Ostern 2018

Die letzten Tage war es ruhig auf´m Blog.
Die Ferien begannen, wir waren eingeladen, wir färbten Eier, backten Kuchen, waren draußen unterwegs und ich versuchte nebenbei heimlich ein paar kleine Ostervorbereitungen für die Kinder zu treffen und Besorgungen zu machen. Die Kinder machten es mir nicht leicht. Eine überdrehte Stimmung waberte durchs Haus. Die Kinder waren ferienreif aber brauchten einige Tage Zeit um runter zu fahren. Ich hatte alle Hände voll zu tun, das Chaos halbwegs in Schach zu halten. Drei aufgekratzte Kinder zu Hause sind nicht leicht zu händeln. Andererseits fanden sie immer wieder Momente der stillen Eintracht. Wie auf dem Beitragsbild zu sehen. Sie gerieten dennoch immer wieder in lautstarke Streitereien. Abends war ich nur noch platt.

Freitags bekamen wir abends Besuch und Samstagmorgens auch schon wieder zum Frühstück. Ist ja schon schön, so mit Menschen im Reallife! Ich genieße das sehr.

Da der Besuch am Freitag noch nie zuvor bei uns gewesen und kinderlos war, wollte ich die Bude halbwegs wie bei normalen Menschen aussehen lassen. Es gelang genau in einem Raum. Immerhin. Die Gäste nahmen es aber gelassen.

Gegen Ende der Woche fuhren die Kinder ihre Energie auch endlich etwas runter, aber der Mann klagte über dezentes Unwohlsein.
An Ostersonntag erwachten wir bei grauem Nieselwetter und der Mann beklagte ein starkes Krankheitsgefühl. Er sah auch glaubhaft nicht gut aus. Wir ließen ihn alleine zu Hause zurück und fuhren zu meinen Eltern. Der Mann schlief den halben Tag.
Auf dem Weg zu meinen Eltern musste ich noch tanken, was zu eine kleine Anekdote führte. Ich steuerte versiert die Tankstelle an. Ich sprang heraus, lief um das Auto und stellte fest: „Auf dieser Seite ist ja gar kein Tankdeckel!“
Äh.
Auf der anderen Seite sah ich aber auch keinen. Häh?
Da wurde mir bewusst, dass ich dieses Fahrzeug in 4 Jahren noch nie betankt hatte! 😀 Ich fahre einfach so selten mit dem Auto, dass ich bisher immer ausreichend Füllung vorfand.
Ok. Aber wo war nun der Tankdeckel???? Mir fiel dann eine Klappe neben der Fahrertür auf. DA hätte ich den Tank nun nicht erwartet und ich musste das Auto nochmal umsetzten. Denn ich stand so, dass ich den Tankschlauch nicht über oder um das Auto hätte herum legen können. Zum Glück war nichts los an der Tanke. Sonst hätte es wieder geheißen: Typisch Frau.

Dann verbrachten wir den Tag essend bei meinen Eltern. Also echt. Ich habe lange nicht mehr so viel gegessen.
Meine Geschwister, meine Nichte und mein Neffe waren auch da. Es war ein gemütlicher Nachmittag. Die Mädchen verbrachten viel Zeit bei der Uroma, die im gleichen Haus wohnt. Die Jungs versanken im Lego-Playmobil-Universum.

Ich lag irgendwann bei den Kindern im Wohnzimmer auf dem Boden und wühlte in der alten Spielzeugkiste. Ich sortierte Cowboys und Indianer wieder zu ihren Pferden.

Der Sohn sagte irgendwann ganz überrascht: „Mama, du kannst ja noch richtig spielen, wie früher als Kind!“
Ich musste lachen.
„Ist sortieren auch spielen?“
„Ja!“

 

Später zu Hause las ich den Kindern noch etwas vor und sah mir mit dem Mann noch „Frühstück bei Tiffany“ an.

Am Ostermontag bekam ich vom Sohn noch ein Ostergeschenk.

❤ ❤ ❤

 

Dem Mann ging es leider immer noch nicht gut. Das Fieberthermometer sagte ganz klar: Bettruhe.
Wir frühstückten zwar zusammen und beratschlagten, wie der Tag verlaufen sollte.
Die Kinder verschwanden derweil mit einem kleinen Kindertisch in ihrem Zimmer. Ich sah aus dem Augenwinkel, wie sie ihn zusammen die Treppe nach oben schleppten. Ideen haben die…:-) Sie holten sich noch Knetgummi, welches der Osterhase am Vortag gebracht hatte und saßen dann in ihrem unaufgeräumten Zimmer am Tisch, hörten ein Hörspiel und kneteten.

 

Der Mann und ich entschieden, dass ich alleine mit den Kindern zu seiner Mama fahren würde.

Die Fahrt lief bis kurz vor dem Ziel gut, dann fuhr ich, ganz typisch für mich, an einer entscheidenen Zielgeraden vorbei. Nach einem kleinen Umweg, kamen wir aber doch noch an.
Die Kinder suchten erstmal die versteckten Eier im Haus. Darunter ein paar von Oma höchst persönlich bemalt!

Viel zu schade zum Essen, wie ich finde. Aber ist schon passiert. 🙂

 

Das Mittagessen gelang sehr gut. Der Mann hatte sich etwas ausgedacht, aber nun mussten die Oma und ich nach seinen Instruktionen das Essen zubereiten. Nun ist die Oma auch eine versierte Köchin. Was sollte da schon schief gehen. Es schmeckte hervorragend.
Beim Essen fiel dem Sirenchen dann erschrocken auf, dass mit einem ihrer Schneidezähne etwas nicht stimmte. Sie sah ziemlich erschüttert drein. Der Sohn erkannte richtig: „Du hast einen Wackelzahn!“
„Hach, mein Sirenchen, jetzt fällt dir auch bald der erste Zahl aus! Passend zum Schulstart!“
Sie lachte auf, wackelte ein paar mal am Zahn und ich versprach ihr eine Zahndose. Sie war ganz stolz.

Nach dem gelungenen Mahl spazierten wir in einen nahegelegene Park. Die Kinder rutschten und kletterten. An der Rutsche bekamen sie jedoch einen geräuschvollen Streit um Nichtigkeiten. Nun wissen alle Anwohner, dass wir da waren. Die Oma und ich mussten sehr lachen.

Später tranken wir zu Hause noch einen Kaffee zusammen und spielten mit den Kindern ein kleines Brettspiel.
Schon war Ostern fast vorbei.
Auf der Rückfahrt hörten wir laut Radio und das Knöpfchen schlief trotzdem ein.

 

Übrigens bekamen die Kinder Knetgummi, neue Regenschirme, ein paar neue Shirts und das Knöpfchen im Speziellen ein Mehrjungfrauen-Nachthemd und Meerjungfrauen-Socken. Das soll ihren mittlerweile ein Jahr alten, immer getragenen, zu klein gewordenen und  komplett zerlöcherten Meerjungfrauen Schlafanzug ersetzen. Sie kann sich aber noch nicht dazu durchringen, sich von dem alten Meerjungfrauen-Schlafanzug-Fetzen  zu trennen.

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