Zwischenfall im 8. Schwangerschaftsmonat

Ein Krankenhaus-Krimi

Als ich mit dem ersten Kind im 8. Monat schwanger war, trug sich Folgendes zu.
Meine Eltern und die Schwiegereltern kannten sich zwar schon länger, siezten sich aber noch ganz altmodisch. Das sollte sich ändern und zu diesem Zwecke waren sie an einem Sonntag zum Mittagessen geladen. Während der Mann ein feines Essen kochte, auf das ich mich schon sehr freute, ruhte ich ein Weilchen. Als ich mich wieder erheben wollte, machte ich eine ungeschickte Bewegung und merkte, dass sich da leider im Rücken etwas blöd verzurrt hatte.
Ich ignorierte dies im Glauben, es würde sich allein wieder finden.
Die Eltern und Schwiegereltern trafen ein, man nahm Platz. Die Vorspeise wurde aufgetragen. Ich mochte irgendwie so garnichts essen. Mein Rücken tat weh und ich hatten den dringenden Wunsch, dass da mal was von außen zurecht massiert würde. Es half nicht. Den Hauptgang ließ ich, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, komplett aus und verzog mich einen Moment ins Schlafzimmer. Mit gerundetem Leib, kann man leider so gar keine Gymnastik machen, die einem sonst helfen könnte. Continue reading…

Die 1. Schwangerschaft

Ein neues Universum

Romantisch verklärt kaufte ich den Schwangerschaftstest. Sofort, sozusagen schon bei der Benetzung mit meinem Urin, färbten sich Kontrollfenster und „Anzeigen“-Fenster auf SCHWANGER. Ich war erfreut, aber auch sofort zittrig UND ich hatte das starke Bedürfnis einen großen Schnaps zu trinken. Oh Mann, wie aufregend! Aber ich war unsicher, ob das Ergebnis so stimmt und wartete die empfohlenen 3 Minuten. Es waren ziemlich lange 3 Minuten. Aber es änderte sich natürlich nichts mehr an dem Ergebnis. Und den Schnaps konnte ich mir auch klemmen.

Dann suchte ich ganz aufgeregt und recht flott die Gynäkologenpraxis meines bisherigen Vertrauens auf.
Der erste Kontakt am Tresen lief so ab: „Guten Tag, was kann ich für sie tun?“
-„Ich glaube ich bin schwanger! Ich hatte einen positiven Schwangerschaftstest! Hier!“ und ich fuchtelte stolz damit vor der Nase der Sprechstundenhilfe herum.

Ziemlich nüchtern fragte sie, wann die letzte Periode gewesen sei und blickte mich komplett unbeeindruckt an. Ok, ok, die hört sowas natürlich ständig, dachte ich, und strahlte weiter. Gleichzeitig wollte ich wissen, wie es jetzt weiter ginge. Die Dame drehte, nachdem ich die letzte Periode durchgegeben hatte, an einer Art Tachoscheibe und wusste: „Das ist aber noch zu früh! Da können wir gar nichts sehen!“ In meinen schwindenden Enthusiasmus hinein fügte sie hinzu: „ Wollen sie es denn behalten?“  Hä?? Diese Frage fand ich voll daneben, denn ich hatte meine Schwangerschaftsverkündung ja nicht unter Tränen vorgetragen. Etwas irritiert antwortete ich mit JA, war aber wie ausgebremst und ließ mir einen Termin für 3 Wochen später geben. Continue reading…