Ein Ausflug zur Burg Linn in Krefeld

Der Frühling naht. Und Ausflüge machen wieder Spaß. Da habe ich einen Tipp für kleine Ritter und Burgfräuleins.

Da der Sohn gerade schwer dem Ritter- und Burgenfieber erlegen ist, suchten wir eine gute erhaltene Burganlage in erreichbarer Nähe rund um Köln.

Burgen gibt es viele. Aber nicht alle haben das gesuchte „Ritterfeeling“.

Wir fanden mehr oder wenig spontan den Weg zur Burg Linn in Krefeld. Und DAS war mal eine tolle Burg! Für die ganze Familie ein spannender Ort.

Linn ist ein altes Städtchen zu Füßen der alten Wasserburg. Allein Linn kann man gemütlich durchwandern und bestaunen. Viele Teile der mittelalterlichen Stadtmauer sind noch zu sehen.

Ein Modell der mittelalterlichen Befestigung am Ortseingang.

Die Burg selbst liegt auf einem Hügel umgeben von einem Wassergraben. Betritt man das Burggelände, gelangt man auf den großen Platz der sogenannten Vorburg. Dort kann man in der Sonne sitzen und ein Picknick machen. Die Kinder haben dort Platz, um herum zulaufen.

 

Der Eintritt für das Jagdschlösschen und die Burg selbst kostete für uns als 5 köpfige Familie 11 Euro. Das fanden wir ok. Auch wurde man überall freundlich begrüßt. Ein Museum in dem Kinder erwünscht sind.
Im Jagdschlösschen, welches deutlich jünger ist als die Burg selbst, findet man alte Portraits der Bewohner, Möbel aus der Zeit und kunstvolle Wandbemalungen.

Über einen langen hölzernen Steg betritt man vom Vorplatz aus das eigentliche Burggelände und durchschreitet die erste Abwehranlage. Unmittelbar nach dem ersten Torbogen kann man nach rechts und links in einen Pfad abbiegen und den inneren Burgwall ablaufen. Geht man weiter gerade aus durch ein zweites Tor steht man im Burghof und blickt auf den Bergfried.

Der Bergfried. Wachturm, Verlies und letzter Rückzugsort bei Belagerungen.

Ich für meinen Teil sah Mägde über den Hof eilen und Wachposten auf dem Wehrgang patrouillieren.

Man durfte auf eigen Faust einmal rund herum durch alle Burggebäude gehen. Den Anfang macht man mit dem Bergfried. Dieser Turm hat innenliegend eine sehr schmale und steile Treppe, die sich den Turm hoch schlingt. Dreimal unterbrochen von Zwischenetagen aus Holzböden. Ich hab´s ja nicht so mit Höhe und Enge. Ohne Kinder wäre ich nicht hoch gekrakselt. So aber schaltete ich mal alle Antennen und Ängste aus und erklomm mutig den Turm.

Die erste Etage war etwas gruselig. In der Mitte des Fußbodens war ein großes Loch. Mit einem Gitter gesichert. Aber man konnte ziemlich weit in ein dunkles Verlies blicken. Wer da wohl schon alles drin gesessen hat? Mein Kopfkino schlug Purzelbäume. Dem Sohn blieb dieses Loch auch in Erinnerung. Das unheimliche Kerkerloch vergisst er so schnell nicht. 🙂
Wenn man ganz oben angekommen ist, hat man jedoch eine tolle Aussicht auf die Umgebung. So ein Bergfried ist ganz schön hoch. Wenn man schwindelfrei ist, kann man auch länger am Geländer stehen. Mir wird da ja ganz belämmert zu Mute.

Burghof vom Bergfried aus. „Waghalsig“ und vor allem schnell geknipst.

Auf dem Abstieg mussten wir auf jeder Etage mal warten, weil uns Leute entgegen kamen. Und auf der schmalen Treppe passt man definitiv nicht aneinander vorbei. Ich trug das Knöpfchen nach unten und scheuerte an beiden Seiten an den Wänden entlang. So eng ist das.

Über den Wehrgang lief man dann rüber in das Gebäude mit dem Rittersaal und von dort weiter zu einer steinernen sehr steilen Wendeltreppe wieder nach unten. Es gab allerlei zu entdecken. Toiletten in kinderfreundlicher Höhe und auch sauber gibt es übrigens auch im Kellergewölbe der Burg.

Also insgesamt ein schöner unaufgeregter Ausflug mit Bewegung, frischer Luft und spannenden Entdeckungen. sicherlich auch schön mal mit einer größeren Gruppe Kinder, die dann auf dem Gelände Ritter spielen können.

Und wer mehr wissen möchte: https://www.krefeld.de/de/museum-burg-linn/die-burg-linn/

  1 Comment

  1. Nätty   •  

    Gute Idee für ein Ausflugsziel. Ich war dort bisher nur als ich noch kein Kind hatte. Damals haben eine Freundin und ich dort schicke Fotos von uns gemacht vor der tollen Kulisse im Frühling. Wenn es da schon Instagram gegeben hätte, wären die Bilder dort vermutlich gelandet ;)))
    Wie auch immer, ich glaube das Bilderbuch-Mädchen könnte dort Spaß haben. Werde das für die Zukunft mal ins Auge fassen.

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