Hilfe, ich brauche Namensschilder für Eltern

Leute, es ist soweit.

Ich wünsche mir Anstecker für Eltern mit Namen und markanten Zusatzbeschreibungen. Ich komm nicht mehr klar.

Als wir neu zuzogen und die Kinder in der KiTa waren, kamen schon ziemlich schnell viele neue Gesichter in unseren Dunstkreis des familiären Alltags.

Als der Sohn in die Schule kam, kamen logischerweise noch mehr dazu. Aber das ging noch.

Seit das Sirenchen aber nun auch zur Schule geht, bin ich quasi raus.

Da die Kinder dazu noch in jahrgangsübergreifenden Klassen sind, kommen ja jedes Jahr nochmal neue Eltern hinzu. Ferner lernte ich auch wieder neue Gesichter kennen.

Und somit stehe ich diesen Herbst vor dem Trümmer meiner ganzen sozialen Netzwerkordnung im Kopf. WER sind diese Menschen alle? Und vor allem, wie heißen sie nochmal? Und welche Kinder gehören dazu? Immerhin weiß ich, ob ich schon mal mit einer Person gesprochen habe. Meistens jedenfalls. Continue reading…

Mutter und Kind haben was gelernt

Das Knöpfchen ist Meisterin im Erfinden von Geschichten und kann dabei extrem glaubhaft sein. Echt. Unterschreibt die komplette Familie sofort. Von Oma, Opa, Tante, Onkel etc pp.

Man muss allerdings dazu sagen, dass sich ihre Erfindungen im Laufe des Erzählens selbst enttarnen durch immer wildere Ideen. Als wartet sie nur darauf, dass man ausruft: „Du veräppelst mich doch!“ und dann lacht das Knöpfchen und freut sich.

Nun eröffnete mir das Knöpfchen heute morgen, sie wolle das Spielzeugpferd vom Sirenchen mit zum Spielzeugtag in die KiTa bringen.

Zufälligerweise hatte das Sirenchen eben jenes Pferd am Abend davor noch neu frisiert und tolle Zöpfe geflochten und mir das Ergebnis stolz präsentiert. Außerdem zanken sich die Mädchen derzeit öfter um diverse Spielzeuge und keiner gönnt dem anderen die Butter auf dem Brot.

Ich ging auf Grund dieser Erfahrungen davon aus, dass mit recht großer Wahrscheinlichkeit keine Erlaubnis seitens des Sirenchens vorlag und äußerte dies. Das Knöpfchen wurde sofort wütend und meinte ihre Schwester hätte es ausdrücklich erlaubt.

Nun waren die Mädchen zwar kurz alleine im Kinderzimmer gewesen, während ich schon in der Küche hantierte. Und möglicherweise hatten sie sich über das Pferd unterhalten.

Da das Sirenchen bereits in der Schule war, konnte ich keine Rücksprache halten und bat das Knöpfchen, sich lieber ein andere Spielzeug auszusuchen und das Pferd zum nächsten Spielzeugtag mitzunehmen, wenn ich auch Rücksprache mit dem Sirenchen gehalten hätte. Continue reading…

Zeit ist der größte Luxus- vom Anhalten und Runterkommen

Unsere letzten Wochen sind so ruhelos, wie der allgemeine Zeitgeist.

Wenn zu viele Dinge in kurzer Folge aufeinander kommen wie Veränderungen im Alltag, Verabredungen, Feste, Unternehmungen, Kurse, Termine, dann laufen in diesem Haushalt alle heiß und überdrehen oder sind überdurchschnittlich erschöpft.

Schon als die Kinder noch sehr klein waren, erkannte ich das und habe sämtliche Termine immer in wohl dosierter Folge mit genügend Pausen dazwischen gelegt. Und mehrere Termine am Tag vermeide ich wann immer es geht. Ich sage auch schon mal was ab, wenn ich merke, das gibt außer Gemotze eh nix. Ich möchte nicht mit meinen Kindern pausenlos durchs Leben hetzen. Beeilen muss man sich trotzdem oft genug. 

Und ich möchte auch, dass meine Kinder IN einer Situation sein können ohne gedanklich schon bei der nächsten Sache zu sein. 

Und so üben wir uns alle darin, das immer wieder zu erkennen und Dinge zu tun, die uns wieder zur inneren Ruhe bringen.

Die Mädchen machen das tatsächlich am aller Besten.  Continue reading…

Hambacher Forst- Auf dem Weg zur Demo am 6. Oktober 2018 / Blogparade #lautwerden

Wir waren da. 

