Ferien und Baustelle

Ich komme derzeit nicht hinterher. Die Ferien….die Baustelle….in dieser letzten Ferienwoche kippt die gemütliche Ferienstimmung in Wahnsinn…..ich sehne den Alltag mit Schule und KiTa herbei, weil ich gerne einkaufen gehen möchte ohne vorher mit drei Kinder zu diskutieren wer mit geht, wer nicht, dass man nicht nur in der Unterhose los gehen kann und ich will auch nicht jedes Mal im Supermarkt diskutieren, warum ich nicht jedes Mal Quengelwahre für alle drei Kinder kaufe. Ahhhhhh.

 

Hinzu kommt eine Baustelle in diesem Haus, die drei Jahre lang brach lag. Die Gründe sind vor allem in den letzten Jahren und dem Aufgabenpaket zu suchen, das hinter uns liegt. (Im angehängten Beitrag nach zu lesen.) Diesen Sommer geht es endlich weiter, aber auch schleppender, als gedacht. Das Wetter, familiäre Angelegenheiten und andere Umstände bringen es zum Stocken, aber wir lassen uns dennoch nicht aufhalten. Es wird in diesem Jahr noch vollendet!

 

Neuer Wohnraum, Kernsanierung eines Hauses und ein Umzug

Vom lieben Gott und interessanten Erziehungstipps auf der Straße

Vor einigen Tagen war ich mit den Mädchen zu Fuß unterwegs zum Supermarkt. (Der Mann war mit dem Sohn zum Baumarkt gefahren). 

Wir brauchten nicht viel und wir schlenderten mal einen anderen Weg als sonst, um uns die Beine zu vertreten. Anschließend sollte es noch bei der Eisdiele eine Kugel Eis geben. Die Kinder hatten nämlich den ganzen Tag geduldig ausgehalten, wie wir Eltern unsere aktuelle Kinderzimmerbaustelle, das letzte Drittel unseres Hauses, weiter bearbeiteten, anstatt ins Schwimmbad zu fahren.

Es musste mal ein kleiner Tapetenwechsel her.

Das Sirenchen war von ausgesuchtem Unmut gebeutelt und „verpestete“ die Luft mit Gemecker und „Befehlen“ ins Leere und gleichzeitigen Versuchen sich mit der Situation abzufinden. Ich wusste, dass sie mit dem Tag unzufrieden war, auch wenn wir gerade auch für SIE etwas Neues schaffen. Sie wollte die ganze Zeit helfen, was bei manchen Arbeiten sogar ging, aber nicht in dem Ausmaß, wie sie es sich gewünscht hätte. Zudem wäre gerade SIE besonders gerne mit uns schwimmen gegangen. Das betonte sie auch mehrfach. Aber es geht halt nicht immer alles auf einmal. Sie war hochgradig unzufrieden. Und so ein unzufriedenes Gefühl, weil alles nicht so läuft, wie man es sich dachte, kenne ich. Da kann man nicht so richtig raus. 

Und so fühlte ich förmlich, wie das Sirenchen mit sich rang. Ich fühlte es, weil ich dieses Gefühl, ihr Gefühl mit diesem Hin- und Hergerissensein von Enttäuschung, Zorn, gleichzeitigem Verstehen und dem eigenen Bedürfnis selbst so oft hatte als Kind. Man könnte sich in der Luft zerreißen.

Nun trafen wir auf eine ältere Dame mit Rollator. Ich fand sie ganz zauberhaft in ihrem Blümchenkleid. Wir waren schneller als sie und als wir sie überholten, kam es irgendwie zu einem Gespräch. Ich finde das ja immer nett. Ich unterhalte mich gerne mit anderen Menschen und gerade die ältere Generation fühlt sich oft alleine und freut sich auch unterwegs mal jemanden zum Plaudern zu treffen. Da wir das gleiche Ziel hatten, verlangsamte ich meinen Gang einfach.

Die Dame sprach auch die Kinder an und freute sich.

Allerdings wurde das Sirenchen schnell ungeduldig. Ihr war irgendwie zu warm in der Sonne, wenn wir doch nur schwimmen gegangen wären…,dann drängelte sie, sie wolle schnell zum Supermarkt, weil danach gäbe es ja auch das Eis. Und sie zog und zerrte an meiner Hand, blickte finster und machte sich nichts daraus, dass die Dame sie auf ihr Verhalten ansprach. Continue reading…

Von fettigen Mülltonnen und Freibädern

Die letzten Wochen war es hier etwas ruhiger als gewöhnlich. Es war schlichtweg zu heiß, um in irgendeiner Weise produktiv zu sein. Mal davon abgesehen, dass es sich zwischendurch anfühlte, als seien wir im Sommerurlaub irgendwo im Süden.

