Der Hai im Lehrschwimmbecken

Nach holprigen ersten Schwimmbadbesuchen im kompletten Familienverbund noch im letzten Jahr, bekommen wir in der Sache langsam Routine.

Die beiden Großen machten in in der Kur ihr Seepferdchen im Therapiebecken der Kurklinik. Nun habe ich zwei Schwimmanfänger, die ihre Fähigkeiten im Wasser endlich gut einschätzen können und ein Kind mit Schwimmflügeln, die solide Dienste leisten. Aufpassen muss man natürlich trotzdem noch.

Unsere Schwimmausflüge starten grundsätzlich so:

Am liebsten gehen wir schwimmen, wenn es so warm ist, dass man möglichst wenig anhaben muss. Die Mädchen und ich tragen dann einfach nur ein Kleid und Schlappen. Fertig. Das verhindert ungelenkes Gekrame mit zu vielen Klamotten.

Wir eiern immer auf der Suche nach einer großen Familienkabine durch die Gänge und immer sind sie alle besetzt. Der Murphy. 😀 (Wenn wir AUS dem Wasser kommen, ist es übrigens auch so. .-D) . Da wir die Schwimmsachen ja schon drunter tragen, können wir ja aber auch direkt zu den Schließfächern gehen. Fällt uns dann ein. Dort treten wir uns grundsätzlich auf die Füße und der Sohn kontrolliert die Zahlen und Schlüssel und erklärt wie es mit der Schließanlage funktioniert. Continue reading…

Mama-Taxi und Tagebuchbloggerei

Am Dienstag war der Sommer vorbei und ich hatte es noch gar nicht begriffen. Dieser April…..Und es war eigentlich Elternsprechtag in der Schule. Im Vorfeld hatte ich überlegt, wie ich die Kinder in der Zeit unterbringen könnte. Denn mein Termin war Nachmittags und ich wollte ohne die Kinder zum Gespräch.

Es fügte sich dann so, dass das Sirenchen auf einem Geburtstag im übernächsten Nachbardorf eingeladen war und der Sohn ebenfalls eine Verabredung hatte. Das Knöpfchen hätte ich dann tatsächlich doch mitgenommen. Sie ist noch weit genug weg vom Schulalltag. Das Timing wäre also aufgegangen.

Jedoch fiel dann der Sprechtag wegen Erkrankung der Lehrerin  aus. Leider. Es wäre gerade interessant für mich.

Es entzerrte den Zeitplan allerdings.

Ich holte zusammen mit dem Sohn die Mädchen im Kindergarten ab. Dort ergab sich kurzfristig auch für das Knöpfchen eine Verabredung, zu der ich sie aber auch etwas später bringen müsste (aus Gründen) und radelte sofort weiter zum Ort des Kindergeburtstages. Das Sirenchen hatte sich, als sie die Einladung erhielt gefreut, sagte dann einen Tag vor dem Geburtstag,  sie wolle da gar nicht hin (was für mich ok gewesen wäre). Am nächsten Morgen sagte sie dann aber, sie wolle zum Geburtstag eine Kette und einen Ring tragen, was mich annehmen lies, sie wolle doch hin gehen. Also brachte ich sie auch. Sie protestierte auch nicht.

Jedoch wollte sie dann par tout nicht dort bleiben. Sie wurde herzlich empfangen, der Sohn und das Knöpfchen wären sofort geblieben, aber das Sirenchen klammerte sich an mich und war auch nach 30 Minuten nicht von meiner Seite zu lösen. Also nahm ich sie wieder mit.  Continue reading…

Heuschnupfen, Schwips und verrückte Kinder

Vor zwei Wochen ungefähr kam der Frühling vollends in Schwung im Rheinland. Und mit den endlich anhaltend langen warmen Temperaturen explodierte die Flora. Alles erblühte auf einen Schlag. Und mit einem Schlag traf mich derselbe.

Heuschnupfen der übelsten Sorte. Ich hatte schon ganz vergessen, wie das geht. Denn seit knapp 9 Jahren war ich nahezu Beschwerde frei. Da nämlich hatte ich auch eine der heftigsten Attacken, die man so haben kann. Man ist quasi krank ohne krank zu sein, was es doppelt ärgerlich macht. Heuschnupfen Geplagte wissen was ich damit meine.

Ich litt also vor 9 Jahren vor mich hin und wie es der Zufall wollte, waren wir auf einer Familienfeier im Oberbergischen geladen. Ich war wenig motiviert und wäre am liebsten im Bett geblieben. Allerdings war die Flora  im Oberbergischen noch nicht so weit, wie im Rheinland und am Ende des Tages war ich wieder genesen und fühlte mich top fit. Alle Symptome waren weg. Da sagte der Mann: „Und von dieser pollenfreien Luft nimmst du dir in Gedanken jetzt eine Schutzhülle mit und wirst keinen Heuschnupfen mehr haben!“

Ich hielt ihn für einen Spinner, aber in der Verzweiflung versucht man ja alles und so stellte ich mir ganz feste eine große Luftblase mit Pollen freier Luft um meinen Körper herum vor.

