Die letzten Tage drohte der alte Schweinhund vom letzten Jahr wieder einzuziehen.
Es war auch nicht ganz einfach diesen vor der Tür zu halten. Denn Karneval und anschließend drei Wochen ständig kranke Kinder warfen ja ohnehin schon schnell alles durcheinander. Einzig ich blieb erstaunlich fit und gewappnet gegenüber all den Viren. Ich behaupte mal, das liegt an der Kur im Hochseeklima und meinen konsequenten Runden an der frischen Luft und kleinen Sporteinheiten, trotz durcheinander gewirbeltem Alltag.
Eine einzige Woche lief dann ganz nach Plan. Normaler Alltag, alle gesund. Der Frühling zeigte sich das erste Mal. Alle lebten auf und stoben durch den Garten.
Der Frühling war aber schneller vorbei, als uns allen lieb war. Mich überfiel eine übergroße Müdigkeit und ich überhörte morgens tatsächlich den Wecker. Der Sohn weckte mich mit den Worten: „Mama, muss ich nicht zur Schule?“ Dieser Satz machte mich allerdings schlagartig wach.
Mit dieser Müdigkeit liefen die nächsten Tage weiter. Der Sohn hatte dann einen erneuten „Krankheits“-Aussetzer. Nachts erwachte er mit Übelkeit. Wir verbrachten einige Zeit im Badezimmer. Allerdings passierte nichts. Schließlich bettete ich ihn auf ein großes Handtuch ins Bett und stellte einen Eimer neben ihn. Für den Fall der Fälle. Wir schliefen unruhig. Es geschah aber weiter nichts.
