Ich wollte schon länger mal erzählen, dass ich hier mit unserem Kater etwas Besonderes beobachten kann. Die Katzen waren vor den Kindern da und vor allem für den Kater war es nicht leicht, plötzlich seine exclusive Position mit Kindern zu teilen. Vor allem die Geburt des überaus lauten zweiten Kindes, dem Sirenchen, setzten ihm zu. Dennoch hat er heute zu ihr die engste Beziehung.
Unser Sirenchen ist zwar ein energiegeladenes Kind, aber gleichzeitig sehr feinfühlig. Sie kommuniziert weniger über Worte, als viel mehr durch körperliche Signale. Wahrscheinlich versteht der Kater genau das auch besser, als die ganzen Worte.
Die lauten Temperamentsausbrüche vom Sirenchen sind für die Katzen von der Lautstärke her schwer zu ertragen. Zum Glück sind die Ausbrüche seltener geworden, aber hin und wieder kochen sie in bekannter Weise nochmal hoch. Das Sirenchen ist dann in ihrem emotionalen Sturm gefangen und nur schwer dort hinaus zu holen. Unser Kater hat das ganz klar erkannt.
Vor allem morgens ist das Sirenchen mit Vorsicht zu genießen. Sobald die Kinderzimmertür aufgeht, gesellt sich aber der schlaue Kater zu ihr. Und wenn sich beim Sirenchen morgens ein „nervous breaktdown“ ankündigt, geht unser Kater erst recht zielstrebig auf sie zu und schmiegt sich schnurrend an sie. Sie beruhigt sich dann ungewohnt schnell und ist wieder ansprechbar. Es kommt gar nicht zur Eskalation.
Ich finde das bemerkenswert.
