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Erziehung und Realität Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)

Mit dem Sirenchen wird es nicht langweilig. Aber ich werde irre.

Da besorgte ich neue Lieblingskleidchen, damit das Kind auch immer ein Lieblingskleidchen zur Verfügung hat und es morgens nicht schon zum ersten Wutanfall kommt, weil DAS Kleidchen in der Wäsche ist.

Das ging einige Wochen richtig richtig gut. Dann wurde es zudem ja auch sommerlich und das Sirenchen genoss es möglichst wenig Textilien am Leib zu tragen.

Dann plötzlich ging der Trend zum Rock unter dem Kleidchen. OK. Warum nicht?

Dann entdeckte sie zwei Shorts, die noch vom letzten Sommer passten. Sie trug schließlich die Shorts unter ihren Kleidchen. Am besten hat mir die Kombination Dirndl mit pinker Shorts drunter gefallen.

Jetzt kam über Pfingsten der Winter zurück. Das Kind trägt modisch Hochsommer.

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Lustig Mama Error

Ist das noch Fastfood oder schon Slowfood? Oder: Wie ich zum Zombie wurde

Neulich waren wir, während die großen Kinder im Kindergarten waren mit dem Knöpfchen unterwegs, um die ein oder andere Besorgung zu machen.

Gegen 11.30 überkam das Knöpfchen und mich der Hunger. Vor allem wenn mich der Hunger überkommt ist Vorsicht geboten und man reicht mir am besten schnellstmöglich etwas zu beißen.
Der Herr Papa kennt das schon. Mein Zuckerspiegel ist dann drunter und ich werde UN-BE-RECHEN-BAR. Ich möchte sagen: Ich bin nicht mehr bei mir.
Also hielten wir an einem Lokal an, das belegte Baguette anbietet. So ein Laden in dem man sich das Brot und den Belag selbst aussuchen und zusammenstellen muss. Das macht dann eine freundliche Fachkraft für einen zurecht.

Ich bin allerdings kein geübter Fastfoodkettenbesucher. Noch nie gewesen. Auch nicht als Teenager. Es liegt mir nicht. Ich geh eher zum Bäcker und hol mir ein belegtes Brötchen. Schon fertig belegt aus der Theke.

WEIL:

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Erziehung und Realität

Die Sache mit der Ordnung und dem unvollständigen Spielzeug.

Wer mich näher kennt weiß: Ich bin nicht die Ordentlichste. Bei mir herrscht immer kreatives Chaos. Mal mehr mal weniger.

Ich finde es toll, ordentliche Leute zu besuchen und beneide sie um die Ordnung. Anders herum kann ich mit dem Chaos anderer Menschen auch immer sehr gut leben. Das stört mich null. Ich finde es sogar gemütlich.

Somit wird klar: Hier liegt immer irgendwo was rum. Selbst ohne Kinder war das schon so.
Allerdings überschreitet es gerade eine Grenze, die selbst ich nicht mehr aushalten kann. Gestern morgen noch kam ich vom Kindergarten zurück, stieg über diverse Kleinteile, Schuhe und Fahrzeuge hinweg und dachte: Einen besseren Einbruchsschutz kann es gar nicht geben! Jeder Einbrecher wird schon beim Betreten des Hauses stolpern, hinfallen, dabei auf irgendetwas Hartes fallen, sich fürchterlich weh tun und fluchen. Wenn er dann vor Wut etwas verwüsten möchte, wird er keinen Raum finden, den er noch mehr verwüsten könnte. Geschweige denn etwas finden, was sich lohnte zu stehlen. Er wird denken es sei schon jemand vor ihm da gewesen!
Beim Verlassen des Hauses, vor allem wenn er schnell gehen möchte, wird sich jeder Einbrecher den Hals brechen, weil er entweder auf „Kätsboads“, Roller oder Laufrädchen getreten ist und damit hinfällt.

Kurz um: Ich habe die Schnauze voll!

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Rund um die Schule

Homeschooling, warum nicht?

Sprach der Sohn (gerade 5 Jahre) am Morgen:

„Mama, ich mag nicht immer in den Kindergarten gehen. Das ist mir zu lang. Und das ist ja jeden Tag! Das Wochenende ist auch viel zu kurz! Ich kann garnicht genug spielen!“

Dazu muss man sagen, dass wir einen super Kindergarten haben. Kleine Gruppen, eine klare Struktur, nicht überladen und doch viele schöne Möglichkeiten. Vor allem auch mit tollem Außengelände. Sobald der Sohn den Kindergarten betritt ist es in 99% der Fälle auch sofort vergessen und er freut sich mit seinen Freunden zu spielen. Er fühlt sich wohl dort.

Ein Faktor warum er morgens nicht gerne in den Kindergarten will ist die Tatsache, dass man sich ja anziehen muss.  😀 Am Wochenende oder an freien Tagen kann man den Sohn den ganzen Tag im Schlafanzug bewundern. Am liebsten sind im Wintertage an denen man nicht draußen war, dann kann er den Schlafanzug abends auch weiter anbehalten und hat gleich zweimal Umziehen gespart.

Einerseits spricht das für eine gewisse Faulheit.
Andererseits beobachte ich schon länger, dass er dafür in gewissen Dingen wiederum einiges drauf hat. Und ich gehöre schon zu der Fraktion: Gewisse Dinge müssen sein. Da muss man durch.

Aber ich lerne auch immer wieder, dass es manchmal auch anders geht. Warum auch nicht?

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...und was es sonst noch gibt

Philosophische Runde beim Abendbrot

Mit diesem Beitrag nehme ich bei der Blogparade #kindlicheLogik von grosseköpfe teil.

 

Da sitzt mir der Sohn beim Abendbrot gegenüber, blickt bedeutungsschwanger in den Garten hinaus und eröffnet dann mit ernster Miene: „Also, Mama, das Leben….das Leben müsste anders sein! Das gefällt mir so nicht!“
Was versteht Muttern? Der Sohn ist unzufrieden mit seinem Leben. Oh nein!
Ich frage vorsichtig: „ Was stört dich denn?“
Sagt er irgendwie für einen gerade 5 Jährigen so unpassend weltschmerzbeladen: „Die Menschen sollen nicht sterben! Wir sollen alle immer weiter leben!“
Puh. Da nahm ich mir erstmal n guten Schluck Bier. Das hatte ich mir mal zum Abendbrot aufgemacht und schon vor dem Sohn rechtfertigen müssen. Denn Bier trinken ist Männer-Sache, sagt er. Ach so.
Genauso ist es Männer-Sache ins Büro zu fahren. Frauen machen sowas auch nicht. Ach so, mein Sohn. Aus welchen Jahrhundert genau kommst du zu uns?