DIY-Püppchen aus alten Babybodys und Shirts

Hatschia ….Hatschia….und nicht Hatschira! Dumme Mama! Unverzeihlich! Ich nenne die Puppe immer falsch. Dabei klingt Hatschia, ja auch viel niedlicher, als mit dem ra am Ende. Ich kann es mir einfach nicht merken. 😀

Jedenfalls wohnt Hatschia seit kurzem bei uns und zeigt mir, wie unwichtig Perfektion ist.

Ich pinne mir auf Pinterest schon eine Weile einen Wolf mit Waldorfpuppen. Die finde ich ja unglaublich schön. Gerne würde eine solche Puppe einmal selber machen. Einen Puppenkurs habe ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen. Ich muss nur ein paar Frauen zusammen trommeln, die mit machen wollen.

Felicitas von Dukkah-Puppen würde uns dann anleiten.

Aber noch ist es nicht soweit. Ich gebe zu, ich habe gerade nichts auf der hohen Kante liegen und muss einfach Prioritäten setzen. ;-D

Demnach wollte ich mal versuchen, wie das so geht einen Kopf zu nähen. So mit dem was ich da habe.

Und da war er. Der Kopf.

Das Gesicht war ok, der Hinterkopf aber sehr deformiert, da musste ich üppig Haare drauf nähen um da etwas Form zu schaffen. Die Haare dauerten ein bisschen. Und als der Kopf gerade aussah, als hätte er furchtbaren Haarausfall, kam das Sirenchen und spielte damit. Der Kopf sprach ganz viel. Es war zauberhaft. Abends stellte mir das Sirenchen den Kopf als „Hatschira“….äh Verzeihung „Hatschia“ vor. Hatschia hat sogar MEINEN Nachnamen! Ernsthaft.

Am nächsten Tag spielte sie wieder damit. Ich beschloss noch einen Körper zu nähen und freue mich über die weitere Verwertung von alten Textilien.

Für die Puppe habe ich alte Babybodies und ein T-Shirt genommen. Sie hatten Flecken, die nicht mehr raus gingen. Die wollte ich nicht weiter vererben.

Und hier sieht man, wie freestyle ich die Sache angegangen bin. Ich habe einfach die Körperumrisse auf einen Body gezeichnet und ausgeschnitten.

Ich bin nicht akkurat  und sehr ungeduldig. Das muss ungefähr funktionieren. Das Projekt wächst dann sozusagen beim Tun.

Die Arme sind aus einen anderen Body, aus dem auch der Kopf gemacht ist. Auch so ungefähr.

 

Im Schritt nicht wirklich gut genäht. Hab ich auch nochmal korrigiert.

Gefüllt ist das Püppchen mit Füllwatte aus einem alten Kissen, das auch kaputt und fleckig war.

Tja, und dann fehlten zunächst noch Füße und deshalb waren auch die Arme im Verhältnis irgendwie zu lang. Ich nähte also noch  Füße aus einem alten T-Shirt dran.

Noch ein Kleidchen drüber. Fertig.

Mir kämen da ja noch eine Reihe kleiner Details in den Sinn. Aber abends muss Hatschia mit dem Sirenchen schlafen gehen. bzw noch plaudern. Die beiden unterhalten sich ganz zauberhaft.

Übrigens hat mir die Sache Spaß gemacht und ich habe noch einen ganzen Wäschekorb voller ausrangierter und nicht mal mehr für die Altkleidersammlung geeigneter Kleidungsstücke, die darauf warten, verwertet zu werden.

  2Comments

  1. Anna von neverlookedsobeautiful   •  

    Oh wie schön.Das erinnert mich an eine Puppe, die mir mal meine Mama im Italienurlaub aus alten Lumpen gemacht hatte.Ich war da vielleicht 4 oder 5 Jahre alt. Die Puppe wurde bei meinen Großeltern aufbewahrt und längst nicht so schön wie deine, aber das ist ja nicht wichtig, sie war mit Liebe gemacht. Irgendwann wurde ich ein Teenager und die Puppe geriet in Vergessenheit. Später zogen meine Großeltern um zu meiner Tante und spätestens zu diesem Zeitpunkt ist sie verlorengegangen. Ich bin sehr traurig, dass ich sie nicht mehr habe, es war eine Erinnerung an meine Mama aus der Kindheit. Um Mäusekind so eine schöne herzustellen wie du es getan hast fehlt mir einfach das Talent :-(. Ich bin immer wieder erfürchtig, wsa du alles kannst :-). Liebste Grüße, Anna

    • Beatrice Beatrice   •     Author

      Oh, so alte Schätzen… Ja das ist immer traurig, wenn die verschwinden!
      …Was ich alles kann….Ich habe immer das Gefühl ich kann vieles, aber nie so richtig. 😀 Und so Sachen wie die Puppe fummel ich mir einfach zusammen. Ich wette das kannst du auch! Einfach machen! 😉
      LG ❤️

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