war. Und ob die Eckzähne später als die Backenzähne kommen. Egal. Der „Schnulli“ ist wegen dieser Zahnsache wahrscheinlich gerade so sehr beliebt. Ich mag ja das ständige Schnuller-im-Mund nicht sonderlich. Aber gerade habe ich Verständnis. 

Da das Kind mit dem weiteren Ausbau der Motorik beschäftigt ist, bleibt die Sprache etwas auf der Strecke. Jedenfalls im Vergleich zu den Geschwistern. Die plapperten in dem Alter schon die ersten, auch für Außenstehende, erkennbaren Wörter.  Continue reading…

Schneeausflug

Wir waren auch mal im Schnee. 

Nachdem wir fast 4 Wochen ausschließlich unter uns und nur zu Hause oder auf den Pfaden rund ums Haus unterwegs waren, gaben wir den Wünschen der Kinder nach Schnee und Rodeln nach.

Wir sind extra unter der Woche los gefahren und auch extra dahin, wo keiner ist.

Der Mann ist in der Eifel überaus ortskundig und fand ein lauschiges einsames Plätzchen. Um ehrlich zu sein ist mir das auch ohne Corona lieber. Es kam mir also sehr gelegen, dass wir in die winterliche Einsamkeit fahren würden.

Und so begann ich vormittags alles zusammen zu kramen, was nötig war. Schneefeste Kleidung für die Hummel. Und schneefeste Schuhe für alle.

Da wir hier im Rheinland selten sehr kalte Winter und noch seltener Schnee haben, wir außerdem nicht zu den Winterurlaubern gehören (also der Mann würde schon, ich aber eher nicht, gar nicht um genau zu sein), habe ich nicht Schneezeug in allen Größen da.  Continue reading…