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Doch noch von C erwischt

Zack bums. Da haben wir es dann „endlich“ auch mal. Wir waren ja schon kurz davor ins Guinnessbuch der Rekorde zu kommen, weil wir mir drei Schulkindern so lange drum herum gekommen waren. Ulkigerweise waren wir seit dem Beginn der Osterferien ziemlich locker unterwegs und hatten doch ein paar ungenierte Bäder in der Menge. Stets unbescholten. Kaum haben wir ein paar wirklich unspektakuläre Tage mit wenig Kontakten und dann nur an der frischen Luft, ereilt es uns. Woher es nun angeflogen kam, bleibt ein Rätsel. Der letzte wirklich bewusste Feindkontakt lag zu lange zurück. Oder eines der Kinder hatte es unbemerkt und uns dann im Nachgang angesteckt. Wer weiß das schon. Ist auch egal. Der Zeitpunkt ist für uns günstig. Muss man so sagen. Alle wichtigen und von uns ersehnten Termine liegen hinter uns. Und die nächsten wichtigen finden erst übernächste Woche statt. Bis dahin müssten wir durch sein.

Es begann wohl wahrscheinlich schon letzten Donnerstag. Wir machten einen Ausflug ins Bubenheimer Spieleland. Schon am Nachmittag hatten wir alle juckende Augen, Nasen und mit Heiserkeit zu tun. Was für mich auch zu klassischen Heuschnupfen Symptomen gehört. Auf dem freien Feld, der viele Wind…ein Bad in den Pollen. Kein Wunder.

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The Kleinkind drives me crazy

(Nudeln mit Pesto zum Frühstück. Bitte sehr. Wem´s schmeckt…)

The Kleinkind, unsere Hummel….et is ja e Leevje, wie man hier in Köln so schön sagt. Ein zauberhaftes, meist gut gelauntes Hummelchen. Und insgesamt auch sehr Großfamilienkompatibel. Muss man sagen.

ABER….

In den letzten Wochen ist sie nochmal nochmal anhänglicher als sonst schon. Will ständig irgendwas und vornehmlich auf den Arm oder einen Grießbrei auf meinem Schoß essen. 

Nach wie vor versteht sie es ausgesprochen gut mich sofort mit ihren Bedürfnissen oder Ideen davon zu behelligen, wenn ich mich 10 Minuten hinsetze, um selbst etwas zu essen, einen Kaffee zu trinken, ein Formular auszufüllen, mich mit dem Mann abzusprechen oder was auch immer. 

Abends schläft sie mal schnell und gut ein. Mal erst spät. Seit dem Urlaub ist sie da durcheinander, warum auch immer, denn im Urlaub lag sie auch immer zu ihrer üblichen Zeit im Bett. 

Ich habe buchstäblich keine ruhige Minute. Mittagsschläfchen bekommt sie zu einer guten Zeit nur hin, wenn dann nicht gerade eines der anderen Kinder aus der Schule kommt. Sehr oft schläft sie gar nicht. Und in jüngster Zeit schläft sie manchmal zu spät dann doch ein, was uns Abends weit ins Abseits schießt. 

Ich bin angestrengt.

Und das ist gut so. Die KiTa startet irgendwann im August und hatte ich vor einem halben Jahr noch Sorge, mich nicht gut lösen zu können, ist diese Sorge jetzt verflogen. Ich fiebere diesem Termin nun entgegen. Ich möchte die KiTatür öffnen, das Kind da rein schieben und die Tür wieder schnell zu machen um dann nach 2Jahren Rund-um-die-Uhr Dauereinsatz in einer ohnehin nicht ganz durchschnittlichen Familie mal verschnaufen. Ich MUSS verschnaufen. (Aber es ist natürlich klar, dass sie in ihrem Tempo ganz in Ruhe eingewöhnt wird. Ich hoffe es geht zügig. Und ich hoffe, dieses Kackvirus mit dem C am Anfang macht im Herbst nicht wieder alles durcheinander, so dass es für die Hummel angenehm und stabil laufen kann und f ü r   m i c h auch! 

Bis dahin halte ich schon noch irgendwie durch, zwischen ständigem Mama-Gerufe von allen 4 Kindern und freue mich dann noch mehr auf die Aufweichung dieser Kleinkind-Mama-Symbiose. 

