Ein Zirkusbesuch und eine Heulsuse

Wir waren im Zirkus.

Und das war schön!

Ganz in der Nähe gastiert ein kleiner Familienzirkus. Zirkus kennen die Kinder bisher nur aus Geschichten und von Bildern. Also war das eine passende Gelegenheit für einen Familienausflug.

Das Schöne an den kleinen Zirkussen ist, wie ich finde, dass sie gerade für die kleinen Kinder vollkommen ausreichen.

Das Zelt war klein, nur mit Stuhlreihen, keine ansteigenden Ränge, aber wirklich hübsch. Ein nachtblauer Zirkushimmel mit gelben Sternen und eine bunte Manege. Der Duft nach Sägespänen, die typische Zirkusmusik…. Continue reading…

Ich geh kaputt!

Das Los mit dem Mitgefühl.

Es gibt bei mir so ganz banale Momente, da könnte ich heulend zusammen brechen, weil ich unendlich Mitleide. Mal ganz davon abgesehen, dass ich wahre Dramen nur aushalten kann, wenn ich sie nicht richtig an mich heran lasse. Sonst geht nämlich nix mehr. Ich habe mir eine halbwegs harte Schale zugelegt. Ich kann mein Gefühlsleben einigermaßen kontrollieren.

Früher als Kind hatte ich super oft so banale Situationen, in denen mir auch so komisch schlecht wurde und ich es kaum aushalten konnte, wenn ich an der Situation nichts wirklich ändern konnte.
Ein Beispiel von vielen:
Ein Kind sitzt mit seiner gefüllten Butterbrotdose auf dem Schulhof. (Früher aß man noch auf dem Pausenhof 🙂 ) Die Butterbrotdose ist von der Mama liebevoll zurecht gemacht worden. Das Kind beginnt zu essen. Ein anderes Kind kommt und reißt dem frühstückenden Kind einfach die Brotdose aus der Hand und entleert den Inhalt lachend in eine Mülltonne.

Das ist für mich fast schon emotionale Folter. Ich zergehe vor Mitleid. Das Kind weint natürlich. Und ich fühle den Zorn und die Hilflosigkeit. Ich fühle, dass sich das Kind über das andere freche Kind ärgert. Dass es sich ärgert, dass das Frühstück hinüber ist. Dass es nun hungrig bleibt. Dass es sich wundert, wieso das andere Kind sowas Bescheuertes macht. UND ich fühle, dass das Kind traurig ist, weil die Mama hatte eine sooo schöne Frühstücksdose zurecht gemacht. Extra für das Kind. Und das freche andere Kind hat diesen alltäglichen kleinen Liebesbeweis einfach kaputt gemacht.
Das arme Kind. Die arme Mama.

Vielleicht fühle ich da auch etwas zu viel? Keine Ahnung.
Aber so empfinde ich.

Neulich hatte ich dann mit dem Sohn ein Erlebnis, welches mir wieder einmal ein solches Gefühl bescherte.

Ich kam im Kindergarten an und der Sohn kam aus der hintersten Ecke des Außengeländes angetrabt. Er trug seine Schuhe in den Händen und kam auf mich zu.  Er lächelte, aber verzog schon sein Gesicht, als würde er gleich weinen.
Er hatte für mich ein paar Blümchen gepflückt und in seinem Schuh gesammelt, damit sie nicht kaputt und verloren gehen. Die wollte er mir schenken. Leider hatte ein anderes Kind ihm einige Blümchen abgeluchst und kaputt gemacht. Der Sohn erzählte mir davon, unterdrückte ein Schluchzen und vergrub sein Gesicht an meinem Bauch. Er hatte die Blumen extra für mich gepflückt, um mir eine Freude zu machen und das andere Kind hatte diesen Plan quasi mit Füßen getreten.
Ich wusste ganz genau wie er sich fühlte.
Ich sagte aufmunternd, dass ich seinen Ärger sehr gut verstehen könne. Und ich wüsste genau wie lieb er es gemeint hätte und würde mich schon allein über die Idee riesig freuen. Die restlichen Blumen seien ja nun auch heil geblieben und auch sehr schön!
Das andere Kind hatte die Situation beobachtet und es tat ihm auch leid. Es kam und brachte noch ein paar Blümchen, die heil geblieben waren und entschuldigte sich. Was ich wiederum auch sehr süß fand. Es milderte sowohl meine „Übelkeit“ als auch die vom Sohn.