Eigentlich hatten wir ein Projekt hier im Haus. Räumlich ist hier doch dringend nochmal eine Umgestaltung nötig. Aber wegen der Hitze machte selbst ich ungeduldiges Huhn keinen Druck, sondern sank mit extra befeuchteten Klamotten im Garten ins kühle Gras unter den Bäumen uns las. Das war dann so ein bisschen wie mit eingebauter Klimaanlage und sehr angenehm und entspannend.

Neben wunderbaren Spieleinheiten, Planschbecken-Partys und auch der ein oder anderen DVD am Nachmittag, machten die Kinder eine Menge Schabernack. 

Die Mädchen waren des öfteren nicht mehr im Garten vorzufinden, sondern ich fand sie auf der Straße wieder. Entweder wie auf dem Beitragsbild und beide oft genug  nur in Unterhosen, aber immer mit „Pferdegeschirr“. Sie haben einen Weg über das Gartentörchen gefunden. Sogar das Knöpfchen allein. Neulich klingelte es am späten Nachmittag und da stand sie in Unterhosen vor der Haustüre. Seitdem renne ich immer schnell vorne ans Fenster, wenn es im Garten zu still wird. 

Das gehört aber noch zu den harmlosen Geschichten. Continue reading…

Die Sache mit der Zahnbürste

Es sind nun richtige Ferien für alle Familienmitglieder. Der rührselige und schöne KiTa Abschied vom Sirenchen liegt hinter uns. Seit 3 Tagen können wir einfach aufstehen wann wir wollen. Wunderbar. 

Neben wunderschönen Spielsituationen der Kinder, welche mein Herz erweichen, geht es dennoch auch immer wieder turbulent und laut bei uns zu. Die Streitereien unter den Geschwistern flammen immer wieder mal auf. Ebenso wie „Anfälle“ einzelner Protagonisten. Der jüngste Vorfall allumfassenden Lärmens (ich lärme ja „gern“ mit) liegt einen Tag zurück.

Wir hatten Besuch von einem fast erwachsenen Cousin. Das war sehr schön, denn der Cousin machte das ganz prima mit den kleinen Verwandten und somit verlief der gestrige Nachmittag erstmal sehr entspannt.

Die Kinder durften etwas später zu Bett gehen. Also genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie „auffällig“ wurden. 😉 Continue reading…

Ein Fallbeispiel für mütterliche Langeweile und gleichzeitiger Überforderung

Es war wieder einer dieser Samstage an denen nur Teile der Geschwister das Haus verlassen wollten, was intern natürlich wieder zu Konflikten führte. Ach mensch, nervt mich das. Und es langweilt mich auch. Immer das Selbe. Zusätzlich wurden an diesem Samstag mögliche Ausflüge mit dem Fahrrad von  angekündigten heftigen Regenfällen und Gewittern ausgebremst. 

Ansonsten hätte ich die Kinder, auch die Null-Bock-Fraktion, mal ins Lastenfahrrad geladen und wäre los geradelt. (Was hier an Regen später runter kam, war allerdings und leider nicht der Rede wert. Naja. ) Wir blieben also zu Hause. Einzige Abwechslung war, dass wir das Knöpfchen vormittags zu einem Kindergeburtstag hin brachten und auch gemeinsam wieder abholten und dem Supermarkt einen kurzen Besuch abstatteten. Als es am Nachmittag grau wurde und etwas regnete, durften die Kinder eine Pipi-Langstrumpf DVD ansehen und ich versuchte das zu tun, was ich tatsächlich an diesem Samstag sehr gerne getan hätte. 

Ich male da nämlich gerade an einem Projekt herum (is noch geheim) und hatte richtig Lust daran zu arbeiten. Bei mir hängt kreatives Arbeiten viel mit Laune und Zeit zusammen. Ohne Kinder hätte ich den ganzen Tag vergessen zu essen und hätte gemalt, gemalt, gemalt bis spät in die Nacht. Leider bekundeten die Kinder ständig Hunger und Durst und somit konnte ich nicht ohne Unterbrechung arbeiten. Und ewig läuft so ne Kinder-DVD ja auch nicht. Und schon war also mein Mini-Zeitfenster dahin.

Die Kinder wuselten dann etwas unkoordiniert durchs Haus und gerieten natürlich in erquickende Streitereien und wussten noch allerlei überflüssige Unordnung anzurichten. Ich überlegte, ob ich ein gemeinsames Gesellschaftsspiel anbieten sollte. Aber ich hatte um ehrlich zu  überhaupt keine Lust darauf. Überhaupt nicht. Tut mir leid. Ich fand alles doof und langweilig, außer meine Malerei auf meinem Schreibtisch. Ich hätte gerne einfach mal den ganzen Tag gemacht, wozu ICH ganz alleine Lust habe. Continue reading…