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...und was es sonst noch gibt

Völlig „verwichtelt“

Kennt ihr diesen amerikanischen Brauch vom Elf on the Shelf?

Er war mir hier und da auf den Sozialmediakanälen schon begegnet und ich fand das süß und lustig, aber wollte den Kindern nicht noch einen weiteren Weihnachts-Zauber/Bären aufbinden und kümmerte mich nicht weiter drum.

Dann kam die Erstklässlerin in dieser ersten Dezemberwoche aus der Schule zurück und erzählte beim Mittagessen in den blumigsten Worten, aufgeregt, nahezu elektrisiert von einem Wichtel, der bei einem Mitschüler eingezogen sei. Das Kind mit der größten Fantasie in diesem Haus ging buchtsäblich steil. Die Geschwister wurden mit den Bann gezogen und ich konnte überhaupt nichts tun, um diesen Hype aufzuhalten. Die Kinder unterhielten sich darüber, quetschten die Schwester aus. Die Erstklässlerin wollte so dann denn Mitschüler am nächsten Tag noch genauer Interviewen und noch mehr erfahren und offenbar hatte der Mitschüler ihr auch ein Foto gezeigt. Das Kind konnte den Wichtel genauestens beschreiben. Deshalb wusste ich, es muss the Elf on the Shelf sein.

Da die Kinder so fasziniert waren und sich die Erstklässlerin dingend auch so einen Wichtel wünschte, orderte ich sofort über den „Blitzversandt beim Kaufhaus des Grauens“ einen Elf on the Shelf, damit der an Nikolaus bei uns einzöge. So n Elf ist gar nicht so einfach zu beschaffen! Und ich hatte nur noch 4 Tage Zeit. Der Blitzversandt würde es richten. Dachte ich.

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...und was es sonst noch gibt Es könnte so einfach sein seufz

Die Hummel „räumt auf“.

Die Hummel ist nun 16 Monate alt und überaus mobil. Trepp auf, Trepp ab geht es fortan. Allein! Das hat sie geübt. Immer und überall. Auch gern an fremden Hauseingängen. Da steh ich dann und starre Löcher in die Luft und warte und friere irgendwann. Ich konnte mich noch nicht überwinden es der Hummel gleich zu tun und irgendwas zu trainieren.

Wobei es sicherlich unterhaltsam wäre, wenn ich da so mitten im Wohngebiet auf dem Gehweg auf der Stelle joggte und dann ein paar dieser neumodischen Planks hinterher schöbe. Vor allem weil ich letztere genau nur 3 Sekunden lang kann.

Wenn das Kind dann nicht gerade Treppen steigen trainiert, freihändig, dann versucht sie mit Begeisterung mit meinem Haustürschlüssel andere Türen aufzuschließen. Ich warte auf den Tag, an dem sie einen Schlüssel ernsthaft versenkt und er stecken bleibt. Auch beeile ich mich stets die Hummel um Gullys herum zu lotsen, immer ein wachsames Auge auf den Schlüsselbund.

Im Haus selbst kommt sie nun auch an die Klinke der Haustüre. Wir können an diesem Modell nicht einfach die Klinke anders herum montieren und müssen mit Abschließen kontern.

Das lustige und zumeist sehr zufriedene Hummelchen hält mich mit ihrem Erkundungsdrang ganz schön auf Trab. Ich komm nicht hinterher. Den Herd schaltete sie mir auch ständig aus beim Kochen und ich wundere mich ein ums andere Mal, dass das Nudelwasser noch nicht kocht. Oder aber sie schaltet ihn an, was auch nicht ohne ist. Immer wachsam sein. Immer auf Zack. Alle Empfänger auf ON.

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...und was es sonst noch gibt #coronaeltern Es könnte so einfach sein

Über den Ausnahmezustand und Zuversicht

Es ist gerade für alle eine sehr fordernde Zeit. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier lebe, wo ich lebe und ich mich im Vergleich mit vielen anderen Menschen auf diesem Planeten als äußerst privilegiert betrachten kann.

Trotzdem hat die Pandemie auch für mich/für uns besondere Herausforderungen parat.

Wir haben allerdings als Familie schon ein paar knifflige Situationen in den letzten Jahren überwunden. Es war nicht immer einfach.

