Ich bin mit den Kindern schlau geworden und habe Weihnachtsgeschenke zumeist schon im Oktober und November besorgt. Dieses Jahr auch. Man glaubt nicht, wie viele überraschende Schnäppchen man zu dieser Jahreszeit finden kann. Vor allem entspannt.
Dann wollte ich ebenso rechtzeitig ein paar Kleinigkeiten für den Adventskalender besorgen. Haarspangen, Schokolollies, eine Hörspiel-CD für alle drei gemeinsam, ein paar Karusellfahrmarken…Ideen habe ich immer. Es macht mir Freude.
Jedoch war es mir nicht gegönnt, rechtzeitig einmal einen Vormittag alleine los zu ziehen, um das alles entspannt zu besorgen. Denn ständig war was. Unterrichtsausfall, was bedeutet die Kinder kommen früher als sonst nach Hause, KiTa zu, ein Kind krank, mega Regenwetter, quengeligen Baby etc pp. Meine Zeitfenster waren stressig winzig. Es machte mich schon ganz hektisch, dass ich noch nichts hatte. Dann war die ganze letzte Woche das Sirenchen krank und fieberte, dazu macht das Baby-Mädchen einen Entwicklungssprung durch und ist etwas unstet in ihren Bedürfnissen. Ich saß buchstäblich zu Hause fest.
Meine ganze Hoffnung legte ich auf Freitag. Da hatte der Mann frei und konnte auf das kranke Kind aufpassen und Haustüren öffnen. Ich hätte zudem mal das Auto. Mein Gewissen biss mich zwar, da ich an einem Friedays for Future Tag nicht zur Demo ging, sondern auch noch mit dem Auto in eine Konsumhölle fahren würde.
Aber es geht nun mal nicht anders gerade.
Und so machte ich mir eine dicke dicke Einkaufsliste. Drogerie, Geburtstagsgeschenk für einen Freund des Sohnes, für Nikolaus noch je Kind ein Buch, einen Adventskranz und die Adventskalenderdinge….
Klar hätte ich die Liste auch dem Mann geben können, aber ICH wollte mal raus. Mal unter Leute. Mal nicht nur zwischen zu Hause und KiTa hin und her. Und, es macht mir ja wie gesagt Freude Kleinigkeiten für die Kinder auszusuchen.
