Seit wir Kinder haben, sind wir nur selten und nicht weit verreist.
Die erste weite Reise mit dem Auto nach Südfrankreich (da waren es erst zwei Kinder) war uns eine Lehre. Die Kinder schliefen nicht im Auto, sondern schrien zumeist. Das taten sie übrigens meistens bei allen Autofahrten, die 15 Minuten überschritten.
Also blieb der Radius in den ganzen Jahren schon allein deswegen und noch anderen Gründen eher klein. (Das mit dem Schreien im Auto hatte sich zum Glück mit dem Heranwachsen der Kinder weitestgehend verflüchtigt.)
Die Pandemie bremste uns schließlich auch noch.
Und so entschieden wir im letzten Winter, dass es dringend Zeit ist, den Kindern mal ein bisschen etwas von der Welt außerhalb der heimischen Gefilde zu zeigen. Und den Mann und mich zog es nach über 9 Jahren auch endlich mal wieder in den Süden. Wir buchten wild entschlossen für die Osterferien ein Ferienhaus in der Toskana. Einmal so richtig „die Kuh fliegen lassen“. Und obendrein konnten sich Freunde spontan entscheiden auch mit zufahren. (Wer mir auf Instagram folgt, konnte schon sehen mit wem wir unterwegs waren. ) Die Vorfreude war gewaltig.
Da sich die Coronasituation dann leider nicht beruhigte wie gedacht, blieb es bis zu letzt ein reiner Krimi, ob wir fahren könnten. Die Vorfreude ebbte die Wochen vor den Osterferien bei mir ziemlich ab. Ich hoffte dringend auf diese mögliche Auszeit, war sie nach dem letzten Winter dringender nötig, als je zuvor. Gleichzeitig wollte ich uns aber vor einer zu großen Enttäuschung bewahren und thematisierte die Reise kaum. Die Kinder schwächelten dann zwei Wochen vor der Reise reih um mit diffusen Symptomen. Ich verbriet Unmengen an Schnelltests. Immer waren alle negativ.
Und so kam der Tag der Abreise immer näher. Zum Glück hatte ich schon fast die komplette Wäsche gewaschen. Denn unsere Waschmaschine verabschiedete sich kurz vorher noch ins Nirvana.
Zudem galt es die nun richtig in Gang kommende Baustelle zu koordinieren und jemand müsste zudem unsere Katzen und Fische versorgen, als auch bei Baustellenfragen vor Ort sein und den Handwerkern Wasser und Strom zur Verfügung stellen. Es war noch richtig richtig viel zu bedenken. Und die Kinder waren unfassbar aufgeregt. Ein Kind konnte gar tagelang vorher nicht richtig schlafen.
Und dann kam wirklich der Tag der Reise. Ganz untypisch für uns, brachen wir ziemlich harmonisch auf. Während der Mann und ich sonst schon vor Wochenendreisen komplett heiß laufen und uns anmotzen, lief es diesmal sehr geschmeidig. Wir wurden fröhlich verabschiedet von unseren wirklich tollen Handwerkern und meinem Papa.
Wir hatten die Hinfahrt in drei Etappen eingeteilt und auch extra eine, ich sag mal so, asynchrone Reisespanne gewählt. Die Gründe waren folgende:
