Die Sache mit der Zahnbürste

Es sind nun richtige Ferien für alle Familienmitglieder. Der rührselige und schöne KiTa Abschied vom Sirenchen liegt hinter uns. Seit 3 Tagen können wir einfach aufstehen wann wir wollen. Wunderbar. 

Neben wunderschönen Spielsituationen der Kinder, welche mein Herz erweichen, geht es dennoch auch immer wieder turbulent und laut bei uns zu. Die Streitereien unter den Geschwistern flammen immer wieder mal auf. Ebenso wie „Anfälle“ einzelner Protagonisten. Der jüngste Vorfall allumfassenden Lärmens (ich lärme ja „gern“ mit) liegt einen Tag zurück.

Wir hatten Besuch von einem fast erwachsenen Cousin. Das war sehr schön, denn der Cousin machte das ganz prima mit den kleinen Verwandten und somit verlief der gestrige Nachmittag erstmal sehr entspannt.

Die Kinder durften etwas später zu Bett gehen. Also genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie „auffällig“ wurden. 😉 Continue reading…

Kinderkunst im Überfluss und lose Blätter

Wie ich versuche dem Papierberg Einhalt zu gebieten

 

Man kennt das. Schon allein EIN Kind produziert, selbst wenn es NUR im Kindergarten oder der Schule kreativ arbeitet, eine Menge Basteleien und Bilder.

Klar, kann ich im Keller eine Sammlung mit sämtlichen St-Martinslaternen und Co anhäufen und in 20 Jahren bestenfalls unter einer Staubschicht hervorwühlen, wenn nicht Feuchtigkeit sich der fragilen Gebilde bemächtigt hat. Dann könnte ich mich nochmal freuen und dann erst seufzend und schweren Herzens die ganze Arbeit wegschmeißen. Aber das verstopft ja nur den Kopf und Lagerfläche obendrein. Ein bisschen mehr Minimalismus täte unserem Haushalt gut. In jeder Beziehung.

Alle Bastelarbeiten dürfen die Kinder deshalb auch munter bespielen und bevor sie vollends auseinander fallen, mache ich ein Erinnerungsfoto. Die Laternen, die die Saison trotzdem überleben, hänge ich im nächsten Jahr als Deko ins Fenster (das eine Jahr überleben sie im Keller unbeschadet) oder wo es schön aussieht und spätestens danach erleben sie kein weiteres Mal, haben aber einen guten Dienst getan.

Ein weit größeres Problem sind aber Bilder.

Die schönsten Bilder sammele ich mit Namen und Datum versehen in einer Sammelmappe. Und spektakuläre Erstlingswerke bekommen einen Rahmen. So finde ich das Beitragsbild nennenswert, denn das Knöpfchen hat ganz gezielt meine Visitenkarte zur Hand genommen, sich alles bereit gelegt und nachgezeichnet UND ergänzt. Durch Papa und Sonnenschein. 🙂 ❤ Continue reading…

Geschwisterstreit-Kräftemessen und Gerangel in der Rangordnung

Die Kinder…schon ein Weilchen zeichnet sich die neue „Phase“ im Alltag ab und erlebt derzeit einen Höhepunkt.

Vor allem der Sohn (1. Klasse) und das Sirenchen (Vorschulkind) haben sich nun richtig oft und heftig in der Wolle.

Dass Geschwister mal mehr mal weniger streiten ist ganz normal und gehört zum sozialen Lernen dazu.

Jedoch mehren sich in den letzten Wochen ungewohnt heftige Gewitter zwischen den beiden Wackelzahnkandidaten. Ich kenne das bisher in der Form nicht.

Die Streitereien haben eine neue Qualität und auch Quantität. Sie werden vermehrt körperlich ausgetragen. Sie raufen richtig miteinander. Da sie gleich stark sind, mache ich mir keine Sorgen, dass einer von beiden körperlich unterliegt. Aber sie gehen ganz schön rau miteinander um. Es wird an Haaren gezogen, sich geboxt, gekniffen, geschubst, als Knäuel über den Boden gekullert und auch getreten. (das alles ohne Verletzungen, es scheint also noch eine unsichtbare Schwelle zu geben, die nicht überschritten wird). Sie kämpfen mit allen Mitteln, die ihre Körper zur Verfügung haben. Continue reading…

Sommerfeeling im Mai und eine kaputte Einrichtung

Dieser Teil des Jahres ist geprägt von Feiertagen, Brückentagen, Sportfesten, Elternsprechtagen, Schulärztlichen Untersuchungen etc.pp.

Die vielen Alltagsunterbrechungen stören mich derzeit aber nicht. Das sommerliche Wetter gefällt mir sehr.

Wir haben entspannte Tage oder Tagesabschnitte und natürlich auch die turbulenten Zeiten.

Letzten Samstag waren wir im Essener Grugapark. Es war einer dieser ganz besonderen Tage. Alle waren gut drauf, fröhlich und ausgeglichen. Der komplette Tage verlief reibungslos, wenn man von dem Massaker auf der Hinfahrt absieht. Der Sohn bekam kurz vor dem Ziel heftiges Nasenbluten. Wir hatten praktischerweise ein Kühlakku in der Provianttasche und ich hatte Taschen- und Feuchttücher griffbereit. (Wir haben Übung mit Nasenbluten.)

Den Grugapark kann ich übrigens auch uneingeschränkt als Ausflugsziel empfehlen! Es war wie ein Kurzurlaub!

Dann habe ich natürlich das Planschbecken im Garten nochmal befüllt. Vor allem die Mädchen lieben es vom Klettergerüst aus dort hinein zu springen. Und wenn sie das nicht machen, bauen sie sich mit Regenschirmen Häuschen. Draußen oder Drinnen. Immer mitten im Weg. 

An einem Nachmittag waren noch zwei Freundinnen da und die 5 Kinder verwandelten das frische Wasser binnen einer Stunde in eine schnodderige Brühe. 😀  Continue reading…

Eine Mutter, drei Gesichter

Die Sorte „Unerzogen“

Eine Horde Kinder, darunter meine drei, erklommen auf einem Spielplatz übermütig die Rutsche und ließen als Beschleunigungshilfe händeweise Sand herunter rieseln.

Alle hatten Spaß. Es staubte zwar enorm und sauber war danach niemand mehr. Aber was soll’s? Der Spaß steht doch an erster Stelle. 

Schließlich trat eine Oma auf den Plan, die ihre Enkel maßregelte.

„Hört auf den Sand die Rutsche runter zu werfen. Was soll das denn? Das ist doch eine Rutschbahn! Der Sand gehört da nicht drauf!“

Die Enkel hielten inne. Meine drei Kinder rieselten aber weiter lachend den Sand die Rutsche runter.

„Wer macht denn das die ganze Zeit mit dem Sand? Was soll das?“ Ihr gestrenger Blick ging zu mir rüber. 

Ich finde allerdings, dass die Kinder auf dem Spielplatz alles dürfen, solange sie niemanden in Gefahr bringen oder jemanden ernsthaft stören. Hätte sich eines der Kinder über den Sand beklagt, hätte ich auch um Achtsamkeit gebeten. Aber es waren alle Kinder beteiligt und einverstanden. Das Leben ist schon reglementiert genug. Warum sollte das Spiel unterbunden werden? Continue reading…