Zu meiner Überraschung bekam ich keinen schlimmen Heuschnupfen mehr. Seither mache ich mir diese Technik immer zu nutze, wenn sich erste Anzeichen abzeichnen und konnte das Unheil so stets in sehr erträglichem Rahmen halten. (Sprich, rechtzeitig Schutzhüllen bilden.)

Dieses Frühjahr jedoch war die Wucht der Pollen zu groß, weil alles auf einmal blühte. Vor allem meine Augen waren rot, juckten, brannten, tränten und ich wachte morgens mit dick geschwollenen Liedern auf. Vor allem mein linker Augapfel schien rund herum wie aus Schmirgelpapier zu bestehen. 

Ich versuchte es mit den herkömmlichen freiverkäuflichen Mitteln aus der Apotheke. Alles, außer die Augen, bekam ich in den Griff.

An einem Samstag Abend bekamen wir Freunde zu Besuch und ich versuchte noch mein zunehmend schmerzendes Auge nebst pochender Schläfe mit einem Schwips zu verdrängen, aber das funktionierte gar nicht. Etwas verzweifelt kam mir eine Idee. Continue reading…

So ein Freitag, der ist „schön“.

Morgens vor dem Weckerklingeln:
-Mama? Was heißt „mein“ auf Englisch? Heißt das „meyiiin“?
-Ne, „mein“ heißt „my“.
-Ne, Frau …. sagt immer „meyiiiin“, oder sowas.
-Meinst du „mine“?
-Ne Frau….sagt „myiiiin“. Mama, was heißt denn jetzt „mein“ auf Englisch?
-„My“.
-Ne, DU kannst überhaupt kein Englisch! Das heißt „meyiin“.
-Bitte sehr. Dann frag mich doch nicht, wenn du es besser weißt!
-Du hast überhaupt keine Ahnung, Mama!

Dann vor dem Frühstück:
– Kinder, das Müsli ist alle. Ich mache euch ein Marmeladenbrot, okay?
Keine Antwort. Keine Reaktion.
-Das Müsli ist alle. Ihr bekommt ein Marmeldanbrot, okay?
Keine Reaktion.
-DAS MÜSLI IST ALLE, ICH MACHE EUCH EIN MAAAARMELAAAADENBROOOOT!
Die Kinder nicken und brummeln ein JA.
Ich servierte die Brote.
Das Knöpfchen: Mama, ich wollte abba ein Brot-eine Hälfte Honig und eine Hälfte Marmelade!
-Oh….das hast du mir nicht gesagt! Iss das doch schon mal, ich mache dir auch noch ein Honigbrot.
-NEEEIIIIIIN! DU SOLLTEST MIR EIN BROT MACHEN- EINE HÄLFTE HONIG und eine HÄLFTE MARMELADE! ICH HABE DAS GESAAAAAAGT!
-Nein, meine Kind, das hast du nicht. Du hast allerdings MEINE Frage mit JA beantwortet und sonst NICHTS gesagt!
-Doch.
-NEIN!
-DOOOOOCH!
-Nein und jetzt hör auf und erzähl mir nix!“
-Abba ich hab das GEDACHT!

So in der Art ging es weiter, bis alle aus dem Haus waren.
Den Vormittag verbrachte ich mit ein paar Besorgungen und Vorbereitungen für diverse Mahlzeiten. Manchmal ist es gut, wenn einiges schon „fertig“ im Kühlschrank bereit steht.

Beim Abholen im Kindergarten verteilten sich wieder alle drei Kinder in verschiedenen Räumen und Richtungen. Ehrlich, ein Sack Flöhe ist nix dagegen. Während ich noch kurz mit einer anderen Mama ein paar Worte wechselte (großer Fehler, weil meine Kinder dann sofort wieder Unsinn machen) fuhr das Knöpfchen einer anderen Mama mit einem BobbyCar über den Fuß. Sie hatte meine Bitte, das Auto in der „Garage“ zu parken geflissentlich überhört und meine kurze Abgelenktheit genutzt.
Da eine Erzieherin schon neben dem Knöpfchen hockte und mit ihr das „Vergehen“ besprach, wollte ich mich nicht einmischen. Mir gegenüber ist das Knöpfchen nach dem Kindergarten ja ohnehin immer zweifelhaft gelaunt. Und wirklich zurechnungsfähig ist sie dann auch die erste halbe Stunde aus hier und hier beschriebenen Gründen nicht. Das Knöpfchen entschuldigte sich leider auch nicht, ich sah ihrem Gesicht aber an, dass ihr die Gesamtsituation nicht behagte.
Ich wollte sie später am Tag nochmal zu dem Vorfall fragen. Das war sinnvoller.

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