Ich denke die Hummel freut sich auch. Sie erzählt jetzt oft vom Kindergarten und dass sie dann mit anderen Kindern spielt. Ich bin nicht sicher, ob ihr das wirklich bewusst ist oder ob sie mir nachplappert. Ich bin aber sehr sicher, dass ihr die Abwechslung und die neue Eindrücke sehr gut tun werden.

Wie dem auch sei. Es wird Zeit. Es passt. Es kann losgehen. Ich werde mich lösen können. Ich hoffe dieses super anhängliche Kind kann es auch. 

Ich war schon mal an diesem Punkt. Aber ich hatte damals noch Ressourcen darüber mit wärmeren Worten zu schreiben. (Im Jahr 2022 bin ich einfach nur noch platt.)  https://beatrice-confuss.de/2017/06/08/das-knoepfchen-und-ich-und-der-kindergarten/

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Silvester 21/22

Um 12 stehe ich alleine am Fenster im Kinderzimmer und sehe mir ein doch bemerkenswertes Feuerwerk an, obwohl es keine Böller zu kaufen gab. 

Ich bin hin und her gerissen, ob ich nochmal runter gehen soll. Ich lasse es. Ich schaue alleine still und mit gemischten Gefühlen, aber nicht unzufrieden in das bunte Leuchten. 

Ich kenne dieses spezielle Silvestergefühl, das rein gar nichts mit Glamour, fulminanter Partystimmung und glühender Verheißung zu tun hat, sondern mit stiller Nüchternheit und innerer Einkehr.

Neben mir schnarchen die zwei jüngsten Kinder. Die beiden großen turnen irgendwo durchs Haus und der Mann hat hat die Terrassentür geöffnet. Das konnte ich hören.

Ein trauriges Bild? Vielleicht. Aber warum eigentlich? Im Grunde doch nur, weil wir an den Jahreswechsel immer Erwartungen haben. 

Ich habe mich schon früh vor großen Erwartungen zu bestimmten Terminen befreit. Weitestgehend jedenfalls. So fand ich die gelungensten Silvester tatsächlich in den letzten Jahren hier mit meiner Familie. Die Abende ergaben sich rund um das Racletteessen wie von selbst. Und so stellte ich mir dieses Jahr auch so ein fröhliches Beisammensein vor, mit Musik und Luftschlangen und Spielen. Ich hatte, wenn man so will, eine Erwartung.

Fürs Essen war gesorgt, die Kinder waren voller Vorfreude und ich sah mich schon mit allen nach dem Essen zu lustiger Musik tanzen. Aber es kam anders.

Es lief nicht rund. Die Kurzfassung: Eine unzufriedene Hummel, die weder schlafen wollte noch Musik hören. Kinder, die als einziges Ziel hatten vor der Glotze rumzulungern. Der Mann hatte auch so seine Vorstellungen und dazwischen ich. Genervt, gelangweilt und beschwipst. (2G plus sozusagen. 😜)

Wäre es ein normaler Abend gewesen, wäre es komplett egal gewesen. Aber es war ja Silvester. Nur deswegen empfand ich dann alles doch als doof. 

Ich hätte nur die Situation in die Hand nehmen können und alle zu Abenteuer Spaß und fetzigen Sachen anstacheln können. Wir hatten sogar noch eine kleine Konfettikanone. Wir hätten Dart spielen können. Oder Uno. Eine zweite Runde Raclette essen. Musik und Tanz hätte es auch geben können.  Aber der Wein machte mich etwas bleiern und irgendwie hatte ich  auch keine Lust darauf wieder die Animateurin zu spielen. Ich möchte auch mal animiert werden. Ich möchte mal mitgerissen werden. Versteht ihr was ich meine? Üblicherweise haben alle in diesem Haus irgendwelche Erwartungen an mich. Ich soll mich kümmern. Ich soll unterhalten. Ich soll mir Beschäftigungen ausdenken. Ich soll immer irgendwas. Ich würde aber gerne mal nicht sollen, sondern Lust haben mitzumachen bei irgendwas. 

Und so stehe ich da alleine im Dunkeln, freue mich über die bunten Raketen (und seien sie noch so umweltschädlich)und mache mir so meine Gedanken darüber, ob und was ich ändern möchte. 

Was ich auf jeden Fall gerne möchte ist, dieses Jahr unvoreingenommen mit seinen Höhen und Tiefen begrüßen. 

Hallo 2022. Willkommen.