Und ich nehme mit diesem Beitrag Teil an der Blogparade der Blogfamilia  „Stimme erheben“ #lautwerden

 

Und ich kann nur sagen, es wären definitiv NOCH mehr Menschen am Hambacher Forst gewesen, wenn man alle mitzählte, die arbeiten mussten, bei denen das Leben andere Pläne vorsah oder all die, die auf halbem Weg zur Demo doch aufgegeben haben. 

Ich erzähle mal:

Im Vorfeld gab es ein paar Dinge zu organisieren…

Das Knöpfchen malt auf eigene Wunsch ein Plakat.

 

…und so kam es, dass um kurz vor 11 vor unserem Haus einiges los war.

Meine Eltern kamen vor gefahren und brachten einen kleinen Kindersitz (den es noch in ihrer Garage gab) für ein mitreisendes Kind einer Freundin, packten den großen Kindersitz vom Sohn in ihr Auto, denn sie nahmen den Sohn mit nach Essen zum Geburtstag seines besten Freundes und Cousins.

Ein Arbeitskollege vom Mann fuhr vor, um den Mann freundlicherweise mit zur Arbeit zu nehmen, damit ich das Auto zur Verfügung hatte. (Der Kollege kam lustigerweise aus Kerpen, unserem späteren Ziel.

Dann kamen noch eine Frau aus Köln und eine Mama mit Kind aus dem Ort, die alle mit mir und meinen Mädchen im Auto mit fuhren. 

Und eine Mama mit 2 Kindern im eigenen Auto.

Von uns aus braucht man eigentlich nur 20 Minuten mit dem Auto zum Hambacher Forst.  Meine Hoffnung war, dass wir nicht in den Hauptstrom aller Anreisenden gelangen würden. Da die Versanstaltung schon um 10.30 beginnen sollte… Mit Kindern plant man ja etwas anders, als wenn man nur mit Erwachsenen unterwegs ist. (Die Mitfahrenden Kinder waren zwischen 3 und 6 Jahren alt)

Kurz vor der Stadt Kerpen begann jedoch ein Stau. Ein wunderbarere Stau! Noch nie habe ich so gerne im Stau gestanden. Um uns herum standen vollbesetzte Autos, Hambi-Fahnen hingen in den Fenstern. Es ließ vermuten, dass mehr als 20000 Leute anreisten. Die Kennzeichen kamen aus dem ganzen Land.

Die Brücke über der Autobahn bei Kerpen-Buir war voller Menschen, alle auf dem Weg zum Hambacher Forst mit Fahnen und Schildern. Sie winkten. Autofahrer hupten fröhlich und winkten zurück. Je näher wir der Ausfahrt Merzenich kamen, je mehr Leute stiegen aus den Autos aus und versuchten über den Wall Richtung Hambacher Forst zu gelangen. Continue reading…

Von dunklen Wolken umnachtet

(Fast hätte ich diesen Beitrag nicht veröffentlicht. Denn so heftig und kurz der Zustand da war, so schnell war er verflogen. Und dann denke ich: Ach, ist doch nicht der Rede wert. Aber vielleicht doch :-))

 

Es gibt diese Tage, da zieht eine dunkle Wolke auf. Eine richtig dunkle Wolke. Sie ist zusätzlich schwer und zäh und umnebelt mein komplettes Sein. Sie lähmt mich.

Wer mich nicht näher kennt, glaubt ich sei immer gut drauf. Aber das ist nicht so. Ich habe auch Launen und oft versinke ich in Melancholie. Melancholie mag ich, wenn gleich ich sie mit Kindern nicht mehr so auskosten kann, wie früher.

Hin und wieder flammt sogar etwas wie eine depressive Verstimmung auf.

Ich kann nicht umhin einen eindeutigen Zusammenhang zu meinem Zyklus zu erkennen. PMS in Kombination mit innerem Stress, zu wenig Selbstfürsorge und ungünstigen Lebensmitteln führen wenige Tage vor den Tagen zu einem Kollaps meines ganzen positiven Lebensgefühls. Ich bin nicht mehr „nur“ gereizt, sondern jeder Lebensfreude beraubt.

Diesen Monat war es extrem. Ich wusste schon, dass es unklug war derart viel Schokolade und Kaffee in der zweiten Zyklushälfte zu mir zu nehmen. Aber gleichzeitig schrie alles nach mir nach Nervennahrung und Wachmacher. 6 Tafeln Nussschokolade an 4 Tagen.

Auf mich prasselten zu viele Dinge ein. Die Kinder mit ihren aktuellen Launen, Bedürfnissen und auch kleinen Sorgen waren das eine und auf der anderen Seite war ich in einem beinahe permanenten Verteidigungsmodus. Vielleicht kennt ihr das. Ihr seid von etwas überzeugt und euer Bauch sagt euch, das ist richtig, aber das wird extern ständig angezweifelt. 

Die Quittung kam. Continue reading…