Tripple-Trotz-und-Heul-Anfälle braucht kein Mensch

…die Zeitumstellung übrigens auch nicht!

Das Sirenchen erwachte. Es lärmte und krachte. Von Minute 1 nach 6 an….vor ein paar Tagen…die Zeitumstellung….man kann es sich denken.

Ich war schon wach, deshalb kann ich es mit Gewissheit sagen: Es war NICHTs rein gar nichts voraus gegangen, was extern zu Unstimmigkeiten hätte führen können. Alle lagen noch zufrieden im Bett.
Ich döste vor mich hin. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die morgens nicht aus dem Bett springen kann. Selbst wenn ich wollte, ich würde umfallen. Mein Kreislauf braucht ein paar Minuten, um hoch zu fahren.
Während ich also hochfuhr, krähte das Sirenchen mit rauer und lauter Stimme urplötzlich los: „Maamaaaahaaahaaa, ich möchte runter gehen!“ „Mmmmmmh.“ Mein Sprachzentrum war auch noch nicht ganz da. „Mamaaahahaaaaaha…ich WILL jetzt runter gehen!“ „Äh, ja. Wieso? Wir ziehen uns gleich erstmal an und gehen zusammen.“ „Neeeeeiiiiiin!“ kreischte es mir entgegen. Das Geräusch kam ganz nah. „DU SOLLST MIT RUNTER GEHEN!“ Continue reading…

Klettergarten

…oder warum hat das Sirenchen eigentlich einen Helm auf?

 

Am Wochenende hielt uns dann doch nichts drinnen. Das Wetter, der Budenkoller, der Garten…

Nach jahrelangem wohnen in Wohnungen mit schattigen Balkonen, auf dem das Gedeihen meiner bevorzugten Pflanzen einfach nicht gut gelingt, flippe ich gartentechnisch seit einem Jahr quasi aus.
Unser Garten war von den ehemaligen Bewohnern dieses wunderbaren Häuschens eher gar nicht gepflegt worden. Es waren munter Koniferen im Garten verstreut gepflanzt worden, die mit den Jahren zu üppigem Wuchs gelangt waren. Koniferen mögen in der Landschaftsgärtnerei ihren Platz haben und durchaus auch zu hübschen immergrünen Arrangements zusammen finden. Auch gefällt mir durchaus eine Zypressenallee im toskanischem Sonnenuntergang. Aber ich persönlich finde sie in meinem Garten komplett daneben. Continue reading…

Der Tag vor dem Geburtstag

Dem Morgen ging eine Nacht voraus, die wieder ihres Gleichen sucht. Ich habe unzählige Male mein Nachtlager gewechselt. Man könnte es auch das Zwei-Matratzen-System nennen. Die etwas unbequeme Gästematratze lag zwischen Kali und Dita. Die bequeme Federkernmatratze etwas abseits. Die passt leider nicht zwischen die Kinderbetten.
Immer so im Halbschlaf, eilte ich zu einem der hustenden und würgenden Mädchen. Am Ende wusste ich garnicht mehr wo ich lag. Ich war ganz verwirrt. Das Sirenchen hatte mitten in der Nacht auch noch einen Wutanfall. Ganz ohne das Zutun anderer. Das Kissen machte was falsch. Der Fahrradhelm lag auch nicht richtig. Ja richtig gelesen. F-a-h-r-r-a-d-h-e-l-m. Modell „Lilly Fee“ (hat Dita noch nie von gehört, aber kennt se jetzt. Helm ist rosa und pink und kann BLINKEN! Dieser löste das „Schlafröckchen“ ab.) Der Fahrradhelm liegt nun immer BLINKEND!!!in einer bestimmten Position neben ihrem Kopfkissen arrangiert und wird bewacht wie ein goldenes Drachenei. Auch im Schlaf. Continue reading…

Alles wie neu

Nach einer überstandenen Krankheit, egal ob eine oder mehrere Familienmitglieder betroffen waren, packt mich ein Putz- und Waschzwang. Vielleicht sogar neurotisch.
Ich werfe alles was waschbar ist in die Waschmaschine und wiener alles, was in Kontakt gekommen ist.
Obwohl man ja dann gegen die Keime ohnehin resistent ist. Ich brauche das zum Abschluss mit der Sache.
Diesmal wird das Krankheitsbild wohl noch ein bisschen erhalten bleiben, aber die Ansteckung ist durch das Antibiotikum dann zum Glück vom Tisch.
Morgen beginnt das große Waschen und Putzen. Das schafft man ja nicht an einem Tag mit Kindern im Schlepptau. Die Quarantäne ist bald vorbei.

Nach dem ganze Schlamassel ist dann allerdings nicht nur der Haushalt wieder in Schuss (was ja durchaus auch ein positiver Nebeneffekt ist) sondern die genesenen Kinder sind dann auch irgendwie neu. Continue reading…

Mutterliebe und Mama-Folter

Sie macht mich fertig.

Ich liebe sie, aber sie macht mich fertig. Dieses Kind bringt mich an meine Grenzen.
Ich wollte immer eine geduldige und liebevolle Mutter sein. Ruhig, verständnisvoll und konsequent. Ich hatte da so im Stillen meine Vorbilder und Ideale.
Ich würde mich in den meisten Situationen als konsequent einschätzen. Es gehen mir natürlich auch Dinge durch. Schon allein, weil es drei sehr kleine Kinder sind, konnte ich erzieherisch nicht immer so vorgehen, wie ich es richtig und wichtig gefunden hätte.
Dennoch gibt es eine klare Marschrichtung bei mir.
Aber das allein nützt nicht immer etwas. Vor allem beim Sirenchen beißt man da oft auf Granit. Manchmal habe ich sie auch nicht richtig „gesehen“, ihr Verhalten falsch gedeutet. Aber ich habe dann doch immer einen guten Weg für uns gefunden. Ich muss bei ihr manchmal genauer hinsehen, als bei den anderen.
Nun geraten wir in den letzten Tagen wieder mal vermehrt aneinander. Sie alleine ist dann schon eine Nummer für sich, die ziemlich viel Energie verbraucht. Aber da sind ja auch noch die anderen beiden, die auch fordern.
Neulich Abends war es dann soweit, dass ich einen netten und erwarteten Besucher tobend, zeternd und brüllend an der Haustüre in Empfang nahm. Continue reading…