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Vom Mond und schwierigen Ferien

Ein Leben mit Kindern ist abwechslungsreich, sehr schön, voller Liebe, aber auch sehr sehr anstrengend und manchmal ist man als Eltern auch sehr wütend. 

All das wusste ich, denn ich wuchs mit Geschwistern auf und ich arbeitete viele Jahre mit Kindern in unterschiedlichen Altersstufen. Was mich dennoch überraschte war, wie unfassbar groß die Liebe zu den eigenen Kindern sein würde und noch viel mehr, wie groß die Wut manchmal sein kann.

Ich bin weit davon entfernt meine Mutterschaft zu bereuen. Tatschlich wollte ich ab einem gewissen Altern gerne Mutter mehrerer Kinder werden und würde das jeder Zeit wieder so machen. Sie sind mein ganzer Stolz. Und das nicht, weil sie überragende Leistungen in irgendeinem Bereich erbringen, sondern weil sie einfach 4 besondere Persönlichkeiten mit spannenden Ecken, interessanten Kannten und tollen Stärken sind. Sie dürfen sein, wer sie sind. Und ich staune. Und lerne. Und liebe. Aber manchmal möchte ich weglaufen. Denn manchmal, da habe ich Wut. OAAAARRRRRR, da könnte ich.… Manchmal bin ich einfach nur meeeega genervt. 

So zum Beispiel in den letzten Tagen. 

Es sind Ferien. Der Mann hat ein paar Tage Urlaub einrichten können. Wir wollten mit den Kindern Zeit verbringen, etwas unternehmen.

Wir planten und machten Ausflüge. In Absprache mit den Kindern. 

Ein Ausflug zu einem interessanten Spielplatz, endete mit einem wilden Kreischen, weil ein Missgeschick mit einem Sandbauwerk passiert war und wir keine weitere Stunden bleiben konnten, um das Bauwerk neu anzulegen. Das Geschrei war Ohren betäubend. Gleichzeitig waren alle hungrig, aber genau deswegen mussten wir aufbrechen. Aber irgendwie war dann alles falsch. Beim Abendessen, (es gab Braten mit Klößen!), war dann auch was nicht richtig und das köstliche Essen mussten wir unter Getöse und Gemotze verspeisen. Wie ich das hasse. Zum krönenden Abschluss maulten 3 von 4, sie wollten gefälligst noch was gucken. Dem konnten wir unter den gegebenen Umständen nicht mehr zustimmen und verbrachten die Kinder angestrengt in die Betten.

Ein Kind hatte für einen anderen Tag inständig nach einem Zoobesuch gebeten, was dann alle gerne wollten. Stand ohnehin auf unseren Ferienvorschlägeliste, auch damit die Hummel mal in das Vergnügen käme. Wir buchten Tickets für den nächsten Tag. 

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Flucht nach vorn? Von Selbstschutz und Alltag

Die Schule ist angelaufen. Anderthalb Wochen (neue) Normalität und eine Idee davon, wie es nun weiter laufen könnte. Wäre da nicht die Toitoitoi-Regel an den Schulen. Selbst wenn man einfach mal annimmt, dass Kinder nicht so schlimm an Corona erkranken und es oft sogar gar nicht bemerken (mögliche Spätfolgen wird man erst später bemerken), selbst wenn es völlig unkompliziert für viele Kinder verläuft….ALLES andere, was damit zu tun hat, läuft nicht unkompliziert.

Es werden wieder Freizeitangebote am Nachmittag ausfallen, Quarantäne für einzelne Kinder, Familien oder ganze Schulklassen UND für Eltern ist das ein enormer Aufwand. Man ist ja dann nicht nur mit Kinderbespaßung oder Gesundpflegen oder beidem beschäftigt, im Worst Case sogar selbst mit Gesundwerden beschäftigt, sondern darf sich auch noch mit der Bürokratie rund um die Pandemie beschäftigen. Ärzte, Tests, Gesundheitsamt, viele Telefonate, Bescheinigungen, Fragen…

Sind dann eigentlich alle in einer Familie in Quarantäne, wenn es ein Kind hat? Für mich wäre das logisch. 

Das Einzige, was mich wirklich entspannt….ALLE wichtigen Bezugspersonen sind vollständig geimpft und dürften damit vor schweren Verläufen geschützt sein. Es kann also immer jemand Vertrautes die Kinder hüten. 

Wie gehen wir also jetzt mit der Situation um?