 

Ein Igel, ein Igel! Eine Giftpflanze und andere Entdeckungen.

In Sorge um das ökologische Gleichgewicht in unserem Garten (wegen der Nackschneckenplage) machten wir neulich eine tolle Entdeckung! Der Kater starrte in der Dämmerung plötzlich konstaniert auf etwas, was da gemütlich seine Bahn durch den Garten zog. Vollkommen unbeeindruckt, dass da eine Katze saß kam ein IGEL des Weges! Ich wäre am liebsten sofort aufgesprungen, um ihn mir näher anzusehen. Aber ich wollte den Kater und den Igel nicht stören. Den Gedankengang vom Kater konnte man sozusagen hören. Selbst in der Rückansicht konnte ich sein dummes Gesicht sehen. 😀

Als der Igel (ich nehme an unter unserem Gartenhaus) Quartier bezogen hatte, lief der Kater hektisch zu seinem „Wohnbaum“ und verschönerte den Eingang dazu beherzt mit einer Urinmarkierung. Wie man sieht, wird der Baum dadurch nicht schöner. Aber es ist damit SEINER. Zutritt für Igel und andere Katzen verboten.

Das Katerhaus

Eine „attraktive“ Hauseingangsgestaltung wirkt einladend für jeden Gast.

Continue reading…

Kack-Scheiß-Mama

(Ein Ausdruck, der hier bei den Kindern mal kurz Mode war, den ich aber ausgemerzt habe. Das darf ich nur selbst zu mir sagen.😁)

Es folgt das Eingeständnis als Mutter in einer Situation komplett versagt zu haben. Aber es zeigt auch, dass man sich die Fehler eingestehen und dann etwas ändern muss.

Vor wenigen Wochen…

Ich knurrte und grummelte irgendwie aus diversen kleinen Gründen vor mich hin. Lauter kleine Baustellen und Problemchen hatten sich aufgetan. Hauptsächlich beschäftigte mich die plötzliche Kindergartenabneigung des Sohnes.

Ich „sah“ nicht bei allen Kindern genau genug hin und war abgelenkt. Kinder merken das ja SOFORT! Das Sirenchen quittiert so etwas dann auch direkt mit extra Forderungen. Da kann man machen was man will. Sie ist dann wirklich ziemlich kompliziert zu händeln. Für mich jedenfalls. Nenne man es wie es wolle. Autonomes Kind, Wildfang, eine Phase, Trotzkopf, Eigensinn oder was auch immer.

Das Mama und drei-kleine-Kinder-Gefüge wurde jedenfalls gefordert. Continue reading…

Langes Wochenende, Sommerfeeling und entschleunigter Familienalltag

Wir machen uns eigentlich nichts aus Vatertag und Muttertag.

Aber wir hatten ein schönes langes Wochenende und haben, wie alle, das traumhafte Wetter genossen.

Vatertag fing zwar bei uns nicht so gut an, aber nach einem Kaltstart der Ähnlichkeit mit dem HIER beschriebene Moment hatte, wurde es Stückchenweise besser.
Nach einem turbulenten Frühstück packten wir die wahnsinnige Brut ins Auto und fuhren zu den Großeltern zu einem kleinen Familientreffen.
Das war dann entspannt. Die Kinder turnten durch den Garten, es gab Speis und Trank. Wir konnten einfach ganz viel nur so da sitzen und uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Continue reading…