Aber ich denke, wir sind alle daran gewachsen und das hat uns für diese Zeit jetzt auch gestärkt.

Ich finde nämlich, dass die Kinder mit der gesamten aktuellen Situation erstaunlich gut zurecht kommen. Meine Kinder jedenfalls. Es kann daran liegen, dass sie nun auch zu viert sind und sie sich nicht als Einzelkind mit der Mama langweilen müssen. 

Aber vielleicht geht unser Plan, den Kindern möglichst viel Resilienz mitzugeben auch auf. Keine Ahnung. Vielleicht ist es auch ihre Grundkonfiguration oder eine Kombination aus allem.

Mir ist auf jeden Fall seit je her wichtig, dass die Kinder mit allen schwierigen Situation möglichst gut umgehen können. So brauchte es nicht erst eine weltweite Pandemie, die aufzeigt, dass eben nicht immer alles nach Plan läuft. Auch davor hat es immer wieder Umstände gegeben, die Gewohnheiten oder Pläne durcheinander würfelten. 

Krankheiten, Umwelteinflüsse, externe Umstände….das alles kann Pläne über Bord werfen und Frust entfachen.

Und so gibt es jetzt auch ständig Dinge, die nicht laufen können wie gewohnt, gewünscht, erhofft, geplant.

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#coronaeltern seufz

Viel zu sagen und zu nix gekommen.

Ich würde für euch, für m i c h gerne mehr aufschreiben. Ganz viel sogar. Es kommt mir gerade vor, als läuft ein Stau auf. Ich komme nicht dazu. 

Es geht einfach nicht.

Kaum setzte ich mich am Tag an den Rechner quakt ein Kind nach mir. Dass das Kleinkind das natürlich nicht aushalten kann, wenn ich still und stumm vor einem Bildschirm sitze, ist logisch. Vormittags kann ich also definitiv nichts schreiben.

Vor allem aber sind es die großen Kinder, die mich dann am Nachmittag pausenlos unterbrechen. Ich tippe zwei Sätze, dann tönt es: “Maaamaaa, wo sind die Haferflocken? Maaaaamaaaa!“

Ich stehe irgendwann entnervt auf, nachdem ich schon vergessen habe, woran ich gerade geschrieben habe, und hole die Haferflocken aus dem Schrank, sehe aber dabei, dass sich das fragende Kind schon ein Brot geschmiert hat. „Wieso fragst du mich nach Haferflocken, wenn du ein Brot isst?“, frage ich dann. „Weil ich wissen wollte wo die sind! Vielleicht für morgen.“🥳

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...und was es sonst noch gibt Es könnte so einfach sein seufz

Jetzt geht’s rund-die Hummel stellt mich vor die Wahl

Das Kleinkind entdeckt seit knapp zwei Wochen den ganz eigenen Kopf und einen noch verschärfteren Erkundungsdrang.  Dieses Update muss unfassbar aufregend sein. Die Hummel schläft etwas mehr als sonst. Erst heute vormittag schlief sie auf meinem Schoß ein, als ich ihr eine Flasche Milch gab. Und Hunger hat sie auch ständig. Und der Schnulli wird auch kaum mehr abgelegt. Zwei Zähne drücken.

Diese Phase schlägt sich auf meinen Alltag nieder.

Morgens beginnt der Tag aktuell so:

Wenn ich die drei Schulkinder mit Frühstück versorge und mit allen nötigen Utensilien des Tages versehe und auf den Weg schicke, hat die Hummel bereits eine schnelle Banane gegessen, welche sie stets freudig hüpfend (jedenfalls ist es fast eine Art Hüpfen) in Empfang nimmt. Danach verteilt sie sämtliche Schuhe in der kompletten unteren Etage, alle Mützen pfeffert sie aus dem Mützenkorb und verschiedene Spielzeuge werden durch die Küche gezogen. Oder aber sie erklimmt die Treppe nach oben oder den Esstisch oder tippelt auf den Gehweg vor der Tür, von dem ich sie schon einige Male im Schlafanzug gefischt habe. Vieles wird zusätzlich durch lautes Plappern untermalt oder durch Motzen.